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Essen in Penang

Eigentlich müsste dieser Artikel ja Essen in Georgetown heißen. Denn Georgetown, vor allem der historische Teil, der gleichzeitig UNESCO Weltkulturerbe ist, wird in der Regel mit dem kulinarischen Teil Penangs gleichgesetzt. Vor allem Chinesen und Inder bieten hier ihre Küche an. Aber auch die Nyonya-Küche, die die chinesische und malayische Küche mit vielen ausländischen Einflüssen verbindet, kommt nicht zu kurz.

Wer durch die Straßen auf Penang läuft und seinen Blick schweifen lässt, sollte auch etwas zu Essen finden. Wichtig ist, sich nicht von den supertollen Angeboten, die meist per Hand auf Tafeln geschrieben sind, ablenken zu lassen. In der Regel sind diese Restaurants von Zuwanderern betrieben und bieten sicher einiges, was wir aus der westlichen Küche kennen, aber bestimmt keine einheimische Küche. Eher sollte man nach Straßenständen oder Restaurants Ausschau halten, die nicht so fancy sind. Viele zeichnen sich z.B. durch Plastiktische und Plastikstühle aus. Wo das Essen und nicht die Optik im Vordergrund steht, da kann man meist etwas Gutes finden.

In der Nyonya-Küche gibt es so einige tolle Gerichte, doch man lässt sich am besten von seinem Gefühl leiten. Was man mag, findet man sowieso erst heraus, wenn man es probiert hat. Eines der bekanntesten Gerichte dürfte Laksa sein. Dies ist eine scharfe Suppe mit Nudeln. Asam Laksa heißt sie auf Penang, wobei das Asam für sauer steht.

Auch eher bekannt ist Rendang oder Redang, ein Currygericht. Es wird meist über Stunden geschmort. Dabei kommen je nach Herkunft des Kochs bzw. der Köchin diverse Zutaten zum Einsatz. 2011 wurde es bei einer Umfrage von CNN unter 35.000 Menschen zum leckersten Gericht der Welt erklärt. Wenn auch nicht geschmacklich, wäre es von der Art mit unserem Gulasch gleichzusetzen und wird aus Rind, Schwein oder Huhn hergestellt.

Ein gutes Laska zu finden ist nicht schwer. Aber auch hier sind die verschiedenen Zutaten, die gerne auch Familiensache sind, unterschiedlich kombiniert, so dass man einige probieren muss, bis man sein Laksa gefunden hat. Gutes Laksa soll es hier geben:

  • Chop Wah Chee coffee shop, gegenüber des Parkplatzes an der Zufahrt zum Kek Lok Si Tempel in Air Itam. Ideal also bei der Inselrundfahrt.
  • Nan Guang, an der Kreuzung von Jalan Tun Sardon und Jalan Balik Pulau
  • Kek Seng coffee shop, 284 & 382 Penang Road
  • Pasar Air Itam Laksa, auf dem Markt von Air Itam
  • Sar Chew economy rice shop, Cantonment Road
  • Famous Penang Road Laksa, 475 Jalan Penang

Rendang kann man unter anderem hier finden:

  • Mama’s Nyonya Food, 31-D Abu Siti Lane
  • Kampong Malabar, Penang Road vom Eastern & Oriental 100 Meter hinter dem Odeon Kino

Auch die chinesische Küche hat Leckeres zu bieten. Durch die zahlreichen Einwanderer aus China, die in Malaysia viele Chinatowns bevölkern, wurde die Küche vielfältiger. Besonders sollten die Dim Sum Restaurants genannt werden. Dim Sum sind nicht mehr als Häppchen, die in der Regel gedämpft werden. Es gibt aber auch gebratene und frittierte Dim Sum. Sie stammen aus der kantonesischen Küche und sind in der Regel gefüllte Teigtaschen. Die Füllungen variieren von vegetarisch über Fleisch und Fisch. Nicht selten sind auch Eier oder süße Füllungen in den Dim Sum. Je nach Geschmack kann man sie beim Essen in Sojasoße oder scharfe Dips tunken.

Hier ein paar Adressen:

  • De Tai Tong, 45 Cintra Street
  • Tho Yuen Restaurant, 92 Lebuh Campbell
  • Dim Sum Food Restaurant, 63 Lorong Macalistair

Es lassen sich noch viel mehr chinesischstämmige Gericht auf Penang in diversen Restaurants finden, die inzwischen so sehr in die einheimisch Küche übergegangen sind und angepasst wurden, dass sie sich nicht mehr rein Chinesisch nennen kann. Hokkien Mee, eine Art Bratnudeln, könnte da stellvertretend genannt werden.

Die indische Küche ist vor allem in Little India vertreten. Es gibt einige vegetarische Restaurants, die, wie alle anderen auch, Currys anbieten. Außerdem gibt es fast überall das allseits bekannte Chicken Tandoori. Hier sollte man darauf achten, dass das Huhn in einem Tandoor, einem mit Holzkohl geheizten Tonofen, zubereitet wird. Auch Briyani, ein würziges Reisgericht, ist weit verbreitet.

Gut Indisch essen kann man hier:

  • Restoran Kapitan, 93 Chulia Street, 24 Stunden geöffnet
  • Restoran Kasim Mustafa, 12 Chulia Street
  • Maharaj Indian Restaurant, 123 Jalan Penang

An die Desserts muss man sich erst gewöhnen. Da wäre z.B. Cendol. Aus Kokosmilch, Reis und Pandan werden kleine Jelly-Stücke hergestellt, die wie Würmer aussehen. Diese werden in Getränken, zu Eis und auf verschiedene andere Arten angeboten. Ais Kacang wird aus Eisblöcken geschabt, inzwischen maschinell, und je nach Anbieten mit Sirup, Cendol, Mais, Nüssen, Bohnen und vielem anderen versehen.

Zum Schluss hätte ich noch einen unerwarteten Tipp: Auf dem touristischen Penang Hill gibt es einen Food Stall, eine Ansammlung mehrere Läden, die Essen verkaufen mit gemeinsamer Sitzfläche. Trotz des großen touristischen Auflaufs wird hier wohl noch in jedem Laden selbst gekocht, mag er noch so klein sein. Wir haben hier oben ein leckeres Nasi Lemak, Reis mit scharfer Sosse, getrockneten Fischchen und Erdnüssen, gegessen.


Bücher zum Thema:

 Singapore & Penang Street Food

 Penang Nyonya Cooking

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1 Comment

  1. Bis auf das Dessert (Kratzeis, Sirup und Gelee mit Bohnen reizt mich eher weniger ;)) wäre ich gerade gerne hungrig in die Bilder gekrochen. Besonders die Dim Sum sehen fantastisch aus.l

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