Mit Alamo hatten wir diesen Urlaub das zweite mal Kontakt. Das erste mal hatten wir über Sixt einen Mietwagen in Toronto gebucht. Das ist nun gut drei Jahre her. Der Vermieter vor Ort war damals Alamo. Das wussten wir vorher nicht. Erst als die Buchungsbestätigung kam konnten wir es sehen. Das Fahrzeug war damals ein Hyundai Elantra, eine Limousine mit einfacher Ausstattung. Probleme hatten wie nicht, ausser bei der Rückgabe, da wurde uns eine Tankfüllung berechnet, von der wir der Meinung waren, sie wäre im voraus bezahlt gewesen.

Für unseren USA-Urlaub sollte es wieder ein Mietwagen sein. Wir haben uns umgesehen und auch die gängigen Vermieter verglichen. Das günstigste Ergebnis lieferte aber billiger-mietwagen.de. Hier waren diverse Anbieter gelistet, Alamo war zwar günstig, aber nicht der billigste. Die Preisunterschiede lagen allerdings auch nur im zweistelligen Bereich für 18 Miettage. Die billigeren Anbieter kamen bei einer Google-Suche nicht so gut weg, also entschieden wir uns für Alamo mit der Vorgabe, dieses mal besser aufzupassen.

Aber alles kam anders. Wir buchten Midsize-SUV, Beispiel Jeep Liberty, und zahlten für die 18 Miettage gut 480 Euro. Also etwa 27 Euro pro Tag. Darin waren schon Vollkasko ohne Selbstbeteiligung mit Glas, Unterboden und Reifenschutz mit drin. Ausserdem war die erste Tankfüllung mit drin und alle Zusatzfahrer. Meckern konnte man da wirklich nicht.

Vor Ort, in Las Vegas, mussten wir erst mal zur Vermieterstation. Die zum Flughafen gehörige ist drei Meilen weg. Alle Anbieter haben sich hier zusammen getan und einen gemeinsamen Shuttle-Bus, der vom Terminal-Ausgang pendelt. Der Bus hat gut zwanzig Plätze und genug Platz für Gepäck. An der Vermieterstation angekommen tritt man in eine große Halle und hat auf einen Blick alle verfügbaren Vermieter. Bei Alamo wurden wir von einer netten Dame nach nur kurzer Wartezeit empfangen. Wir reichten ihr unseren Voucher und die Kreditkarte sowie die Führerscheine. Sie ging alles noch mal durch und fragte dann ob „Small SUV“ denn richtig wäre. Ich antwortet, wir hätten einen Liberty gebucht und sie meinte, das passe dann. Man merke also, was bei uns Midsize ist, ist in USA Small. Zum Abschluss versuchte sie uns noch eine Vollkasko zu verkaufen, was wir verneinten, denn die war ja schon inklusive. Sie sagte nein, ich hatte es schriftlich, also gingen wir zum nächsten Punkt über. Was wir in dem Moment beide nicht wussten, die Versicherung war nicht von Alamo, sondern wurde von Frosch Touristik, dem Vermittler, übernommen. Roadside Assistance, also ADAC-Dienstleistungen, wollten wir auch nicht und wir waren fertig. Die Kopie des Mietvertrages bekam ich nicht nur in Englisch sondern auch in Deutsch.

Im Parkhaus durften wir uns dann ein Fahrzeug der gebuchten Kategorie aussuchen. In der SUV-Reihe stand ein Fahrzeug an dessen Marke ich mich nicht mehr erinnere. Die Bodenfreiheit erschien mir zu gering, also ignorierte ich es gleich. Auch den Kia ignorierten wir, wir wollten ein US-Fahrzeug. Zwei Jeep Compass und zwei Jeep Liberty blieben über. Über den Compass dachten wir nur so lange nach bis wir feststellten, dass sie keinen Vierradantrieb hatten. Blieben die Libertys. Beide mit identischer Ausstattung, zuschaltbarer Allradantrieb, Satellitenradio, Tempomat, Klimaanlage. Der weisse hatte doch einige schwarze Kratzer, der silberne nur ein paar hinten rechts an der Tür. Den nahmen wir. An der Parkhausausfahrt wurde das Kennzeichen in unseren Mietvertrag übernommen und auf meinen Hinweis noch die Kratzer notiert. Damit waren wir auf der Strasse.

Die Rückgabe war dann erstaunlich einfach und schnell. 18 Tage später, in Tucson bereitet ich mich schon auf einiges vor. Doch der Flughafen ist sogar Fussgängertauglich. Entsprechend einfach war die Rückgabe des Fahrzeugs. Ein mal an den Terminals vorbei und über eine Sperre, die dir Reifen zerstören würde, wenn ich wieder rückwärts aus dem Parkhaus rausfahren würde, stand ich auch schon an der Alamo-Station. Alamo scheint hier eine Sonderstellung zu sein, denn nur sie waren direkt an der Einfahrt. Alle anderen weit um die Ecke.

Ich wurde von einem netten Mann begrüßte. Er interessierte sich mehr für meinen Aufenthalt in Las Vegas als für das Fahrzeug. Letzteres überprüfte er nur grob und übergab mir auch schnell meine Quittung – auf auf Deutsch – mit dem Restbetrag von Null Dollar. Nach einem kleinen Schwatz über die Casinos in Las Vegas führte er mich sogar noch zum Parkhausausgang und zeigte mir, wie ich zu Fuß zum nahen Hotel komme.

Insgesamt lief alles sehr gut und einfach ab. Alamo hat da, wo wir mit ihnen Kontakt hatten, einen guten Job gemacht. Alles weitere hatten wir zum Glück nicht gebraucht. Der Preis war ok, es gibt also nichts zu meckern.