Doch richtig weggefahren sind wir nicht. Wir wollten in der Gegend bleiben, uns ein bisschen was ansehen und ein bisschen Geocachen. Das hat dann auch schon gut geklappt in dieser ersten Woche. Montag war Ruhetag.

Der Dienstag war recht harmlos. Wir hatten einige Besorgungen zu machen, und so trieb es uns nach Moorfleet, wo IKEA und Bauhaus auf dem Programm standen. Unter anderem brauchte ich eine neue Luftpumpe und Flickzeug, um mein Fahrrad wieder flott zu machen. Auf dem Weg dahin lag ein alt bekannter Cache vor uns, GN_ A1 / A25 / A24 tb hotel ikea/bking moorfleet, den wir um den Cornwall Geocoin erleichterten.

Um die Ecke lag dann noch ein kleiner Cache mit dem Namen µ #5 (Micro No. 5). Klingt harmlos, aber er ist direkt neben einer vielbefahrenen Kreuzung. Unbeobachtetes Loggen ist praktisch nicht möglich.

Mittwoch machten wir uns zu einem Ausflug nach Lüneburg auf. An der Autobahn hielten wir noch mal am TB – Schlosshotel Rasthof Stillhorn Ost. Hier platzierten wir den Cornwall Coin und nahmen dafür den Saarland Geocoin 2007 – shadow1408 #one mit.

Nachdem wir in Lüneburg angekommen und im Nudelkontor gefrühstückt hatten, schlenderten wir über den Markt und liessen uns von dem Angebot beeindrucken. Frische Ware zu Preisen, die wir hier in Hamburg auch gerne hätten.

Anschließend führte uns der Multicache Stadtrundgang 1 – Rund um das Lüneburger Rathaus eben um jenes herum. Fleissig lernten wir etwas über die Geschichte, sahen schöne alte Gebäude und fanden am Final natürlich den Behälter. Und weil es so schön war, machten wir uns auch noch auf den Stadtrundgang 2 – Lüneburger Innenhöfe. Es gibt wirklich schöne Innenhöfe in Lüneburg, und dieser Rundgang führt durch fünf davon.

Auf dem Rückweg nach Hause hielten wir in der Nähe von Lüneburg an einem ADAC-Trainingsgelände mit einem Steingrab gegenüber. Dort musste der Cache Vis-à-Vis dran glauben. Kurz vor der Autobahn kamen dann noch Red Fox 777, St. Johannis Salzhausen und TB / Coin Hotel Garlstorf. In letzterem fanden wir einen Travel Bug, der nach Greifswald wollte.

Am Donnerstag ruhten wir uns zu Hause aus. Ich teste am frühen Morgen aber zunächst das frisch reparierte Rad. Und es fuhr sich wunderbar. Dabei absolvierte ich gleich noch zwei Caches in der Umebung: Dealer und Wendebecken.

Der Freitag war wieder Ausflugstag. Wir wollten den Hofladen von Gut Wulksfelde besuchen. Auf dem Weg dahin lag auch schon wieder der erste Cache. Park zur Besinnung, hier war der Name Programm, liegt er doch an einem Kriegsopfer-Denkmal. Nach der Besichtigung des Hofladens, von dem ich mir mehr erwartet hatte als einen reinen Bio-Markt mit ein paar Produkten aus eigener Herstellung, ging es auch schon weiter nach Tangstedt. Pastorpark Nr.2 hies der nächste Cache, zufälligerweise wieder an einen Denkmal für Kriegsopfer. Das Versteck hier war einfach cool, ausgefuchst und dreist. Dieser Cache ist einer der Gründe, warum man cachen geht.

Nachdem ich mich überwunden hatte und instinktiv zugriff, nahmen wir eine schöne Coin mit Herr der Ringe-Background, Hanewald, heraus, legten die Saarland-Coin ab und hielten und nicht länger auf.

Der a-get-a-get-a-wedding-cache wartete. Dieser Cache war, wie der Name schon sagt, zur Hochzeit eines Cacherpaares gelegt worden. Schön ruhig im Wald ist hier eine große Dose versteckt, die wir natürlich auch fanden. Wir legten den Travel Bug auf seiner Reise nach Greifswald hier ab und nahmen den Ravennas langsamer Mini Geocoin mit.

Samstag früh fuhr ich wieder Rad. Der Cache hiess Versteckt / jetzt „F1“ – und enttäuschte mich. Es lag nicht direkt an der Herausforderung. Der Stelle, an der der Cache liegt, ist eine stark frequentierte Straße, entsprechend rücksichtsvoll muß man hier suchen. Der Cachebehälter war die Enttäuschung. Ein einfacher Magnetstreifen mit einem nicht vor Feuchtigkeit geschützten Logstreifen. Ein schönes Negativbeispiel, wie ich finde.

Später machten wir uns auf den Weg zu einem Spaziergang durch den Stadtpark. Unser 50. Cache lag vor uns und wir hatten uns etwas Besonderes rausgesucht. Ein Multi mit dem optimistisch klingenden Namen Abgestürzt. Am Start angekommen, wussten wir, warum der Name so gewählt war.

Über zwei Stationen wanderten wir zum Final, wo uns ein schönes und ausgeklügeltes Versteck erwartete. Es sprang mir sofort ins Auge, für Unbeteiligte war es aber praktisch nicht zu sehen, weil es wie ein Teil der Anlage wirkte. Wieder ein Cache, für den es sich lohnt, cachen zu gehen. Im Behälter lag eine USA-Coin, die wir schon mal in den Fingern hatten. Wir legten die Hanewald-Coin dazu. Ein schöner Spaziergang war es gewesen, bei dem Ishtar mit der Kamera die Muggels ablenkte.

Am heutigen Sonntag war wieder nur Radfahren dran. Schach-Café fand ich. Besonders schön ist hier, dass mal ein größerer Behälter als eine Filmdose an einem Ort versteckt ist, an dem es vor Muggels nur so wimmeln kann. Der zweite, Eichenlohweg auf dem Parkplatz eines nahen Supermarktes, war auch schnell gefunden. Von der richtigen Richtung kommend, war er sofort zu sehen.