Zwei volle Tage waren wir noch in Penang. Wir haben das dieses Mal für Sightseeing genutzt. Vor viereinhalb Jahren waren wir ja „nur“ in Georgetown. Wir liessen uns vom hoteleigenen Fahrer auf der Inseltour zu so einigen Sehenswürdigkeiten fahren. Wir stoppten bei:

Khoo Kongsi – ein alten chinesisches Clanhaus im Herzen Georgetowns. Das erste Clanhaus wurde 1851 gebaut, brannte aber 1894 ab. 1902 wurde der Neubau etwas kleiner errichtet. Der Tempel wurde 1906 gebaut, zur Hochzeit des Khoo Clans. Vor dem Tempel gibt es eine extra Bühne für chinesisches Theater.

Wat Chayamangkalaram – ein buddhistischer Thai-Tempel in Georgetown. Hier befindet sich die drittgrößte Statue eines liegenden Buddha mit 33 Metern Länge. 1845 wurde der Tempel gebaut.

Dharmikarama Burmese Temple – direkt gegenüber von Wat Chayamangkalaram befindet sich der burmesische Tempel. Hier kann man sehr schön den Baustil der Burmesen und der Thais vergleichen. Was bei beiden Tempeln auffällt sind die Bettler am Eingangsbereich. Dazu sei nur gesagt: Ein echter buddhistischer Mönch bettelt nicht.

Weiter ging die Fahrt zu einer Batik-Fabrik. Diese hier war aber eher eine Handwerkswerkstatt. Von einer netten Dame wurde uns gezeigt, wie handwerklich Batikstoffe hergestellt werden. Den unvermeidlichen Shop (mit durchaus schönen und vor allem hochwertigen Stücken) gab es selbstredend auch.

Als nächstes ging es auf den Penang Hill. Der höchste Punkt Penangs kann mit einer Art Seilbahn, ähnlich einem schrägen Strassenbahnwagen, erreicht werden. Die Aussicht von hier oben ist schon toll, das war es aber auch schon. Wer nicht unbedingt Georgetown von oben sehen will, der kann sich die Fahrtkosten sparen.

Kek Lok Si – der größte buddhistische Tempel in Südostasien, in Air Itam auf Penang. Hier wurde vieles kommerzialisiert. Es beginnt mit dem Eintritt und geht von den vielen Shops im Inneren über einen kostenpflichtigen Aufzug. Beeindruckend ist die 1890 gebaute Anlage allerdings schon. Dabei wurde die Tempelanlage nie fertiggestellt. Sie ist allerdings nicht halb fertig, sondern noch heute wird daran gebaut.

Etwas ganz anderes war dann unsere letzte Station. Der etwa 1850 gebaute Snake Temple in Bayan Lepas hat seinen Namen von den Schlangen, die sich hier aus dem durch Industriebauten immer kleiner werdenden Wald zusammenzogen. Heute leben im Tempel einige entgiftete Vipern. Im umbauten Garten auf dem Tempelgelände gibt es noch mehr davon. Von diesen ganzen Schlangen, zum Teil auch giftigen, umgeben, hatten wir schon ein ganz anderes Gefühl.

Und für alle, die gerne chinesisch und Dim Sum essen haben wir noch eine Empfehlung: Das De Tai Tong. In der Cintra Street werden hier in dem üblich-asiatisch eingerichteten Restaurant – Plastiktische und Plastikstühle – auf Wägelchen Unmengen von Dim Sum vorbeigeschoben. Das Ganze zu günstigen Preisen.