Von Hamburg bis Hawaii

Unterwegs in aller Welt

Ein Ausflug nach Lüneburg – oder endlich unser erster Large

Letzten Mittwoch hatte ich einen freien Tag und wir hatten uns eigentlich vorgenommen, auf die Reisemesse hier in Hamburg zu gehen. Reisemobile ansehen, neue Urlaubsorte entdecken usw. Doch weils mit dem Lottoschein nicht geklappt hat, haben wir uns das dann noch mal kurzfristig anders überlegt. Vielleicht auch, weil ich einen Mystery in Lüneburg gelöst hatte. Wer weiss schon genau, warum.

Also am Dienstag abend schnell noch nen Altstadt-Multi und ein Stapel Tradis rausgesucht und Mittwoch früh losgefahren. Normalerweise suchen wir uns bei Touren noch den ein oder anderen Cache für unterwegs raus. Aber dieses mal nicht, wir wollten möglichst früh da sein um noch einen der kostenlosen Parkplätze in Innenstadtnähe zu bekommen. Denn, das sollte noch dazu gesagt sein, Mittwochs ist in Lüneburg Markt.

Mit dem freien Parkplatz auf den Sülzwiesen hat es dann leider doch nicht geklappt. Aber nur hundert Meter weiter an der Straße war noch genau einer. Perfekt. Auf dem Weg in die Innenstadt musste dann auch schon Der rote Tradi in Lüneburg dran glauben. Nachdem ich den Cache wieder versteckt hatte und auf der Straße stand, wusste ich beim Anblick der Fenster in der Häuserreihe auch, warum der Tradi „Rot“ sein sollte.

Ishtar erzählte mir dann spätern noch eine schöne Geschichte dazu. Eine Mutter ging mit ihrem Kind an ihr vorbei während ich mich im Gebüsch nach der Dose bückte.
Der Kleine „Gugg mal Mama, der Mann sammelt Kastanien.“
Die Mutter: „Im Winter gibt es keine Kastanien mehr.“
Der Kleine: „Mama, ich will auch Kastanien.“

Es ging weiter über den Markt, der in Lüneburg wirklich schön ist. Im Moment scheint Lageräpfel-Ausverkauf zu sein. Teilweise bekommen man drei Kilo für einen Euro.

Die nächste Station war Der alte Kran. Das Rätsel hatte ich zu Hause eigentlich nur durch Zufall gelöst. Also schnell gepeilt und auch schon einen Versteckort gefunden. Getastet, gemacht, getan, aber nix da. Also erst mal die anderen Ecken abgesucht, aber auch nix gefunden. Dann habe ich mich an den Hint erinnert und… der erste Verdacht war der richtige. Dummerweise hatte ich das Döschen jetzt aber weiter versenkt, als es eigentlich sein sollte. Also ein Hilfsmittel mit den herumliegenden Ästchen gebastelt, drei Tonnen Rost in die Ilmenau gekippt… und dann doch noch das Döschen in der Hand gehabt. Versteckt habe ich es dann wieder vernünftig. Gewundert hat mich nur der Passat-Fahrer, der dauernd in der Nähe eine Parkplatz suchte, wieder wegfuhr, aus der anderen Richtung wieder kam usw. Als wir uns dann vom Versteck wegbewegten parkte er wieder. Cacher oder Zufall?

Um uns aufzuwärmen genehmigten wir uns jetzt erst mal einen Kaffee. Bei Chandler’s Coffee. Sehr schöner Coffee Shop, dezente Musik, gute Auswahl, auch Bio-Kaffees, wirklich zu empfehlen.

Auf dem Rückweg zum Auto lag der Multi LG-Altstadt (Der über das Wasser ging) genau auf dem Weg. Wir mussten nur kleine Umwege gehen, Station 1 liessen wir gleich ganz aus, das Rätsel hatten wir beim Kaffee schon gelöst. So viele große öffentlich-rechtliche Sendeanstalten mit drei Buchstaben gibt es nun mal nicht im Norden. Die Tour war sehr schön und am Ende fand Ishtar sogar die dritte Filmdose des Tages.

Von Filmdosen hatten wir jetzt erst mal genug. Mit dem Auto näherten wir uns Trödelmarkt am Lünepark. Laut Geocaching.com ein ausgewiesener Large. Schnell noch durchs Gebüsch und schon standen wir neben einem alten Kasernengelände, immer noch mit Stacheldraht abgesichert, und suchten. Wieder war es Ishtar, die das Versteck entdeckte während ich noch ratlos durch die Gegend stapfte.

Die Dose, kann man bei einem Large noch von Dose sprechen? Die Kiste war gut versteckt, sehr schöne Arbeit, sauer und stabil. Hier tauschten wir dann sogar mal Spielzeug, denn in der Dose fanden wir unser neuen Travelling Toy, das uns ab jetzt zu den Caches begleiten wird. Darf ich Euch vorstellen, Charly, the Caching Bear:

Der Rückweg nach Hause war von ein paar Micros geprägt. Wir hatten noch schnell eingekauft und steuerten dann langsam nicht ein paar Parkplatz-Caches an. Dabei prägt sich die Abkürzung YAPPET ein. Yet Another Parkplatz PETling.

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1 Comment

  1. Knutsen

    Klingt nach einer sehr schönen Tour, die Ihr da gemacht habt. 🙂 Bei der Story mit dem Kind musste ich kichern… was Cachen alles auslösen kann… ich hoffe, der Haussegen hing nicht für eine Weile schief danach bei den beiden. 😉 Sehr niedlich auch der Bär. 🙂

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