Vorletzte Woche waren wir auf unserer allherbstlichen Eltern-Besuchs-Tour. Durch das lange Wochenende, an dem mein Vater auch noch Geburtstag hatte, gab es keine Ausrede und so fuhren wir los. Am 3. Oktober, Feiertag und Freitag zugleich ging es ganz früh ins Auto und los.

Auf dem Weg in den Odenwald nahmen wir am Rande der Autobahn den einen oder anderen Cache mit. Die wirklichen Highlights entdecken wir aber erst kurz vor dem Ziel. Direkt am Gambacher Kreuz liegt die Burg Münzenberg.

Doch die Burg war nur die Beilage zu einem Ort, dessen Cache den Namen Windy Corner trägt.

Auf dieser zerklüfteten Steigung kam ich mir schon wie im Gebirge vor. Eine Gegend, die ich ohne den Cache nicht gesehen und hier auch nicht vermutet hätte.

Das zweite Highlight war dann ein Schiff, das einfach so am Straßenrand stand. Museumsschiff heißt der Cache dazu und der ist auch noch lustig versteckt. An dieser Ecke stört dann auch nicht mal, dass es ein Micro ist. Danke fürs zeigen.

Den Rest des Tages verbrachten wir auf einem Geburtstag. Zwischen Kaffee und Abendessen verabschiedeten wir uns zu einem Spaziergang, der uns dann gleich noch drei Ideen einbrachte, selbst Caches zu legen. Ausführen werden wir das dann nächstes Jahr.

Am Samstag ging es auch wieder früh los. In der Nähe von Karlsruhe wohne unsere Freundin und Mitcacherin Mac_MacKenzie. Auf dem Weg dahin wollten wir uns noch einen Lost Place in Erbach/Odw. ansehen. Bomben(un)sicher heißt der Cache dazu. Gefunden war er recht schnell, aber die Terrain-Bewertung mit 1 ist gänzlich untertrieben. Eine 2 sollte da mindestens sein.

Anschliessend tilgten wir noch einen roten Punkt auf unserer Cacherkarte. Zur Not Gottes fanden wir dieses mal, nachdem wir im Frühjahr erst erfolglos gesucht hatten und dann dem Gottesdienst weichen mussten.

Mit Mac ging es dann am Nachmittag auf die Suche einige Caches, deren Abschluss Bob-der-Baumeisters Meisterprüfung I sein sollte. Die einzelnen Station fanden wir in mehr oder weniger strömendem Regen und teilweise Hagelschauer ganz gut. Als wir uns dann an die Berechnungen für das Final machten, dauerte es ewig bis wir ein Ergebnis hatten. Aber jedes Ergebnis erschien uns falsch. So gaben wir kurz vor dem Final auf.

Zu Der Sonne ein Stückchen näher… Ikea Walldorf trafen wir uns an eben jenem überfüllten Ort mit elamatrix incl. Anhang. Mac fand hier ihren ersten Micro. elamatrix und Anhang, später auch nur „Die Physiker“ genannt, übergaben wir unsere Berechnungen zur Meisterprüfung. Sie bestätigten zuerst, dass wir uns nicht verrechnet hätten. Dann klärten sie uns darüber auf, wie wir mit unserem negativen Ergebnis und den 60 Bogenminuten zu den Zielkoordinaten kommen würden. Ich schlug die Zielkoordinaten schnell in Google Earth nach und landete genau an dem Punkt, auf den ich so ungefähr auf dem Rückweg von der vorletzten Meisterprüfung-Station gezeigt hatte und noch dazu sagte „Da muss er irgendwo sein“. Somit haben wir schon mal die Lösung für den nächstjährigen Besuch und müssen nicht noch mal die Stationen ablaufen. Die Physiker waren dann noch so nett, für uns ein paar andere Physik-Mysteries zu lösen. Vielen Dank dafür.

Auch an diesem Tag fanden wir einen Ort für einen selbst versteckten Cache. Sogar der genau Platz steht schon fest, aber die Auslegung muß bis nächstes Jahr warten.

Sonntag fuhren wir dann früh zurück. Auf dem ersten Parkplatz suchten wir in der Dunkelheit im Schein der Handy-Fotolampe unseren ersten Cache des Tages.

Am Frankfurter Flughafen war dann A5/A3/FRA TB XChange (Exit 23 – FFM Zeppelinheim) dran. Als wir wegfuhren donnerte noch eine Air China 747 über unser Autodach. Ok, wir waren nun mal direkt im Anflug zur Landebahn.

Das Mittagessen verlegten wir zusammen mit meiner Schwiegermutter in das Gasthaus Schindewolf, Frankershausen. Wir aßen leckeres Lamm und Wildschwein. Gut gesättigt ging es dann nach Hause.

Insgesamt war es ein sehr intensives Wochende, an dem wir fast keine Ruhe hatten. Am Ende hatten wir 19 Caches in drei Tagen. Vier werden von uns nächstes Jahr ausgelegt werden. Wir freuen uns drauf.