Gleich früh geht es auf zum Flughafen. Ab der Hongkong Station fährt der Airport Express für 100 HK$ pro Fahrt und Person. Da wir aber bei der Ankunft zu zweit nur 160 HK$ bezahlt hatten, der Automat aber 200 HK$ wollte, haben wir dem Kaufvorgang abgebrochen und sind an einen der zwei Schalter gegangen, die es gab. Was man wissen muss, wenn man nicht alleine unterwegs ist, ist die Verfügbarkeit einer Gruppenkarte. So gibt es für besagte 160 HK$ eine Zwei-Personen-Karte. Diese Information ist nirgends, außer auf der Website zu finden und verkauft wird diese Karte anscheinend nur auf Nachfrage.

Ein Air Asia A320 brachte uns dann bis Don Muang, dem ehemaligen internationalen Flughafen von Bangkok, der heute nur noch von Billigfliegern angeflogen wird. Die Armee und die Regierung, wir sahen die Boeing 737 des thailändischen Prinzen, die wir auch schon mal in Hamburg sahen, nutzen den Flughafen auch noch. Thai Airways scheint ihn als Abstellfläche zu nutzen. Hier reisten wir dann nach Thailand ein und bekamen das normal 30-Tage-Touristenvisum. Dann mussten wir unser Gepäck abholen und wieder aufgeben, da Air Asia keine Möglichkeit bietet, auf zwei Flügen durchzuchecken. Und wir stellten fest, dass wir blöde waren. Von Macau, wo wir am Vortag waren, hätte es einen Direktflug nach Chiang Mai gegeben.

Der zweite Flug führte uns dann nach Chiang Mai, der zweitgrößten Stadt Thailands. Dafür ist der Flughafen recht klein, wird allerdings von Thai Airways regelmässig auf der Kurzstrecke von Bangkok mit großen Maschinen wie der 777 und der 747 angeflogen. Am Ausgang aßen wir erst mal Khao Soi, eine scharfe Nudelsuppe und lokale Spezialität. Dann wollten wir uns der Einfachheit halber mit einem Taxi versorgen. Vom Flughafen in die Stadt gibt es einen Festpreis von 120 Baht (3 Euro). Doch es waren keine Taxis da und wir sollten gut eine halbe bis eine Stunde warten. Das wollten wir dann doch nicht und stornierten unseren Wunsch.

Vor dem Flughafen fischten wir ein gerade anfahrendes Songthaew auf. Das ist ein Pickup mit überdachter Ladefläche und zwei Bänken zum Sitzen hinten drauf. Für 50 (1,25 Euro) Baht pro Person brachte uns der Fahrer zu unserem Ziel.

Am Tha Phae Gate stiegen wir aus und gingen die wenigen Meter in die Seitenstrasse, in der Finlay’s Cottage liegt. Das Guesthouse, dass für die nächsten Tage unser zu Hause sein sollte, war mit 600 Baht (15 Euro) die Nacht recht günstig. Frühstück inclusive, Bad und Dusche allerdings mit den anderen zu teilen. Bei 6 Zimmern gab es drei Toiletten und vier Duschen, also kein Problem. Am Abend suchten wir uns noch schnell etwas zu essen und fielen erst ein mal platt ins Bett.

Am nächsten Morgen erwartete uns die Hausherrin, eine ältere Thai-Frau, schon mit Frühstück. Kaffee, Tee, Müsli oder Eier mit Bacon und Obst standen zur Auswahl. Alle, die wir sahen, entschieden sich für Eier mit Bacon, wir auch.

Den Tag verbrachten wir mit einem Spaziergang durch die Stadt und an den vielen Tempeln vorbei. Im Innenstadtbereich gibt es unzählige Tempel, und wir kamen nur an einem kleinen Teil davon vorbei. Auch den Sompet Market besichtigten wir, einen kleinen Markt mit vielen Frischwaren. Zum Mittag gab es einen leckeren Thai-Salat bei Black Canyon Coffee, und zum Abschluss gönnten wir uns noch eine Massage bei dem Massagesalon mit dem pinkenen Käfer als Werbung davor.

Abends schlenderten wir noch über den Sunday Night Market, für den jeden Sonntag ab 16 Uhr die Hauptstrasse im Innenstadtbereich gesperrt wird. Viele Händler vertreiben hier ihre lokalen Waren und kunsthandwerkliche Stücke. Egal, was man sucht, hier wird man fündig. Und natürlich gibt es an jeder Ecke Essensstände. Vor allem die Innenhöfe der Tempel verwandeln sich in Fressgassen. Wir legten uns nicht groß fest sondern probierten an allen möglichen Ecken immer mal wieder Kleinigkeiten. Am Ende des Marktes angekommen, standen wir vor dem größten Tempel der Stadt. In nächtliche Beleuchtung war dieser besonders schön anzusehen.