Von Hamburg bis Hawaii

Unterwegs in aller Welt

Earthcaching – oder wie ich Statistikpunkte mache…

Heute am zweiten Tag wollten wir ein paar Länder-Statistik-Punkte machen. Der erste sollte in den Niederlanden sein. Da wir nur ein einfaches billiges Hotelzimmer gebucht hatten, hatte unser Magen zunächst ein Frühstück davor gesetzt. Beim Losgehen sahen wir das Hotelfrühstück, das sechs Euro kosten sollte, und waren froh, es nicht mit gebucht zu haben.

Da wir nicht in die Innenstadt wollten, um uns die Parkgebühren zu sparen, gab es nicht so viele Alternativen. McDonalds fällt schon mal grundsätzlich aus, und der Burger King um die Ecke machte erst um zehn auf. Wer uns kennt, weiß, dass wir um diese Zeit schon drei Caches gefunden haben. Wir entschieden uns für den nächsten Lidl, weil wir sowieso Aktionsware kaufen wollten. Dummerweise hatte dieser keine angegliederte Bäckerei. Also nahmen wir ein paar Bananen und ein Päckchen Snack-Salamis mit.

Leider lag direkt um die Ecke der Fabrikverkauf von Lindt. Wir hatten ihn sowieso als Ziel geplant, aber da er nun mal direkt um die Ecke lag, nahmen wir gleich in Kauf, auch ihn zu besuchen. Dieser Ausflug war recht fatal für die Urlaubskasse, setzen wir doch 47 Euro um. Wenn man dann aber davon ausgeht, dass es sich um Ware für einen regulären Preis von 90 Euro handelt, war es doch ein Schnäppchen. Verhängnisvoll ist ebenso die Tatsache, dass gegenüber der Fabrikverkauf von Bahlsen liegt. Wir wollten nur mal guggen, packten dann Ware für 6 Euro ein und rechneten kurz hoch. Zwischen 15 und 20 Euro würde das im Handel kosten. Unter anderem fünf Stollen, ok, das ist Saisonware, die weg muss, für zusammen einen Euro.

Jetzt sollte uns unser Weg endlich in die Niederlande führen. Der erste Earthcache bereitet uns aber Schwierigkeiten. Die Route, die uns unser Garmin vorschlug, war wegen Glätte (bei plus 8 Grad) gesperrt. Fünf Kilometer wollten wir dann doch nicht laufen. Ein selbst erarbeiteter Umweg führte ebenfalls zu einer Straßensperre. Und auch der dritte Weg führte nicht zum Erfolg. So viel dazu.

Der zweite Earthcache war dann nach langem Gegurke durch das Mergelland erreichbar. Dummerweise fehlte die Infotafel, auf der man die benötigten Informationen hätte finden sollen..

Angst und Bange um unseren Länderpunkt fuhren wir den nächsten Tradi an, den wir auf dem Gerät hatten. Es war einer von zwei. Ein Cache an einem Kreuz. Wir fanden die Standard-Filmdose und trugen uns in das nasse Logbuch ein. Damit war der Länderpunkt sicher. Der nächste sollte in Belgien liegen.

Unser Garmin navigierte uns recht zuverlässig auf matschige Forstwege, die wir tapfer umfuhren, bis wir auf einem Berg landeten, der einen grandiosen Blick ins grüne Tal lieferte. Ein Schloß (wie wir gerade herausgefunden haben Schloß Beusdael) stand von der Sonne beleuchtet unten, neben der Straße wehte eine belgische Flagge auf einem Bunker oder besser einer Schießscharte. Petra schlug noch vor, die Koordinaten aufzunehmen, um einen Waymark anzulegen. Ich war schon auf dem Weg, um ihn zu fotografieren. Ziemlich viele Fußspuren führten zum Eingang und ich dachte mir dabei, dass sich hier gut ein Cache verbergen könnte. Im Inneren sah ich mich um und mir strahlte ein Filmdosendeckel entgegen. Damit war, wenn auch unerwartet und ungeplant, der Länderpunkt Belgien sicher.

Wir fuhren weiter zum Earthcache an der Geul und suchten uns die passenden Informationen zusammen. Nachdem wir auch das obligatorische Bild gemacht hatten, ging es weiter nach Monschau. Hier hatten wir zuerst Probleme mit der Bezeichnung „Stadt“. Monschau besteht aus einer Burg und einzeln stehenden Häusern, die an Berghänge verteilt sind. Nur zwei Straßen führen in die Schlucht, und diese sind eng und unübersichtlich. So wie der ganze Ort, als mehr würde ich es nicht bezeichnen. Wir hatten schon massive Probleme, die Senfmühle zu finden. Dank unserer Technik, Smartphone und GPS, gelang es uns dann trotzdem. Wir besuchten hier den Fabrikverkauf, in einer historischen Senfmühle ist das ein Feinschmeckerladen und nahmen uns natürlich einen vor Ort hergestellten Senf mit. Auch dank unserer Technik konnten wir hier den direkt anliegenden Cache loggen. Den Weg verrieten die Spuren im gut 40 cm hohen Schnee.

Da wir das Tal um Monschau eher als beklemmend empfanden, wollten wir schnell weiter. Ein weiterer geplanter Punkt war das Dreiländereck. Ein Waymark führte uns an die Stelle, an der Deutschland, die Niederlande und Belgien aneinander grenzen. Wir machten das obligatorische Foto und stellten fest, dass hier die Ausrichtung voll auf Touristen war. Jede Menge Imbisse, die nach billigem für teuer aussahen, aber alle noch zu hatten.

Der Rückweg führte uns bei kurzfristig strömendem Regen in Aachen auf den Lousberg, wo wir die Daten für einen Virtual heraussuchten. Hiermit schlossen wir den Tag ab. Und wenn alles gut geht und wir für alle Earthcaches die Logerlaubnis erhalten, haben wir auch unseren 1000. Cache erreicht.

http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=239c71b4-e196-4f79-9319-055ecdf16a7b

Previous

Auf nach Aachen

Next

Und wieder nach Hause – mit Umweg

3 Comments

  1. Grüne Wiesen – Neiiiid!

    Und auch von hier Gratulation zu No. 1000 🙂

  2. @ Knutsen
    Saal? Muahaha. Direkt an der Rezeption / dem Ausgang aus dem Hotel, wo wir wegen gestern Automaten-Checkin heute unsere Rechnung abholten, stehen eine Handvoll Tische und ein ‚Buffet‘ Typ schlechtes Jugendherbergsfrühstück.

  3. CarlKnutsen

    Da ich nicht davon ausgehe, daß Euch die Logerlaubnis verwehrt wird: Herzlichen Glückwunsch zur ominösen 1.000 und den zwei Länderpunkten! Belgien fehlt mir imho auch noch…
    Beim vierten Satz musste ich schmunzeln, als ich mir die hochgezogenen Augenbrauen und das aus dem Saal gehen vorstellte. 😉

Schreibe einen Kommentar

Protected with IP Blacklist CloudIP Blacklist Cloud

Powered by WordPress & Theme by Anders Norén