Auf Penang in alten chinesischen Handelshäusern zu übernachten scheint für uns inzwischen zur Tradition zu werden. Haben wir 2008 in der Cheong Fatt Tze Mansion übernachtet, wurde es dieses mal das relativ neue Banana Boutique Hotel.

Mit der Lage in der Chulia Street liegt es ziemlich perfekt. Die wichtigsten Orte in Georgetown sind zu Fuß erreichbar. Vor der Tür halten einige Buslinien. Die Lage war auch der Grund für uns, dieses Hotel zu wählen. Dazu kam der Preis, der zwar nicht günstig, für die Umgebung aber ok ist.

Früher, unter anderem Namen, war dad Gebäude eine Backpacker-Absteige. Doch mit neuen Besitzern und einer Renovierung ist es jetzt ein Boutique-Hotel. Die Bezeichnung ist natürlich weit dehnbar, hier wird sie durch die Dekoration umgesetzt. Chinesische Antiquitäten stehen im ganzen Haus verteilt, leider aber überall mit Preisschild versehen. Sicher ist es spannend, zu wissen, was so ein altes Möbelstück kostet, doch es schreckt auch ab. Nur nichts anfassen, das ist wertvoll.

Hohe Decken geben hohe Räume. Unserer ist in der oberen Etage, dafür müssen wir erst eine schöne alte Holztreppe ein ganzes Stück nach oben steigen. Vier bis fünf Meter Deckenhöhe schätze ich mal.

Die Zimmerausstattung würde ich als üblich bezeichnen, auch wenn hier das Design alter Möbel weitergeführt wurde. Ein breites Bett, Kommode mit Fernseher, Klimaanlage, Kühlschrank und die hier in Asien übliche Nasszelle mit offener Dusche. Der Raum ist groß und einigermassen gemütlich ist es auch. Da die Chulia Street in beide Richtung zu Amüsiermeilen führt, haben wir noch Bedenken wegen der Lautstärke, doch das Zimmer liegt ein Stück nach hinten weg und so hören wir fast nichts. Lediglich morgens kurz nach fünf, wenn der Mujezin der benachbarten Moschee ruft, ist es kurz mit dem Schlafen aus. Der Zimmerservice betritt den Raum nur, wenn man beim Verlassen das Schild „Please clean my room“ an die Tür hängt. Etwas, was wir vorher noch nicht kannten, uns aber auf der Asienreise weiter begleitete. Vergass man das Schild oder wollte man es nicht, hängte der Zimmerservice eine Tüte mit Toilettenpapier, 2 Flaschen Wasser, Instant Kaffee und Tee an die Tür.

Das Frühstück ist im Preis inbegriffen, aber nicht der Rede wert. Vor dem Eingang in einer Art Hof wurde ein Frühstücksbuffet mit dem üblichen aufgebaut. Toast, Eier, Bacon, Bohnen, Hash Browns. Lecker ist das alles nicht, aber da es im Preis inbegriffen ist, nehmen wir die Gelegenheit war. Einen Tag durften wir a la Carte bestellen, da waren wohl nicht genug Gäste im Haus.

Das Hotel hat auch einen Tourservice, den wir nutzten. Der Fahrer, der uns mit seinem Minibus am Flughafen abgeholt hatte, fuhr uns einen Tag zu den Sehenswürdigkeiten der Insel. Für 80 Ringit pro Person ist das vielleicht nicht ganz so günstig, aber es war einfach, es in der Lobby zu buchen. Dafür hatten wir einen netten Fahrer, der uns noch so einiges von und über die Insel erzählte.

Würden wir wieder das Banana Boutique Hotel nehmen? Jein. Ja, weil wir wissen, dass es sauber und ordentlich ist. Nein, weil wir gerne mal was anderes ausprobieren. Doch um in die Fressmeilen von Chinatown und Little India zu kommen liegt es ideal.