Von Hamburg bis Hawaii

Unterwegs in aller Welt

Am Brunnen vor dem Tore

Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum….

Ich bin in Bad Sooden-Allendorf an der Werra aufgewachsen, und somit kenne ich den Nationalstolz der Allendörfer, wenn es um die Linde und den Brunnen vor dem Stadttor geht. Der Brunnen ist auch als „Zimmersbrunnen“ bekannt.

Bis 1912 stand hier eine angeblich 600 Jahre alte Linde, unter der auch Wilhelm Müller, der Texter des Gedichtes / Liedes „Am Brunnen vor dem Tore“ gesessen und gedichtet haben soll – 1914 wurde eine neue Linde gepflanzt. Und so nimmt Allendorf (wie manch andere Gemeinde) für sich in Anspruch, das bekannte Lied, welches Franz Schubert vertont hat, sei hier entstanden.




Einen kleinen Schönheitsfehler gibt es da allerdings – der Text entstand nämlich 5 Jahre, ehe hier ein Brunnen gebaut wurde. Aber ein hübsches Fleckchen ist es allemal. Und nicht allzuweit vom Brunnen entfernt liegt auch der Geocache mit demselben Namen: Am Brunnen vor dem Tore.

Knappe 500 Meter weiter ist der Diebesturm zu finden.




Wie der Name schon sagt, diente der im 14. Jahrhundert errichtete Turm einstmals als Gefängnis für Diebe, zuvor war er allerdings ein befestigter Wachtturm in der Stadtmauer, und wer den Turm erklimmt kann bei gutem Wetter einen schönen Ausblick über die Stadt geniessen – wir hatten leider nicht ganz so viel Glück, da es den ganzen Morgen geregnet hatte und bedeckt und wolkenverhangen war.

Auf der Zu-erledigen-Liste stand auch noch der Cache am Gradierwerk.





Vor langer Zeit waren wir schon einmal hier, aber da meine Mutter für unser albernes Hobby so gar kein Verständnis aufbrachte, haben wir abgebrochen und den Besuch auf irgendwann später vertagt – gestern war es endlich so weit, und der Cache war schnell gefunden und gelogt.

Der Blick auf die Infotafel – ich habe immerhin 16 Jahre hier gelebt und kenne die Geschichte der Salzgewinnung recht gut – spendierte mir dann noch ein kleines Extra, dass nämlich in Bad Sooden einmal eine der grössten Siedepfannen Deutschlands stand, habe ich nicht gewusst.



Auf dem Rückweg gen Hamburg haben wir uns dann noch den Spaß gegönnt, auf die Jugendburg Ludwigstein hinaufzufahren. Hier habe ich zu meinen Schulzeiten Chorfreizeiten verbracht, und das gut gepflegte alte Gemäuer ist schon lange eine Heimstatt der Wandervögel und vieler gemeinnütziger Jugendbünde.




Der Cache liegt in Sichtweite der Burg, aber weit genug entfernt um auch bei anreisenden Bussen muggelfrei gelogt zu werden. Dieses schöne Fleckchen Erde haben wir uns ausgesucht, um unseren ersten eigenen Geocoin, einen Dosenfischer-Microcoin, auf den Weg zu bringen und wir hoffen er wird die ganze Welt bereisen.

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1 Comment

  1. Knutsen42

    Schöne Bilder, scheint ein nettes Fleckchen zu sein, um einen angenehmen Tag zu verbringen. 🙂

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