Bei vielen Thailand-Urlaubern stehen die Inseln Koh Samui und Phuket hoch im Kurs. Auf dem Festland kommen viele natürlich noch nach Bangkok, und wegen der Strände auch so einige nach Hua Hin. In Chiang Mai sind es schon weniger. Trotzdem gibt es hier, wenn schon keine Strände, doch einiges zu sehen.

Mit 148.000 Einwohnern ist das 1296 gegründete Chiang Mai nicht nur die größte, sondern auch die kulturell wichtigste Stadt Nordthailands. Von Bangkok ist sie sehr einfach erreichbar. Mehrfach am Tag fahren Busse und Züge. Dazu gibt es noch einen internationalen Flughafen, der neben den Fernstrecken mehrmals täglich von Bangkok aus von Air Asia und von Thai Airways angeflogen wird.

Während in den Bergen rund um Chiang Mai noch die Bergvölker auf traditionelle Weise wohnen, hat sich Chiang Mai stark gewandelt. Viele traditionelle Teakholzhäuser sind Betonbauten gewichen. Die ruhige Lebensweise weicht der Hektik der Stadt. Doch ein Teil ist erhalten geblieben. Von gut 200 buddhistischen Tempeln liegen viele noch in der Altstadt, die von einer Mauer und einem parallel dazu laufenden Wassergraben umschlossen ist. Über zahlreiche Brücken kommt man heraus. Auch in die östlich am Ufer des Flusses liegenden Stadtteile, die auch das Zentrum des modernen Chiang Mai beherbergen. Für Besucher ist aber größtenteils die Altstadt interessant.

Vom Flughafen kommt man per Auto in die Altstadt. Wer es komfortabel mag, der bucht sich zum Festpreis im Terminal ein Taxi. Kommt eine große Maschine, muss man dann aber auch mal eine halbe bis eine Stunde warten, bis wieder ein Fahrzeug zur Verfügung steht. Billiger geht es mit einem sogenannten Songthaew. Auf der Ladefläche des Pick Ups ist es zwar nicht unbedingt so bequem, doch in der Regel ist eines davon vor dem Flughafen zu finden. Der Bahnhof und auch das Busterminal liegen im moderneren Teil der Stadt im Osten. Hier sind dann auch TukTuks, dreirädrige Fahrzeuge, zu finden, die für einen günstigen Preis in die Altstadt fahren. In der Altstadt liegen auch die meisten Hotels und Guesthouses.

Die Liste der Sehenswürdigkeiten überlasse ich mal der Wikipedia. In der Hauptsache sind es Tempel und ein paar Museen. Besonders zu erwähnen ist der Sunday Night Market. Jeden Sonntag ab 16 Uhr wird die Hauptdurchgangsstraße der Altstadt auf 1,5 km vom östlichen Tor abgesperrt. Hier bauen die Händler dann ihre Stände auf. Tempelinnenhöfe werden zu Food Courts. Sehr viel Kunsthandwerk ist hier zu finden. Erstaunlicherweise versteckt sich zwischen den Ständen wenig Kitsch. Zum Gucken sollte man früh gehen, denn um so später der Abend, um so voller wird die Straße, bis es nur noch ein Gedränge ist. Die richtige Marktatmosphäre erlebt man erst nach Einbruch der Dunkelheit wenn tausend von Lichtern nicht nur die Markstände sondern auch die Tempel schmücken.