Von Hamburg bis Hawaii

Unterwegs in aller Welt

Bangkok Airways

Einfach nur Bangkok war uns bei unseren Thailand-Urlauben (siehe auch Emirates-Bericht) nicht genug. Auf dem Weg nach Trat wollten wir uns acht Stunden Busfahrt nicht antun, also mussten wir fliegen. Bangkok Airways flogen wir zum ersten mal nach Samui, zum zweiten mal nach Koh Chang bzw. den nahen Flughafen Trat. Jeweils mit einer ATR-72. Einen weiteren Flug hatten wir mit einer A320 nach Samui und den letzten dann wieder mit einer ATR-72 nach Trat.

717-gamma

Bangkok Airways oder auch nur Bangkok Air ist eine kleine Private Fluggesellschaft, die schon einige Auszeichnungen für regionale Airlines eingeheimst hat. Darunter auch den “Skytrax Award for the best Regional Arline”, den sie – wie Ihr weiter lesen könnt – auch verdient.

Sie fliegt hauptsächlich mit Maschinen des Typs ATR 72. Es sind aber auch noch ein paar alte Boeing 717 dabei, die im Laufe der Zeit durch A319 ersetzt werden. Zur Modernisierung der Flotte haben sie inzwischen mehrere A320 im Einsatz. Früher war das Besondere an den Flugzeugen die Lackierung. Jede Maschine war anders lackiert, jeweils das Thema auf den Namen des Flugzeugs abgestimmt. Bei den neueren wird dies aber leider nicht mehr konsequent fortgesetzt.

Am neuen Bangkoker Flughafen überraschte uns die recht geräumige Lounge direkt gegenüber der Gates. Zuerst tigerten wir etwas zögerlich drum herum, dann dachten wir uns aber, dass es bei Bangkok Air keine verschiedenen Klassen gibt, wie bei anderen Airlines. Wir trauten uns also, und siehe da, nur Boarding Pass vorzeigen und rein. Es gab Freigetränke (Kaffee, Tee, Saft, Wasser) und Häppchen (kleine Muffins, Kuchenstückchen, Klebreishappen, Krokant und mehr). Alles natürlich kostenlos. Für einen reine Economy-Veranstaltung ist das lobenswert, vor allem wenn man sich die Flugpreise ansieht.

Bangkok Air Lounge

In der Regel werden die Maschinen per Groundboarding abgefertigt. Bangkok Air spart sich hier die Gebühren für das richtige Gate. Mit dem Bus geht es quer über den Flughafen und dann zu Fuß in die Maschine. Die Besatzung ist freundlich und begrüßt jeden mit der uns inzwischen gewohnten thailändischen Höflichkeit.

Direkt nach dem Start werden an Bord Bento-Boxen ausgegeben. Die einfache Pappbox enthält einen Becher Wasser, Apfel- oder Orangensaft, zwei kleine Sandwiches, ein belegtes Baguette und Obst. Teilweise gibt es auch Kuchen und Pasteten. In Anbetracht der Tatsache, dass unser Flug gerade mal 45 Minuten dauerte, ganz schön überdimensioniert. Wenn wir jetzt den Becher Wasser, den es auf unserem einstündigen Lufthansa-Flug gab, daneben stellen… Das Essen war ok, vom Geschmack eher Durchschnitt, aber alleine die Tatsache, dass es überhaupt was gibt, zählt schon als Lob. Früher, wir erinnern uns noch an unseren ersten Flug, gab es sogar noch ein warmes leckeres Fischcurry, das wurde wohl inzwischen abgeschafft.

Bangkok Air Bento

In den kleinen Maschinen gibt es kein Unterhaltungsprogramm. In den moderneren Airbus-Flugzeugen sind an der Decke kleine Displays angebracht, auf denen mal etwas Werbung, mal lustige Kurzfilme gezeigt werden. Wer nichts zu lesen dabei hat, der kann sich mit dem Hochglanz-Boardmagazin vergnügen, das neben Werbung auch Informationen über die Destinationen von Bangkok Air enthält.

Nach der Landung auf den Bangkok Air-eigenen Flughäfen werden die Passagiere mit kleinen knuffigen offenen Wagen abgeholt, die nach Straßenbahnwagen aussahen. Auf den großen Flughäfen sind es eben die üblichen Busse.

Bei Bangkok Air geht alles schnell, professionell und freundlich. Da würde ich mir wünschen, so manche europäische Airline würde sich mal ein Stückchen davon abschneiden.

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1 Comment

  1. Und gegen Vorlage des BoardingPass gibt’s auch ein Kennwort für’s zwar nicht super stabile, aber kostenfreie WLAN in der Lounge.

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