Warum landet ein Buch mit diesem komischen nach Schnulze klingenden Titel auf meiner Wunschliste? Im Nachhinein kann ich das nur mit dem Untertitel “Auf der Suche nach dem Atlantis der Wüste” erklären. Nun, ich wusste es nicht mehr, konnte mich auch nicht mehr erinnern, warum ich dieses Buch lesen wollte, und damit forderte ich es bei Tauschticket an.

So schlimm war es dann auch nicht. Als ich das Buch in den Händen hielt, stellte ich fest, dass es sich um die Erzählung einer Expedition in die Wüste handelte. Sicher, ich hätte das auch schon vorher herausbekommen können. Alles beginnt damit, dass Nicholas Clapp, Dokumentarfilmer mit Lehrauftrag an amerikanischen Universitäten, zusammen mit seiner Frau Kay die Rückführung von Antilopen nach Oman begleitete. Zurück in Amerika gibt es für beide nur noch eines – zurück in die Wüste Omans. Und dafür suchen sie einen Grund.

Bei der Lektüre diverser historischer Literatur zu der Gegend und dem Wink einer resoluten Buchhändlerin wird Clapp vom Mythos Ubar fasziniert. Jene Stadt soll in der Rub’ al-Khali, der Wüste Omans, gelegen haben und wegen ihres überheblichen Auftritts von Gott bestraft und untergegangen sein. In mühevoller Recherche kann Clapp die Mythen um Ubar rekonstruieren. Aber nicht nur das, mit alten Karten und neuen Aufzeichnungen der NASA kann er sogar ein Zielgebiet eingrenzen, in dem Ubar gelegen haben könnte.

Mit diesem Fakten in der Hand gelingt es ihm zusammen mit einem Archäologen eine Expedition auf die Beine zu stellen. Dank der Hilfe zahlreicher Sponsoren startet die Expedition. Nach einige Rückschläge können sie am Ende dann doch fündig werden. Sie haben tatsächlich die Stadt Ubar unter den Sandmassen der Wüste entdeckt.

Nach der Lektüre bin ich jetzt um einiges schlauer. Begrabene und reale Städte von denen ich noch nie gehört hatte. Wissen über die Wüste un den Umgang mit ihr. Fast komplett durch schreibt Clapp spannend seinen Reisebericht. Nur der Teil, den er mir Recherchen zubringt, den kann man lediglich als Interessant bezeichnen. Der Rest ist nicht nur Interessant, sondern auch spannend und packend. Mit der Zeit leidet der Leser bei den Rückschlägen sogar mit.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Wer sich für das Thema interessiert, der ist hier gut aufgehoben. Allen anderen könnte der humorvolle Stil des Autors gefallen.