Was macht ihr, wenn ihr in ein Hotel wollt und die Tür ist zu? Es ist Nachmittag, beste Check-In-Zeit, ihr parkt direkt vor der Tür, nehmt euer Gepäck, und die elektrische Schiebetür geht nicht auf.

So ging es uns auf unserem Trip von Dornbirn nach Brüssel. Wir hatten uns die Strecke in drei Etappen unterteilt und waren für die erste der beiden Nächte auf ein billiges Holiday Inn Express im Süden von Strasbourg, genauer in Geispoldsheim, aufgesprungen. Gleichzeitig konnten wir so Accelerate-Aufgaben erfüllen.

HIX-Strassburg-2017-05-24-SM-A510F-27-72dpi

Nun, wir standen vor dem recht komisch gebauten Holiday Inn Express im Industriegebiet, und die Tür ging nicht auf. Drinnen hinter dem Glas war auch niemand zu sehen. Wir suchten schon wild einen anderen Eingang. Aber durch das Layout war klar, dass es nur hier hinein ging. Als wir nach einer Telefonnummer suchen wollten, taucht hinter der Tür eine Putzfrau auf. Wildes Klopfen machte sie auf uns aufmerksam. Und sie verschwand.

Plötzlich öffnete sich die Tür vor uns. Wir gingen hinein und stellten uns an die Rezeption. Außer der Putzfrau, die weiter ihrer Aufgabe nachging, war niemand zu sehen. Irgendwann kam jemand vom Housekeeping vorbei, interessierte sich aber auch nicht für uns. Und dann stand nach gefühlt mehreren Tagen Wartezeit ein Rezeptionist vor uns.

Unsere Reservierung wurde nicht gefunden. Auch mit der Bestätigung auf dem Display des Smartphones nicht. Doch wir bekamen ein Zimmer zum gleichen Preis. Mehrfach mussten wir darauf hinweisen, dass unsere Rewards Club Nummer mit aufgenommen wurde. Dann waren wir nach dem Hinweis auf die Frühstückszeiten auf dem Weg zum Zimmer.

HIX-Strassburg-2017-05-24-SM-A510F-27-72dpi-3

Alles in allem keine prickelnde Erfahrung, das kennen wir von Holiday Inn Express besser. Doch die Übernachtung war günstig. Der Aufbau des Hotels erinnerte eher an ein Motel, nur die Zugänge zu den Zimmern waren innen und nicht aussen. Später bekamen wir heraus, dass IHG hier wohl ein Novotel übernommen hatte.

Die Ausstattung des Zimmers entsprach dem gewohnten Holiday-Inn-Express-Bild. Bett, Klappsofa, Fernseher, Wasserkocher mit Tee und Instant-Kaffee, Safe, Bad mit Dusche. Die Klimaanlage fungierte auch als Heizung und funktionierte, ebenso das WLAN. Mehr gibt es hierzu nicht zu sagen. Einfach und praktisch, wie gewohnt.

HIX-Strassburg-2017-05-24-SM-A510F-28-72dpi

Über den langen Gang zurück zur Rezeption ging es direkt dieser gegenüber zu einer Eismaschine. Der Frühstücksraum dahinter beherbergte noch eine Bar, die wir nicht ausprobierten. Die Auswahl sah nicht so spannend aus.

HIX-Strassburg-2017-05-24-SM-A510F-28-72dpi-3

Interessant ist das Gelände, zu dem es hier durch eine große Fensterfront geht. Hier gibt es einen Pool, der leider geschlossen war, und eine zwei Hektar große Parkfläche. Dies ist eher ungewöhnlich für ein Holiday Inn Express.

HIX-Strassburg-2017-05-24-SM-A510F-28-72dpi-2

Das Frühstück am nächsten Morgen war dann auch eher französisch angehaucht. Der Kaffee war trinkbar. Neben dem üblichen Wurst, Käse, Marmelade und Brötchen-Aufbau gab es Waffeln und Croissants, die auch noch schmeckten.

Beim Check-Out wurde uns dann mitgeteilt, dass das Hotel ja schon bezahlt war – das hatten wir bei den Anreise getan – und wir aufgrund eines Systemausfalls keine Rechnung bekommen könnten. Diese käme per Mail. Natürlich mussten wir noch einmal drauf drängen, dass unsere Rewards Club Nummer aufgenommen wurde. Die Abrechnung und Rewards-Buchung, so konnten wir zwei Wochen später nachvollziehen, klappte dann aber korrekt.

Fazit

Für eine schnelle Nacht an der Autobahn lohnt sich das Holiday Inn Express Strasbourg – Sud. Sonst aber wohl eher nicht. Für einen Urlaub sind Parkanlage und Pool zwar schön, die Autobahn dahinter aber eher nicht. Und für den Städtetrip nach Strasbourg lohnt es sich auch nicht, dafür liegt es zu weit ausserhalb. Ansonsten bietet es gewohnten Holiday Inn Express Standard, von unseren Problemen mit der Tür und der IT mal abgesehen.