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Holiday Inn Seaport Beach Ijmuiden – Review – now Apollo Hotel

Wie schon im Artikel zum Crowne Plaza Antwerpen erklärt, verbrachten wir ein langes Wochenende in Belgien und den Niederlanden um einige IHG Accelerate Punkte abzuhaken. In den Niederlanden ist die Auswahl an IHG-Hotels nicht so riesig. Die meisten drängen sich in Amsterdam, wenige befinden sich ausserhalb davon. Das Holiday Inn in IJmuiden bot sich durch seine Strandlage und dem, im Vergleich zu den anderen ausserstädtischen Hotels günstigen Preis von 78 Euro die Nacht, direkt an.

Was wir bei der Buchung nicht wussten und erst nach dem Einchecken im Zimmer feststellten: ab dem 4. April wird aus dem Hoilday Inn ein Apollo Hotel. Leider landeten wir mitten in der Umstellung und die Crew des Hotels war wohl auch nicht mehr im Holiday-Inn-Modus.

Wir waren etwas früh in IJmuiden. Also parkten wir auf dem kostenpflichtigen Strandparkplatz (8 Euro pro Tag), der auch als Hotelparkplatz fungierte. An der Rezeption wurden wir eher vorsichtig begrüßt. Nichts deutete auf den uns bekannten freundlichen Holiday Inn Service hin. Natürlich war noch kein Zimmer für uns bereit. Das konnten wir verstehen, wir waren doch einiges zu früh. Doch wir konnten schon mal einchecken und mussten nur später die Türkarten abholen. Das war ok für uns. Nach einigem hin und her war die Reservierung gefunden. Die Rezeptionistin fragte nach der Kreditkarte zur Bezahlung. Wir waren irritiert, war doch das Zimmer schon vorab bezahlt worden. Noch mal sah sie in der Reservierung nach und akzeptierte das so mit einer Entschuldigung. Auf die weitere Ausstattung des Hotels wurden wir nicht hingewiesen. Allerdings auf das Frühstück ab sieben. Mit dem Wissen, ein Zimmer ohne Frühstück gebucht zu haben, fragte ich nach, ob es denn im Zimmerpreis inkludiert wäre. Auch hier musste sie erst wieder in der Reservierung nachsehen, um dann mit einem lapidaren „no“ zu antworten. Von Aussen sah das Hotel nach einem Holiday Inn aus, von Innen fühlte es sich allerdings nicht so an.

Nun, wir gingen eine Runde den Strand lang und tranken einen Kaffee. Zurück vom Strand versuchten wir herauszufinden, ob das dem Hotel zugehörige Restaurant Beaufort geöffnet war. Drinnen wurde gerade nach dem Frühstücksbetrieb gereinigt. Eine nette Asiatin, die den Staubsauger durch das Restaurant schob, sagte uns, es wäre offen. Sie nahm dann auch die Bestellung auf und brachte uns zwei leckere Burger. Dann war wohl Schichtwechsel. Die neue Bedienung brauchte mehrere Anläufe, um zu verstehen, dass wir bezahlen wollten.

Um 13:45 kamen wir zurück an die Rezeption. Die erneute Begrüßung der gleichen Frau an der Rezeption war ebenso nüchtern wie zuvor. Auch ihr Lächeln hatte sie in der Zwischenzeit nicht wiedergefunden. Ebenso wenig ihre Aufmerksamkeit. Wir fragten, ob das Zimmer denn nun so weit wäre. Sie rief das Housekeeping an und fragte, ob das Zimmer fertig sei. Nein, war es nicht, sagte sie uns. Aber wir könnten ja zur offiziellen Check-In-Zeit wieder kommen. So in 15 Minuten vielleicht. Um 14 Uhr. In dem Moment hatte es uns etwas die Sprache verschlagen. Wir gingen erst mal eine weitere Runde an den Strand und einen weiteren Kaffee trinken.

