Von Hamburg bis Hawaii

Unterwegs in aller Welt

Chepre meets Sobek vs. Alfred Nobel

Nicht weit weg von Hamburg liegt das kleine Städtchen Geesthacht und von da ist es nur ein Katzensprung zum Kernkraftwerk Krümmel, das derzeit wieder groß in den Nachrichten ist. Doch das war nicht der Grund, warum wir uns dort herumtrieben.

Auf dem Gelände des Kraftwerkes lag von 1865 bis 1945 die Sprengstofffabrik von Alfred Nobel. Das schöne daran ist, bis auf den Bereich direkt am Kraftwerk und an den Umspannwerken kann das gesamte Areal betreten werden. Ein Großteil besteht aus Waldgebiet. In diesen Wäldern sind heute noch Spuren der alten Sprengstofffabrik zu finden. Diesen Spuren ist ein Multi-Cache mit Namen Auf den Spuren Alfred Nobels II gewidmet. Teil 1 müssen wir uns auch noch mal vornehmen.

Teil 2 führt von einem kleinen Parkplatz aus über hügeliges Waldgebiet zu insgesamt fünf Stationen, an denen jeweils noch Überreste der alten Fabrik zu sehen sind. Teils nur Betonfragmente, teils aber auch noch deutlich zu erkennende Bauwerksteile wie ein Schornstein oder ein in Erdwällen gelegter Eingang, dem man deutlich ansieht, dass er aus Kriegszeiten stammen muss. Nicht weit von der letzten Station liegt dann eine schöne große Dose als Final.

Eine schöne Tour war es, leicht anspruchsvoll vom Gelände her. Direkt im Anschluss hatten wir uns noch einen zweiten Multi-Cache ausgesucht: Chepre meets Sobek.

Nur einen guten Kilometer von den Spuren Nobels und ca. 1,5 km vom Kernkraftwerk Krümmel entfernt liegt seit 1958 das größte Pumpspeicherkraftwerk Norddeutschlands. 86 Meter hoch, 612 Meter lange Rohre und ein Speicherbecken, das 3,3 Mio. m³ Wasser fasst. Seit 1995 werden die Pumpen zusätzlich noch mit Strom aus einer Solaranlage neben den Rohren am Hang und einer Windkraftanlage oben betrieben. Neun Stunden dauert es, bis das Becken voll ist.

Um diesen „Energiepark Geesthacht“ führen 10 Stationen auf ca. 5 km Strecke. Bergauf, bergab teils eine Aanstrengende Tour, vor allem für nicht ganz so fitte Cacher. Wir haben sie dann doch geschafft und konnten knapp vor einsetzendem Regen die Final-Dose bergen, an einem Ort, der noch einen Kriegsrest, das Fundament einer alten Flakstellung, zeigt.

Diese Tour lohnt sich noch mehr als die Nobel-Tour, denn hier gibt es noch mehr zu sehen und auch was zu lernen. Beide Touren hintereinander waren anstregend genug, um hier den Cachetag abzubrechen. Doch es hat sich gelohnt, beide abzulaufen. Sie sind auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

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1 Comment

  1. Knutsen

    Sehr schöner Bericht. Ja, ich erinnere mich noch gut an die Tour. Gerade Chepre ist so hart wie ein Berg-Multi (oder eine Traditour) in BW. Hinterher fühlte ich mich auch ziemlich tot.

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