Von Hamburg bis Hawaii

Unterwegs in aller Welt

Auszeit auf Texel

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Wo fährt man im Januar am besten hin, wenn man ein paar Tage Ausspannen dringend nötig hat? Vor dieser Frage standen wir, als wir Ende 2014 für den darauf folgenden Monat planten. Kurz mal auf die Kanaren, und hoffen, dass es nicht gerade stürmt? Ein bisschen Städtehopping nach Lissabon? Skilaufen und winterliche Straßen waren nicht so das, was uns vorschwebte. Schließlich zeigte ich dem Liebsten dieses Bild bei Flickr, und er lächelte mich an und sagte: „Darüber hab ich auch schon nachgedacht.“ Und wir hatten unser Ziel gefunden.

Texel ist die größte (und am westlichsten liegende) der westfriesischen Inseln, und ein Ferienziel par excellence. Allerdings nicht im Winter, und schon gar nicht im Januar – da haben die meisten Hotels und Restaurants geschlossen, renovieren, oder machen mangels Masse einfach Pause. Der Nachteil ist aber auch ein Vorteil – es ist nämlich im wahrsten Sinne des Wortes nichts los, keine Menschenmassen drängen sich am Strand und in den wenigen Restaurants, die auf haben, und die Preise sind moderat – Off-Season eben.

Der Januar ist nun wirklich nicht die ideale Jahreszeit für einen Urlaub am Meer – oder doch? Wir sagten uns: am Strand stapfen geht immer, und wenn alle Stricke reißen, setzen wir uns bei einem heißen Kakao eben ins Hotel und lesen, oder gehen im hoteleigenen Schwimmbad die Muskeln strecken. Schließlich wollten wir uns erholen. Deswegen buchten wir uns dann auch ein Zimmer im Grand Hotel Opduin, direkt an den Dünen von De Koog gelegen. Zu den Pluspunkten zählten hier neben großem Parkplatz und der Lage das genannte Hallenbad, eine Kaminlounge, und ein sich an Slow Food orientierendes Restaurant, dessen Karte genug aufbot, um dort notfalls auch täglich zu essen.

Anstelle des direkten Weges mussten wir noch einen Umweg fahren, um einen Besuch bei einem kranken Familienmitglied zu absolvieren, aber schließlich standen wir dann doch in Den Helder an der Fähre, und nahmen bei strahlendem Sonnenschein Kurs auf das Eiland.

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In der Vorsaison ist Texel ein beschauliches Inselchen, der Verkehr hält sich in Grenzen, und schon bald trafen wir im Hotel ein, wo wir viel zu früh dran waren. Also machten wir erst mal einen Spaziergang ans Meer und in den Ort.

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Die klare Seeluft liess meine Lungen frohlocken, und das beständige Rauschen des Meers sorgte schon bald auch für Tiefenentspannung im Hirn. So muss das sein.

Im Hotel bot man uns für einen reduzierten Aufpreis an, doch auf eine der Suiten mit Dünenblick zu upgraden. Leider war die im 3. OG dann doch nicht für die vollen 4 Nächte zu haben, aber wir entschieden uns auch wegen des Platzangebots dafür, den Deal für die im Eckzimmer im 2. OG anzunehmen – eine gute Wahl. Man konnte den ganzen Tag über die Sonne dort genießen. Im Sommer fände ich das suboptimal, aber nach langen dunklen Wintertagen war uns hier die Sonne sehr willkommen.

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Überhaupt meinte das Wetter es gut mit uns. Zwar versteckten sich schon mal kurzfristig Schafe, Deich, Windmühlen im Nebel bzw. tiefliegenden Wolken, aber die hatte der Meerwind meist auch fast ebenso schnell wieder weggepustet, wie sie aufgezogen waren.

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Texel, windmill

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Zu den Dingen, die wir uns vorgenommen hatten, gehörte ein die ganze Insel umrundender Multi-Geocache, De Mythe van Texel, der sich an einer der touristischen Hauptrouten entlang windet. Auch andere Geocaches standen auf dem Plan, und natürlich einfach Strandspaziergänge und das Erkunden der Insel.

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Selbstverständlich durfte auch der berühmte rote Leuchtturm nicht fehlen, den wir sogar zweimal aufsuchten.

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Im Nationalpark Dünen von Texel kann man lange Touren zu Fuß, mit dem Rad oder auch per Pferd unternehmen, und auf der gesamten Insel jede Menge Natur und Wasservögel erleben. Rad- und Reitwege gibt es ebenso wie schöne, markierte Wanderrouten.

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Die touristischen Strände liegen noch im kühlen Winterschlaf.

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Man kann sich viel Zeit nehmen, um die Insel genau zu erkunden, und oft dachte ich: hier möchte ich nochmal wiederkommen, und vielleicht eine längere Tour mit dem Rad machen. Dann kann man auch besser das (leckere) Inselbier genießen, das insgesamt 3 kleine Brauereien produzieren, und das es natürlich auch überall im Ausschank gibt.

Gut gegessen haben wir auch, unter anderem im Quinty’s, und ganz hervorragend im Hotel Opduin (zu sehr fairen Preisen).

Die drei vollen Tage auf Texel haben uns sehr gut getan, es war genau das, was wir brauchten: eine Auszeit am Meer.

Wunderschön, und sehr zu empfehlen.

Und auf der Fähre zurück ging gerade die Sonne auf…

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1 Comment

  1. Also anhand der Bilder würde ich auch sofort hin fahren. Tatsächlich hatten wir auch darüber nachgedacht im Winter ein bisschen Ruhe am Meer zu genießen. Kann man sich als zukünftiges Ziel mal merken…

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  1. 2015 in Bildern

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