Eine Stunde später zurück an der Rezeption musste sie erneute das Housekeeping anrufen und nachfragen, ob unser Zimmer denn nun fertig sei. Wir stellten also fest, dass sich in diesem Haus wohl nicht wirklich um ankommende Gäste gekümmert wurde. Wir bekamen nun ein anderes Zimmer. Doch auch hier musste sie erst mal telefonisch nachfragen, ob es denn fertig sei. Wir konnten nur mit dem Kopf schütteln.

Mit den Türkarten bewaffnet bezogen wir unser Zimmer. Auch hier fühlte sich nichts so wirklich richtig an. Uns erschien es, als wären hier drei Renovierungsphasen vorhanden. Das Bett bestand aus zwei Einzelbetten, die nicht mal richtig zusammen standen.

Dahinter befanden sich zwei Sessel mit einem kleinen Tisch, die total unbequem waren.

Die Tür zum Balkon lies sich nicht öffnen. Entweder wir waren zu blöde oder sie war abgeschlossen. Wir fragten aber auch nicht weiter nach, denn draussen wehte ein kalter Wind und wir wollten uns sowieso nicht raus setzen.

In der anderen Eckes des Raums stand ein über Ecke zusammengebastelter Schreibtisch mit einem weiteren Stuhl.

Hier befand sich auch die Tee- und Kaffeestation mit einem Wasserkocher, der nicht gerade unter den Wasserhahn am Waschbecken passte. Dazu gab es Instant-Kaffee und vier Teebeutel. Neben den Tassen befanden sich zwei winzige Löffel aus Plastik.

Daneben hing auch der Fernseher, der in einem komischen Winkel zum Bett stand. Die Wand hätte auch mal etwas Farbe nötig.

Direkt neben der Zimmertür fand sich eine Truhe mit Gepäckablage und ein Schrank mit dem Zimmersafe. In letzteren passte gerade so ein 13″ MacBook. Irgend jemand musste dem Hotel gesagt haben, dass in einen Schrank auch Schubladen gehörten. Anders können wir uns nicht erklären, warum eine kleine Kommode im Schrank stand.

Aus alten Zeiten stammte noch der „Main Switch“. Die Unart, dem Gast den Strom zu nehmen, wenn er das Zimmer verließ, hatte man hier allerdings aufgegeben und er diente wohl nur noch dekorativen Zwecken.

Im kleinen Bad gab es eine Badewanne.

Auch diese war schon etwas mitgenommen.

Neben dem besagten Waschbecken, dessen Wasserhahn zu niedrig für den Wasserkocher war, gab es dann noch ein kleines Kit aus Schuhputzschwamm, Seife und Nähset. Und ein betagter Fön.

Der Seifenspender auf der anderen Seite des Waschbeckens enthielt das Shampoo. Dafür hing die Seife dann an der Badewanne.

Mit dem Ziel, kürzere Artikel zu schreiben, ist dieser hier dann wieder etwas lang geworden. Doch unsere Erfahrungen im ehemaligen Holiday Inn IJmuiden liesen sich nicht kürzer beschreiben. Ich glaube, man kann es aus dem Text schon herauslesen. Das Hotel wird uns trotz der guten Lage am Strand nicht wieder sehen. Immerhin war am Ende das Parken kostenlos.

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1 Comment

  1. erheiternd fand ich auch, dass der Türspion offensichtlich für Menschen jenseits von 1,80 m Körpergröße konzipiert war, ebenso wie das viel zu hoch aufgehängte Waschbecken im Bad – kleine Menschen oder Kinder hätten hier einen Tritt gebraucht. Der „Einbauschrank“ versprühte den Charme einer Jugendherberge.

    Insgesamt machte die Belegschaft, bis auf zwei der Restaurantcrew, einen mächtig desinteressierten Eindruck, von Service-Mentalität oder gar Gastfreundschaft war wirklich nicht viel zu verspüren.

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