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Hotelpreisvergleich

Der Flugpreisvergleich hat ja schon gezeigt, dass es keine allgemein gültigen Tipps geben kann. Ob dies mit Hotelpreisen ähnlich aussieht, werden wir jetzt herausfinden. Wie bei den Flügen haben wir uns drei Szenarien zum Vergleich gewählt.

Da wäre das schon bekannte lange Wochenende, eine Städtereise mit drei Übernachtungen, etwas citynahes mit bestimmter Ausstattung, aber nicht auf ein bestimmtes Hotel fixiert. Das zweite wäre eine zweiwöchige Urlaubsreise, in der eine Unterkunft gebraucht wird. Und das dritte Szenario ist dann das ganz spezielle Hotel, in welches man unbedingt will.

Langes Wochenende in Amsterdam

Im Flugpreisvergleich hatten wir schon das Beispiel mit dem langen Wochenende in Amsterdam. Beginnen wir hier wieder. Drei Übernachtungen sollen es werden, ich möchte ein zentrales Hotel, und es soll zumindest eine Badewanne haben. Kostenloses Internet über WLAN wäre nett.

Da Kayak so gut im Flugpreisvergleich abgeschnitten hat, versuche ich es als erstes damit. Ich kann hier zwar keinen Stadtteil festlegen, aber ich kann die Suche nach Hotels im „Stadtgebiet“ oder eine bestimmte Kilometerzahl vom Stadtzentrum weg einschränken. Die Ausstattungsfilter sind leider recht rudimentär.

Schön und hilfreich ist die Kartenansicht

Allerdings muss ich hier dann aufgeben, denn die Filtermöglichkeiten sind mir nicht genug. Kayak ist sowieso nur eine Vergleichssuche und würde mich dann auf die Buchungsseiten weiterleiten. Für einen ersten Überblick reicht es aber. Mir fehlt hier einfach genauere Information zur Zimmerausstattung.

Unser bisher liebster Hotelbucher ist booking.com. Machen wir hier weiter, denn hier haben wir bisher immer etwas gefunden. Der erste Vorteil fällt schon bei der Stadtsuche auf. Es gibt nicht nur Amsterdam in der Liste, sondern auch Amsterdam (Zentrum). Auch die Filtermöglichkeiten sind vielfältig.

   

Nach dem Setzen der Filter WLAN, Badewanne, Hotel, Zentrum und Frühstück bleiben 18 Hotels über. Sortiere ich diese nach Preisen, stelle ich fest, dass die Sortierung gar nicht stimmt. Das billigste Angebot ist gar nicht oben.

Hilfreich ist das nicht gerade. Hier muss man noch etwas durch die Tabelle gucken. Das oberste Hotel ist im Prinzip das günstigste, jedoch in einer anderen Zimmerkategorie. Also sollte man sich hier nicht verwirren lassen. Das günstigste Hotel in meiner Wunschkategorie ist das Nicolaas Witsen mit 365 Euro bei booking.com. Steuern und Tourismusabgabe sind schon im Preis mit drin.

Viel Werbung mach Trivago. Mal sehen, was dahinter steckt. Zu meiner Überraschung ist Trivago auch noch eine Vergleichssuche, die mir die Angebote der verschiedenen Hotelbucher auflistet. Positiv wären die vielen Filtermöglichkeiten anzumerken. Ich spare mir ab hier Screenshots, sonst wird das zu umfangreich. Die Suchergebnisse sind hier ganz anders.

Die Preise werden leider pro Nacht angegeben. Ein Gesamtpreis wäre nett. Die Anzeige der Bewertungen ist angenehm, dabei fällt mir gleich auf, dass mir das billigste Hotel nicht gefallen könnte. Also nehme ich das zweite, das Hampshire Hotel, das 96 Euro die Nacht kosten soll. Mit 288 Euro auf drei Nächte gerechnet wäre das dann schon mal günstiger als booking.com. Ich werde auf die Website von lastminutetravel weitergeleitet. In der Tat kostet hier das Hotel 287,81 Euro. Da mir der Anbieter nichts sagt, könnte ich ihn auch bei Opodo buchen, allerdings für 10 Euro die Nacht mehr.

