Diese etwas längere Artikelserie beginnt mit einem nicht sonderlich aufregenden Artikel. Der Anreise zu unserem ersten Ziel – Hongkong – unserer 9 Wochen langen Reise durch Südostasien. Recht spontan wird diese Reise sein, deswegen gibt es auch keinen Bericht zur Planung. Einzig der Endpunkt steht schon fest, das wird Colombo sein, von wo uns der Flug zurück nach Hamburg führen wird.

Die Anreise begann wenig spektakulär. In Hamburg ging es mit einer neuen Boeing 777-300ER (A6-EGX), gerade mal fünf Monate alt, nach Dubai. Gut sechs Stunden dauert der Flug. Wieder ein mal waren wir mit Emirates zufrieden. Gegenüber den alten Maschinen wurden vor allem die Sitze der neuen Generation aufgewertet. Durch die dünnere Rückenlehne und die nach vorne rückende Sitzfläche lassen sie sich weiter zurücklehnen. In jedem Sitz gibt es eine Steckdose und einen USB-Anschluss, über den man seine eigenen MP3s oder Videos abspielen kann. Ausserdem konnte uns das 10,6 Zoll große Display überzeugen, für das man teilweise, je nach Videoauflösung, sogar zu nah saß. So verging der Flug „wie im Fluge“.

Nach drei Stunden Aufenthalt brachte uns ein Airbus A340-300 (A6-ERT), einer der letzen, die Emirates noch in der Flotte hat und diese wohl auch noch dieses Jahr verlassen wird, nach Hongkong. Gut sieben Stunden später waren wir da. In diesem Flugzeug befanden sich noch die alten Sitze mit den alten kleinen Displays, die immer noch einiges besser und größer sind, als die von British Airways. Wir waren so müde, das das nicht weiter störte. Die meiste Zeit dösten wir.

Durch die Zeitverschiebung war inzwischen auch Tag 2 angebrochen. Für umgerechnet knapp 29 Euro kauften wir am Flughafen eine Prepaid-SIM. Im Preis war Guthaben in der gleichen Summe enthalten, mit dem wir für ca. 16 Euro eine Daten-Flat mit unbegrenztem Datenvolumen buchten. Um auf eine zweite Karte zu verzichten und so zu sparen, teilten wir uns die Verbindung über den WLAN-Hotspot des Smartphones. Im Gegensatz zu Deutschland musste hier nichts registriert werden. Der Verkäufer aktivierte die Karte mit einer Kurzwahl und stellte uns sogar noch das Handy ein.

Mit dem Airport Express, der etwa 10 Euro kostete, ging es zur Hongkong Station. Der Zug war schnell, leise, bequem und sogar mit kostenlosem WLAN ausgestattet. Von der Hongkong Station mussten wir zu Fuß zur Central Station, was nicht allzu weit war. Mit der Island Line fuhren wir weiter bis nach North Point (ca. 60 Cent / Fahrt), wo wir das Zimmer im ibis North Point, gerade mal 50 Meter vom Ausgang der Station entfernt, bezogen. Etwas umständlich sind die Automaten, die nur kleine Scheine nehmen. Hier sollte man drauf vorbereitet sein. Wechseln machen die meisten Läden nicht, Kreditkarte akzeptiert auch nur der Airport Express, die MRT, also die U-Bahn, aber nicht.

Der Tag war damit auch schon fast vorbei. Wir schlenderten noch ein bisschen durch die Strassen, aßen an einem Strassenstand zwei Dampfbrötchen, eins mit Schweinefleisch und eines mit Lotussamenpaste gefüllt. Im Tiny Green Kitchen, um die Ecke vom Hotel, gab es noch Abendessen. Müde von der langen Reise kippten wir ins Bett.