Manche Artikel sollte man gleich schreiben, sonst verblasst die Erinnerung. Aber trotzdem möchte ich noch etwas nachholen. Letzten Dezember waren wir in Eckernförde. Natürlich waren wir auch Cachen und haben ein Cafe besucht, man hat eben so seine Prioritäten. Aber trotzdem ist auch das Städtchen selbst einen Ausflug wert.

Die Anfahrt von Hamburg ist mit etwas Verkehrsglück in gut einer Stunde geschafft. Relativ innenstadtnah fanden wir dann auch kostenlose Parkplätze, was uns schon ziemlich verwunderte. Vom Aufbau her erinnerte es uns an Lüneburg. Eine größere Parkfläche wurde in Fußentfernung von der Innenstadt, die Fußgängerzone ist, angelegt.

Was uns als erstes auffiel, waren die regionalen Läden. Hier noch der alte Metzgerladen, dort noch der Bäcker, zwar in modernem Outfit, aber regional und ohne Aufbackofen in den die Teiglinge aus dem großen Werk hineinkommen.

Wer weitergeht, steht in der Fußgängerzone, die vom Rathaus in den Stadthafen, in dem auch die Fischer mit ihrem Fang ankommen, führt. Hier ist es enger, und es wirkt wie vor dreissig Jahren. Das soll jetzt nicht negativ klingen, eher positiv sogar. Auch hier gibt es so gut wie keine Ketten. Viele kleine Läden haben hier überlebt und scheinen sich größter Beliebtheit zu erfreuen. Wo in anderen Städten der fünfte Fielmann aufgemacht hat, gibt es hier den lokelen Optiker, das kleine Teehaus und viele andere kleine und mittelständische Betriebe. Wir finden es sehr schön, wenn eine Stadt aus der Standardisierung ausbricht.

Durch diese Fußgängerzone führt auch ein Cache, ein feiner Multi, dem wir natürlich folgten. Lebenswege ist der Name, der einem Kunstwerk gleichen Namens folgt, das sich durch die ganze Stadt zieht. Wir folgten natürlich auch den Spuren, zu viel darf ich hier nicht verraten, und sahen dabei einige interessante Orte in Eckernförde. Nur am Final bzw. dem Ort, den wir als Final vermuteten, wurden wir dann von Baumfällern behindert.

Bonbonkocherei EckernfördeOhne Fund machten wir uns auf den Rückweg und machten an der Bonbonkocherei halt. In dieser kleinen Manufaktur werden noch Bonbons praktisch von Hand hergestellt und der Besucher kann in der gläsernen Küche zusehen. Wir nahmen eine Packung gemischter Sorten mit und gingen weiter zum Startpunkt des Multis, an dem u.a. das Café Heldt liegt. Hier verwöhnten wir uns mit Cafe und Torte. Auch dieses Cafe ist zu empfehlen.

Bevor es nach Hause ging, an den Strand wollten wir im kalten Dezember dann doch nicht mehr, fuhren wir noch mal mit dem Auto zum vermuteten Final. Die Baumschneider machten gerade Pause, und wir fanden eine weitere Zwischenstation. Ab hier war es dann nicht mehr weit zum wirklichen Final, den wir dann nach dem Abwarten einiger Hundemuggels schnell heben konnten.

Zum Abschluss kann ich nur sagen, Eckernförde ist ein Ausflug wert. Auch wir werden noch mal wiederkommen.