Klick führt zu kurzem Video

Wohl noch durch den Jet Lag waren wir früh wach. Zum Frühstück haben wir uns bei einem Bäcker um die Ecke vier Eiertörtchen, wie Pasteis de Nata aus Portugal, allerdings mit Mürbe- statt mit Blätterteig für 9 HK$, also etwa 1 Euro, geholt.

Da wir viel mit der U-Bahn fahren wollten, haben wir uns an der U-Bahn-Station einen Tourist Day Pass gekauft. Der kostet 55 HK$ für 24 Stunden. Das lohnt sich bei mehreren Fahrten pro Tag. Kurze Strecken sind nicht so teuer, aber zwei längere Strecken und eine kurze zusammen kosten dann schon mehr.

Mit der Bahn und unserem etwas anderem Stadtführer sind wir zur Station Lok Fu gefahren. Die erste Strecke ging noch, aber beim Umsteigen war der Zug dann gerammelt voll. Wir hatten wohl die Schul-Rush-Hour erwischt. Unmengen Schulkinder in vielen verschiedenen Schuluniformen. Wir wollten zum Kowloon Walled Garden Park, den wir nur umständlich gefunden haben. Er ist zwar an der Station ausgeschildert, doch auch das Schild muss erst mal gefunden werden. Auch der Plan, der am Ausgang der Bahnstation hing war da nicht hilfreich. Genordet wird hier wohl nicht. Der Park selbst ist ganz nett. Umgeben von einer alten Mauer umgeben ist der Park auf dem Gelände, auf dem früher die Kowloon Walled City stand. Nach dem Abriss 1993 eröffnete der Park 1995. Heute ist hier viel grün und vor allem ältere Einwohner nutzen den Park für ihre Tai Chi Übungen.

Wir fuhren nach unserem Spaziergang weiter bis Sha Tin. Unser Ziel waren die 10.000 Buddhas bzw. die Ten Thousand Buddhas Monastery. Gegründet wurde die Tempelanlage 1951 und es befinden sich weit mehr als 10.000 Buddhas hier. Fast 13.000 Statuen gibt es hier. Die Zahl kommt aber auch über die vielen kleinen, die in einer Halle auf Regalen stehen, zusammen.

Der Weg dort hin ist nicht nur steil sondern auch schwer zu finden. Alleine wegen der Wegbeschreibung wird es dafür noch einen Extra-Artikel geben. Wir liefen natürlich erst in die falsche Richtung. Doch dann fanden wir den Weg.  Der von Buddhas gesäumte Weg ist wirklich steil, doch es gibt eine Schräge und daneben Stufen und er sollte für jeden, auch mit wenig Ausdauer, machbar sein. Regelmässig gibt es Bushaltestellenähnliche Bänke, an denen man Ruhen kann. Ich hätte mir die Tempelanlage größer vorgestellt, doch die Sammlung der Buddhas war schon beeindruckend.

Weiter ging es mit der Bahn bis zur Prince Edward Station und zu Fuß die Nathan Road entlang bis zur Jordan Station. Der Weg ist anstrengend, schon alleine wegen dem vielen Verkehr und den vielen Leuten. Doch außer vielen Läden, vor allem Schmuck, und heruntergekommenen Wohnblöcken gibt es nicht viel zu sehen. Einen bei unserer Recherche gefundenen Hotelklotz haben wir auch entdeckt und uns gefreut, weil wir dort nicht gebucht hatten. Vom äusseren sieht er aus wie ein heruntergekommenes Wohngebäude und im Inneren befindet sich auf jeder Etage ein anderes. Wie viele davon legal sind, entzieht sich unserer Kenntnis.

Die Bahn brachte uns dann bis zur Station Admirality. Von hier ging es mehrere Rolltreppen nach oben bis zum Eingang des Hong Kong Parks. Durch den Park sind wir zur Peak Tram spaziert, die uns auf einer Strecke von gut 1,4 Kilometer in 400 Meter Höhe brachte. Es ist eine steile Fahrt nach oben mit bis zu 27° Steigung. Nachdem die Strecke 1926 eröffnet wurde, hat sich hier ausser der Technik der Züge nicht viel getan. Eine Fahrt plus Eintritt zur Plattform, was man wegen der Aussicht unbedingt machen sollte, kostet 65 HK$. Leider war es bei uns etwas diesig, die Sicht war nicht sehr weit möglich. An klaren Tagen ist das natürlich schöner, und weil die Tram bis 24 Uhr fährt, lässt das auch schöne Ansichten bei Nacht zu.

Abendessen gab es bei einem Japaner um die Ecke vom Hotel. Das Sapporo Noodle House macht gute Ramen, und es gibt auch leckeren Fisch.