Am Ende des kleinen Nipah Bay liegt das Anjungan Beach Resort & Spa. In der Tat kann man Nipah Bay als klein bezeichnen. Ein kurzer, gut 600 Meter langer Strand mit ein paar Läden und wenigen Resorts und Guesthouse, mehr gibt es hier nicht. Einheimische wohnen hier, wenn überhaupt, im Resort der Familie oder im Laden. Nipah Bay ist nichts anderes als ein Touristenort. Entsprechend gering ist hier auch die Auswahl außerhalb der Saison.

Der Strand selbst ist auch nicht sonderlich hübsch und dreckig dazu. Zum Glück gibt es nur 100 Meter über eine kleine Kuppe den Coral Beach. Auch nur gut 600 Meter lang gibt es hier gerade mal ein Resort und einen Campingplatz, zwei Restaurants und ein paar Veranstalter diverser Strand-Aktivitäten, die den Kurs Kundenansprache noch nicht belegt hatten. Coral Beach wird sogar täglich gereinigt, hat Schattenbäume und ist abgesehen von ein paar Handvoll Leuten praktisch leer. Somit haben wir also den idealen Ort in dieser Ecke gefunden.

Doch zurück zum Anjungan Beach Resort & Spa. Das Spa kann man getrost streichen. Ausser einem Pool mit einem Sprudelbad gibt es hier nichts, was auch nur annähernd an ein Spa erinnert. Nicht mal die sonst üblichen teuren Resortmassagen  werden angeboten. Der Pool dagegen ist ganz hübsch in Schiffsform gestaltet und wird täglich gereinigt. Auch könnte man das Beach aus dem Namen streichen. Das Resort liegt weder direkt am Strand noch hat es einen eigenen. Um an den Strand zu kommen, muss erst die Strasse überquert werden. Will man dann doch nicht über Felsbrocken kraxeln sind noch gut 200 Meter an der Strasse zurückzulegen, um an den Strand zu kommen.

Wir haben uns direkt auf der Website des Resorts einen Deluxe Double Room reserviert. 47 Euro kostete uns das pro Nacht. Darin ist allerdings das Frühstück nicht inbegriffen. Für 2,50 bis 4 Euro pro Person kann man in der Lobby morgens frühstücken. Für die Menge und die Auswahl ist das OK, ein Stück die Strasse hoch bekommt man aber auch für 2 Euro ein Frühstück für zwei Personen. Die Atmosphäre ist dann eben nicht die gleiche. Da man aber auch in der Lobby, die nach drei Seiten offen ist und von Pool und Strasse eingegrenzt wird, nicht all zu toll sitzt, kann man sich das Geld auch sparen.

Das Zimmer liegt in der ersten Etage der zweistöckigen Blöcke, die jeweils 8 Zimmer haben und um den Pool angeordnet sind. Es ist groß und geräumig und bietet neben dem großen Doppelbett noch ein „Daybed“, welches als gepolsterte Bank durchgehen würde. Breit genug für ein Bett ist es sicher nicht.

Neben der Klimaanlage und einem kleinen Röhrenfernseher, mit dem wir nur eine englischsprachige Version des lokalen HBO Filmsenders ohne Rauschen bekamen, gibt es noch einen Wasserkocher und täglich zwei Nescafe und zwei Teepäckchen. Das Bad besteht aus einer Duschkabine, der Toilette und natürlich einem Waschbecken.

Das alles macht einen guten Eindruck, wenn es auch nicht ganz günstig ist. Der Service dagegen scheint nach Tagesform zu schwanken. Unser Zimmer mussten wir selbst suchen, die Beschwerde wegen dem leckenden Wasseranschluss der Dusche war dagegen innerhalb von Minuten erledigt. Der Zimmerservice, der wohl nur das Zimmer sauber macht, wenn man das passende Schild von innen nach aussen an die Tür hängt, sah es nicht für notwendig an, das Toilettenpapier aufzufüllen. Mangels Telefon mussten wir uns dies bei einem Gang zur Lobby erfragen.

WLAN gibt es nur in der Lobby. Mit nur einem einzigen Repeater ließe sich hier die gesamte Anlage erschließen. Auch das Restaurant ist wegen Bauarbeiten (nicht auf der Website erwähnt) geschlossen (nicht auf der Website erwähnt). Demnach ist der Eindruck, den das Resort hinterlässt, gemischt. Es ist nicht günstig und könnte mit wenig Aufwand und wenigen Kosten aufgewertet werden. Die Lage zum nahen Coral Beach reisst aber einiges raus.

Dann noch ein Video – Sturzregen am Pool bei Nacht: