Was tut man, wenn man sich langsam auf Libanesisch oder Tapas als Abendessen eingependelt hat? Richtig, zum Chinesen gehen. Nach kurzer Recherche im Netz wurde uns das China Restaurant Peking Ente als eines der besten in Berlin empfohlen. Zugute kam ihm noch, dass wir vom Hotel aus nur wenige Stationen mit einer U-Bahn-Linie fahren mussten, um hin zu kommen.

Das Restaurant war schnell zu finden und wir bekamen selbst am Samstagabend noch einen der wenigen freien Tische. Viel war reserviert. Die Einrichtung erinnerte uns an chinesische Restaurants in Hongkong und Singapur. Einige große Tische waren rund und mit Drehplatten versorgt. Typisch chinesisch.

Der Service machte schon ab der Begrüßung den Eindruck von Hongkong-Chinesen und passte damit zu Berlin. Sie waren nicht unfreundlich, eher kurz angebunden. Doch das störte uns nicht.

Wir hatten schnell eine Karte in der Hand und Tsing Tao bestellt. Wir bestellten eine Auswahl von Dim Sum und eine hausgemachte Frühlingsrolle als Vorspeise. Die Dim Sum, die Petra hatte, waren vier Stück, unterschiedlich gefüllt und durchweg lecker. Die Frühlingsrolle schien durchaus hausgemacht. Die Füllung aus Hack, Möhren, Sprossen und mehr schmeckte deutlich anders als Tiefkühlprodukte. Auch sie war lecker und stimmte auf einen guten Hauptgang ein.

Petra hatte sich Rindfleisch gebraten in hausgemachter Schwarzpfeffer-Sauce mit Paprika und Zwiebeln bestellt. Das Gericht war etwas unerwartet und sehr pfefferig, schmeckte aber gut.

Ich hatte Entenfleisch-Stücke knusprig gebacken im Teigmantel, dann gebraten mit Paprika- und Zwiebelwürfeln, Blumenpfeffer und Chilischoten, serviert mit einer speziellen Sauer-Scharf-Sauce der Sichuan-Küche, scharf, ausgesucht. Auch hier bekam ich etwas, das ich so nicht erwartet hatte. Die im Teig ausgebackene Ente war sehr knusprig und die Gesamtkombination war einfach nur lecker. So richtig beschreiben lässt es sich nicht, aber es würde bei mir auf der Liste der empfehlenswertesten Gerichte kommen.

Auf ein Dessert verzichteten wir. Verständlich, wenn wir uns sogar einen Teil des Essens einpacken lassen mussten.

Bezahlt haben wir für all das zusammen 42,80 Euro. Darin sind dann auch gleich vier Bier enthalten. Meckern kann man auch da nicht. Selbst der etwas ruppige Service mit dem Hongkong-Chinesen-Flair passte zum Gesamtbild.