Die Reise soll weiter gehen. Nach zweieinhalb Wochen haben wir viel gesehen und nun ist eine Ruhepause angesagt. Eine Woche wollen wir auf Pangkor verbringen, einer malaiischen Insel mit Strand. Doch erst müssen wir hin kommen.

Nach dem Hotelfrühstück stoppen wir vor dem Hotel einen Linienbus zur Fähre. Gegenüber auf der anderen Strassenseite gibt es ein Haltestellenschild in die Gegenrichtung, also hoffen wir, dass wir richtig stehen. Alleine ein Schild an einer Haltestelle ist schon eine Seltenheit, so etwas sahen wir nicht oft. Für 1,40 Ringgit oder etwa 35 Cent bringt uns der Bus bis zur Fähre.

An der Fähre, die von Georgetown nach Butterworth fährt, versuchen wir erst ein mal ein Ticket zu erstehen. Wir finden keinen Schalter und auch keine andere Verkaufsstelle. Erst beim Betreten der Fähre erfahren wir „It is free“. Aber wohl auch nur in diese Richtung. Auf der anderen Seite, am Anleger von Butterworth, werden Tickets verkauft.

Das Bus-Terminal von Butterworth liegt direkt am Fähranleger. Wir haben unser Busticket online vorreserviert. Als wir auf das Gelände kommen, werden wir von Verkäufern belagert. Auch nachdem wir den ersten erklärt haben, dass wir schon ein Ticket hätten, geben die anderen noch nicht auf. Am Schalter von Sri Maju, der Busgesellschaft, holen wir uns dann die vorbestellte Fahrkarte ab.

Die Fahrt nach Lumut im 44sitzigen Reisebus kostet 16,30 Ringgit, knapp über 4 Euro. Gut drei Stunden fahren wir, davon eine Stunde Autobahn und den Rest über Land. Kurz vor der Autobahnabfahrt gibt es eine zehnminütige Pause.

In Lumut werden wir, wie sollte es anders sein, von einem Taxifahrer begrüsst, der uns sicher gerne zum Fähranleger bringen würde. Doch laut Google Maps waren es nur 300 Meter und wir laufen. Andere Touristen werden direkt in das Tourbuchungsbüro verschleppt. Die Fähre kostet 10 Ringgit, 2,50 Euro, das Rückfahrticket ist gleich mit drin. Von hier aus kommt man auch nicht mehr mit einem Fahrzeug weiter. Es ist eine reine Personenfähre.

Pangkor, das wir nach gut dreissig Minuten erreichen, hat kein richtiges Verkehrssystem. Es gibt eine Ringstrasse, die hauptsächlich von Mopeds benutzt wird. Einige Einheimische haben ein Auto. Den Rest wickeln pinkfarbene Minibusse als Taxis ab. Bis zu sieben Personen passen rein und die Fahrtpreise sind festgelegt. 15 Ringgit, 3,75 Euro, kostete die Fahrt nach Nipah Bay, einem kleinen Ort, der hauptsächlich aus Resorts und Guesthouses besteht. Hier beziehen wir unser Zimmer im Anjungan Resort.