Von Hamburg bis Hawaii

Unterwegs in aller Welt

GoPro Hero 3 Silver Edition

Auf unserer diesjährigen Tour durch die USA wollten wir einen Teil der Strecken dokumentieren. Vor allem dafür haben wir eine GoPro-Kamera ausprobiert. Dass wir damit bisher keine Erfahrung hatten, dürfte wohl auch ein Teil der Videos zeigen. Aber auch die Menge an Videos, die am Ende herausgekommen ist, denn es waren gar nicht so viele. Oft ging es uns so, dass wir am Ende einer Strecke feststellten, dass wir sie doch hätten filmen können. Ein mal, im Death Valley, sind wir sogar zurück gefahren, um die Strecke noch ein mal mit Kamera zu fahren.


Zurück zum Anfang. Wir wollten das mit der Kamera wirklich mal ausprobieren. Die Firma GoPro war so nett, uns eine GoPro Hero 3 Silver Edition (Amazon) zur Verfügung zu stellen. Dabei war eine Autohalterung. Vielen Dank dafür. Einzig Speicherkarten mussten wir uns selbst besorgen. Dafür haben wir uns zwei günstige 64 GB MicroSD Speicherkarten von Transcend bei Amazon bestellt. Wichtig ist hier, dass es Class 10 Karten sind, sonst kommt die Videoaufnahme nicht mit. Am Ende hätte uns eine gereicht, da wir ein Notebook dabei hatten und die Karte jeden Tag geleert wurde.

Für was haben wir die GoPro genutzt? Eigentlich nur, um einen Teil der Strecken, die wir gefahren sind, zu filmen. Dabei haben wir den Video- und den Time-Lapse-Mode benutzt. Beim ersten mal hatten wir die Kamera noch innen an der Frontscheibe angebracht, weil wir uns noch nicht trauten, sie aussen anzubringen. Da waren wir auf der California State Route 243 ab Banning unterwegs.

California State Route 243 from Von Hamburg bis Hawaii on Vimeo.

Man kann an der Bildqualität nicht meckern. Alles, was an diesem Video nicht gut aussieht, waren eindeutig unsere Fehler. Zum einen – das habe ich bereits erwähnt – war die Kamera innen angebracht, was viele Reflexionen und Flecken auf das Bild bringt, die von der Frontscheibe kommen. Zum anderen, wir haben den Time-Lapse-Mode benutzt, hatten wir noch nicht die richtige Bilderzahl und die Aufnahmegeschwindigkeit drauf. Dadurch ruckelt bzw. stottert das Ganze. Für den ersten Versuch sind wir mit dem Ergebnis aber zufrieden.

Ab der nächsten Strecke haben wir dann die Halterung benutzt und die GoPro aussen angebracht. Dabei haben wir verschiedene Positionen ausprobiert. Rechts oder links auf der Motorhaube vor der Frontscheibe hat dank des Weitwinkels das Problem, dass die Haube mit drauf ist. Einige werden den festen Punkt im Bild als Vorteil sehen, mich stört er. Immerhin hatten wir jetzt die Geschwindigkeiten und die Bilderanzahl für einen Time-Lapse einigermaßen im Griff.

Zion National Park – Durchfahrt – Timelapse from Von Hamburg bis Hawaii on Vimeo.

Zuerst trauten wir der Halterung ja nicht ganz. Doch sie saß bombenfest. Nur der Untergrund, auf dem sie sich festsaugt, der muss vorher gereinigt werden. Auch auf rauer Fahrstrecke machen ihr Stöße nichts aus.

Selbstredend haben wir auch die Videofunktion ausprobiert. Unsere Kamera machte eine höchste Auflösung von 1080p, die wir natürlich gewählt haben. Neuere Modelle können auch 4k-Video.

Ein kontinuierliche Videoaufnahme verursacht ganz andere Datenmengen als der Time-Lapse. Hier legt die Kamera alle 2 GB eine neue Datei an. Am Ende müssen alle noch zusammengefügt werden. Das geht mit der Software von GoPro vergleichsweise einfach.

20 Mule Team Road from Von Hamburg bis Hawaii on Vimeo.

Die Bildqualität, die hierbei herauskam, gefiel uns noch besser, als die, die ein aus Einzelbildern zusammengesetztes Time-Lapse bietet. Allerdings lohnt sich so ein Vorgehen nur für kurze abwechslungsreiche Strecken, sonst ist die Speicherkarte ganz schnell voll, und Langeweile macht sich breit.

Vor allem bei der Time-Lapse-Funktion störte uns, dass wir am Ende nur mit der Software von GoPro ein vernünftiges Video heraus bekamen. Sicher gibt es noch andere Programme, die das können, doch auf die schnelle fanden wir keines. Die Software von GoPro ist da recht speicher- und prozessorhungrig. Vor allem beim letzten Konvertierungsvorgang wurde unser MacBook ganz schön heiß unterm Prozessor.

Mit technischen Daten will ich hier jetzt nicht um mich schlagen. Die kann jeder beim Hersteller direkt nachlesen. Wichtig ist bei so einer Kamera die Bedienung. Die fanden wir so lala. Das kleine Display gibt nur die wichtigsten Informationen wieder. Durch das Menü muss man sich mit zwei Tasten drücken, die zusätzlich noch an verschiedenen Seiten liegen. Wer die Anleitung mit dem Menubaum nicht dabei hat, der ist in den einzelnen verschachtelten Punkten eine Weile unterwegs, bis er gefunden hat, was er sucht.

Als Alternative kann die Kamera auch per App gesteuert werden. Das ist weit bequemer. Zuerst muss dafür das Smartphone in das von der Kamera bereitgestellte WLAN eingebucht werden. Bei uns waren WLAN-Name und Passwort das gleiche. Da in keiner Anleitung eines erwähnt wurde, hoffe ich mal, dass es überall so ist. Damit ist es leicht zu merken, aber leider nicht wirklich sicher. Sind Kamera und Smartphone verbunden, kann die Kamera gesteuert werden. Wie gesagt, das ist ganz bequem. Leider ist das Fenster mit dem Vorschauvideo doch ziemlich klein, und es dauert immer ein bisschen, bis es sich aktualisiert hat. Das wäre dann aber auch der einzige Minuspunkt, den wir an der App gefunden haben.

Neben der Bedienung ist die Bildqualität, die heraus kommt, der zweite wichtige Punkt. Hier haben wir nichts zu meckern. Uns gefiel das Ergebnis. Lediglich bei Gegenlicht hatte die Kamera ein paar Probleme, die sich aber später per Software noch ausbügeln lassen.

Für uns kommt jetzt die Frage, ob sich der Einsatz der Kamera gelohnt hat. Ja, aber, so lautet die Antwort. Zur Dokumentation abwechslungsreicher Strecken wie bei uns z.B. in US-Nationalparks war sie eine wirkliche Bereicherung. Ansonsten, vor allem zu Hause, hätte ich im Moment nicht so den richtigen Anwendungszweck.

Aber vielleicht habt Ihr da ja eine Idee. Habt Ihr eine GoPro oder eine ähnliche Kamera? Nutzt Ihr sie auf Reisen? Was macht Ihr für Videos damit?

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1 Comment

  1. Seeehr schicke Videos, vielen Dank für’s Ausprobieren und Zeigen. 🙂 Da bekomme ich schon Lust selbst sowas zu machen. Aber der Preis und die für mich auch seltenen Möglichkeiten zur Anwendung schrecken doch noch etwas ab…

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