Wir kamen Nachmittags an, mussten den Mietwagen abgeben, flogen aber erst am nächsten Tag früh los. Also mussten wir uns eine Übernachtung in Tucson suchen. In Flughafennähe entschieden wir uns für das Hampton Inn. Es hätte vom Hotel zwar ein Flughafenshuttle gegeben, doch zu Fuß waren es nicht mal zehn Minuten. Hier konnten wir es wirklich nicht besser treffen.

Hatten wir bisher immer Unterkünfte im Motel-Stil gehabt, so hatten wir auch hier mit gerechnet. Doch das Hampton Inn ist ein richtiges Hotel. Es gehört zur Hilton-Gruppe und bedient den Low-Cost-Sektor. Dennoch muss man hier kein Low-Cost-Gefühl erwarten.

Das Einchecken ging schnell und reibungslos. Wir bekamen unserer Türkarten und eine Wegbeschreibung. Durch einen langen Gang, mit dem Aufzug nach oben und um die Ecke. Das Zimmer bot die übliche Standardausstattung. Bett, TV, Klimaanlage, Mikrowelle, Kühlschrank. Ein lustiges Detail war das Brett mit zwei Griffen, das auf dem Bett lag. Man konnte es sich als Tablett auf den Schoss legen, wenn man im Bett liegt. Darauf: logischerweise die Fernbedienung, eine Senderübersicht und das TV-Programm.

Daneben ein Bad mit Dusche (wie bisher fast immer in USA flache Badewanne mit Duschvorhang), Shampoopröbchen und völlig unerwartet eine Kaffee-Pad-Maschine. Es ist zwar logisch, sie in die Nähe von Wasser zu stellen, aber in das Bad?

Im Grunde haben wir hier nichts zu meckern. Und doch gibt es einen Minuspunkt für die Fenster. Direkt in Flughafennähe hätten wir eine bessere Lärmdämmung erwartet. Ziviler Flugverkehr ist nachts keiner, allerdings ist hier auch die „Tucson Air National Guard Base“. Und die üben auch gerne mal Nachts um zwei mit ihren F-16-Kampfflugzeugen. Startgeräusche im Minutentakt donnern durch die Gegend und man ist wach.

Am Morgen dann, mit ein paar Stunden Schlaf mehr, die Überraschung am Frühstücksbuffet. Es gibt nicht nur das übliche aus schlechte süssen Donuts und Muffins, bitterem Kaffee in Styroporbecher und Aroma-Marmelade aus kleinen Portionspäckchen. Eier, eine Waffelstation und Obst stehen auch noch bereit. Doch was mehr erstaunt, ist das Gefühl, auf einer deutschen Luftwaffenbasis zu sein. Gefühlt trägt die Hälfte der Anwesenden deutsche Luftwaffenuniform. Deutsche Namen stehen auf den Namensschildern auf der Brust. Die andere Hälfte trägt US-Uniform und scheint auch aus dem fliegerischen Bereich zu kommen. Immerhin gibt es dadurch eine gewisse Ordnung und kein Drängeln, wie wir es in anderen Motels erlebt haben.

Für einen Kurzaufenthalt direkt nach der Ankunft oder kurz vor dem Abflug ist das Hampton Inn am Airport Tucson zu empfehlen. Für den längeren Aufenthalt würde ich mir was netteres zentraleres suchen.

Die Qualität der Bilder bitte in zu entschuldigen, die haben leider unter zu wenig Licht gelitten.


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