Der Zufall war mal wieder Schuld. Und ein Geocache, ohne den wir sonst nicht an diese Ecke gekommen wären. Wir begannen mit einer Fahrt über den Stillhorner Hauptdeich und den Moorwerder Hauptdeich. In etwa an der Stelle, wo der erste in den zweiten übergeht, lohnt sich schon der erste Stopp. Hier ist das Naturschutzgebiet Heuckenlock.

Drei Kilometer die Elbe lang und auf 100 Hektar Fläche erstreckt sich hier einer der letzten Tideauenwälder und ein Süßwasserwatt. Wanderweg, Aussichtspunkt und Infotafel laden hier zu einem Ausflug ein. So es denn nicht bei Hochwasser überflutet wird.

Doch das Heuckenlock war nur eine Zwischenstation, denn wir wollten an die Bunthäuser Spitze. Hier trennt sich die Elbe in Norder- und Süderelbe. Auf gut 15 Kilometer ist die Elbe geteilt und nimmt die Stadtteile Wilhelmsburg, Veddel, Kleiner Grasbrook und Steinwerder auf. Der Zugang ist nur durch ein unscheinbares Wanderweg-Schild zu finden. Offensichtlicher ist die Absperrung der Hamburg Port Authority, von der man sich nicht abhalten lassen darf. Diese Institution gibt es hier schon seit 1908, als Hamburg und Preußen beschlossen, die Wassermenge in Norder- und Süderelbe zu regulieren. 50% sollte auf jeder Seite fliessen. Später wurden dann nur noch die Wassermengen gemessen, denn besser als 55% in Süderelbe und 45% in Norderelbe wurde nie erreicht.

Folgt man dem Schild Wanderweg geht es ein mal um das Gelände der ehemaligen Stackmeisterei Bunthaus herum, die eben heute die Hamburg Port Authority ist. Direkt daneben liegt das Tiedeauenzentrum mit einem Informationsangebot rund um das Naturschutzgebiet. Die Öffnungszeiten sind sehr beschränkt, also vorher besser informieren.

Der Weg führt dann auf gut 500 Metern an einer Platte zur Erbauung des Deiches bis zum Leuchtfeuer Bunthäuser Spitze, das man auch besteigen und, so die Bäume nicht zu hoch gewachsen sind, von wo man in die Ferne schauen kann.

Eine hübsche grüne Ecke ist die Bunthäuser Spitze, die viele nicht kennen. Sie eignet sich Ideal für den kleinen Sonntagsspaziergang mit was zum gucken und um die Ruhe zu geniessen. Bei unserem Besuch, Sonntags um 10 Uhr rum, waren hier gerade mal vier andere Menschen unterwegs.