Opodo ist sowieso ein gutes Stichwort. Mit Opodo haben wir auch gute Erfahrungen gemacht. Was ich hier gelernt habe: Opodo benutzt booking.com. Die Filter sind identisch und auch im Suchergebnis kann ich nach „booking.com empfiehlt“ filtern. Auch der Preis des Hotels Nicolaas Witsen ist mit 365 Euro gleich. Da ich hier aber nicht so genau auf Entfernung filtern kann, finde ich noch das Hotel Alfa Plantage mit 251,40 Euro. Bei booking.com ist es gerade so aus dem Radius gefallen. Hier lohnt sich also auch, ein paar Meter flexibler zu sein.


Expedia ist für diesen Zweck hier auch sinnlos. Die Filtermöglichkeiten sind praktisch nicht vorhanden. Ich kann eine kostenfreie Tageszeitung auswählen, aber kein kostenloses Internet. Ich kann Haartrockner anhaken, aber nicht Badewanne…

hotel.idealo.de hat einige interessante Filter. Allerdings nicht nach einer Badewanne. Nach Bad ja, aber eben nicht nach Wanne.

Das günstigste Hotel kostet 192 Euro die Nacht, die Bewertungen sind solala. In den Details erfahre ich dann, dass es die gewünschte Badewanne nicht gibt. Ich muss mich durch die Infos der Hotels druchklicken und erst das Atlanta Hotel hat eine Badewanne. Ich werde auf lastminute.de weitergeleitet und da kostet es dann 250,75 Euro, allerdings ohne Frühstück und zuzüglich Steuern. Hier breche ich ab, brauchbar für meine Zwecke ist Idealo also nicht.

Ein weiterer großer Anbieter auf dem Markt ist HRS. Das einzige was fehlt ist die Filtermöglichkeit nach einer Badewanne. Leider kann ich die Suche auch nur auf drei Kilometer um das Zentrum eingrenzen. Deswegen muss ich die Liste durchsehen. Das günstigste Angebot in Sachen Preis ist das Hotel Isis, welches allerdings 2 Kilometer vom Zentrum weg ist. Es kostet 200 Euro für das Wochenende, jedoch ohne Frühstück und ohne Badewanne. Warum es mir angezeigt wird, weiss ich nicht, da ich „Frühstück inbegriffen“ angehakt hatte. Am günstigsten mit meinen Kriterien ist das Hotel Singel mit 358 Euro. Auch hier musste ich einige Zeit suchen.

Beim Besuch von hotel.de war ich sprachlos. Filter: Fehlanzeige. Ich gebe ein, wann und wo und bekomme ein Ergebnis. Ende. Das hilft nur, wenn ich genau weiss, in welches Hotel ich will.

Auch auf Agoda kann ich nicht nach Zimmerausstattung filtern. Spannenderweise fehlt auch die Sortierung nach Preis. Sehr ungewöhnlich.

Asiarooms klingt für eine Suche nach Hotels in Amsterdam eher unpassend. Kein Wunder, denn dieser Anbieter ist eher auf Asien spezialisiert. Trotzdem bekomme ich ein Ergebnis. Leider kann ich dieses nicht nach Zimmerausstattung filtern. Das Schöne ist die Kartenfunktion. Ich zoome in den Bereich, in dem ich Hotels sehen möchte, und unter der Karte sind auch nur Hotels aus diesem Bereich zu sehen.

Im günstigsten Hotel muss ich mir sogar Bad und Toilette mit anderen teilen. Leider finde ich nichts, was meinen Kriterien entsprich. Die Suchfunktion über die Karte ist aber wirklich nett.

Das Fazit: booking.com oder Opodo mit der booking.com-Engine liefern für uns die besten Ergebnisse.

Zwei Wochen Sommerurlaub in Sölden

Den Sommerurlaub buchen die meisten doch pauschal. Vor allem, wenn es an den Strand geht. Doch Österreich ist eher das Selbstfahrerland – da fliegt man nicht. Also wird auch oft die Unterkunft selbst gebucht. Das passt zu unserem Vergleich.

Reine Preisvergleicher werde ich einfach weg lassen. Deswegen beginnen wir mit booking.com. Da wir ja mit dem Auto da und damit flexibel sind, müssen wir nicht so zentral wohnen.

Das günstigste Ergebnis kostet 476 Euro. Wir werden es ignorieren, da es hier nur ein Schlafsofa gibt. Also bietet uns booking.com eine Unterkunft für 525 Euro.

Von Opodo wissen wir ja schon, dass sie booking.com als Such-Engine benutzen. Völlig unüberraschend ist das Ergebnis auch dasselbe.

Auch dieses Mal kann Expedia überraschen. Vor allem mit dem Preis.

854 Euro soll die günstigste Unterkunft kosten, die dann aber auch noch 15 km vom Ziel entfernt ist. Bei booking.com waren es nur 4 km.

HRS zeigt leider nur den Preis pro Nacht an, aber rechnen kann man ja auch selber. Oder man klickt auf die entsprechende Unterkunft um sich den Gesamtpreis anzeigen zu lassen.

560 Euro ist der Gesamtpreis.

Bei hotel.de ist es ähnlich.

Auch hier ist der Preis pro Nacht aufgeführt. Hier sind es im günstigsten Fall dann 644 Euro.

Bei Agoda fehlt die Sortierung nach Preis, was es schwer macht. Ich muss die ganze Liste, 78 Unterkünfte sind es, durchsehen. Am Ende finde ich eine Unterkunft für 588 Euro. Die Preise, die pro Nacht angezeigt werden, sind teilweise günstiger, dann aber für ein Einzelzimmer.

Am Ende hat wieder booking.com die Nase vorne. Sie haben den günstigsten Preis und die beste Auswahl.

Zwei Nächte im Bellagio

Ein Zwischenstop in Las Vegas kommt in jeder USA-Südwest-Reise vor. Ab und zu gönnt man sich auch mal etwas Besseres. Also haben wir auch schon unser drittes Szenario; Wir gönnen uns zwei Nächte im Bellagio in Las Vegas.

Bei dieser Mission kann ein Preisvergleicher sinnvoll sein. Versuchen wir es mit Kayak.

352 Euro für die beiden Nächte über Olotels, wer auch immer das ist. Da bei den Flugpreisen hinterher oft die Meldung kam, der Preis hätte sich geändert, versuchen wir das mal. Und in der Tat hätte ich am Ende den angezeigtem Preis bekommen.

Die Frage aller Fragen ist natürlich: Geht das billiger?

Hier der Schnelldurchlauf:

booking.com – 359 Euro
Olotels über Trivago – 320 Euro
Opodo – 359 Euro
Expedia – 361,50 Euro
HRS – 325,46 Euro
hotel.de – Hotel nicht gefunden
Hotel.idealo.de – Keine Angebote für den Zeitraum
Agoda – 334,59 Euro
Asiarooms – Hotel nicht vorhanden
Priceline.com – 324,38 Euro
und direkt beim Hotel – 366,81 Euro

Vergleichen hilft hier Geld sparen. Am billigsten war es über Trivago, was auch hier die Empfehlung wäre. Allerdings nur, wenn man einige Vorkehrungen trifft. Auch Olotels ist nur ein Vermittler und in vielen Berichten liest man, dass auch alles gut klappt. Sicherheitshalber sollte man sich bei solchen Buchungen vor Anreise mit dem Hotel verständigen, dass die Buchung auch angekommen ist.

Hier muss man abwägen, ob man sparen will oder lieber etwas sicherer über einen der bekannten Anbieter bucht. HRS als bekannter Anbieter ist hier nicht wirklich teurer und selbst die 15 Euro für Agoda, mit denen wir ins Asien schon gute Erfahrungen gemacht haben, sind nicht viel mehr. Wer sich nicht scheut, in US-Dollar auf einer amerikanischen Website zu buchen, der sollte auf Priceline.com nachsehen. Da finden sich immer mal wieder Sonderdeals.

Fazit

Vergleichen lohnt sich. Doch im Gegensatz zum Flugpreisvergleich hat sich ein eindeutiger Tipp herauskristallisiert. Booking.com lieferte in der Mehrheit das beste Ergebnis. Nur wenn man ein bestimmtes Hotel sucht, kann ein Preisvergleicher wie Trivago seine Vorteile ausspielen.

Ein besonderer Tipp noch zum Ende. Sowohl booking.com als auch Asiarooms bieten Newsletter mit speziellen Angeboten an, die teilweise bedeutend günstiger sind. So haben wir z.B. das Marina Bay Sands in Singapur zum halben Preis über den Newsletter von Asiarooms bekommen, und auch booking.com verschickt wöchentlich Newsletter mit so genannten Smart Deals – Sondertarife, die nur sehr kurze Zeit und zu bestimmten Terminen gelten. Wenn die dann passen, kann man echte Schnäppchen ergattern. Es lohnt sich hier rein zu sehen.

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1 Comment

  1. Katja

    Bei den vielen Anbietern, die es mittlerweile gibt, kommt man um einen Preisvergliech gar nicht mehr drum herum. Die Zeit dafür osllte man sich unbedingt nehmen. Nur so bekommt man einen Überblick und kann ein für sich passendes Angebot finden.

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