Howard Johnson wurde in den 1920ern als Restaurant-Kette gegründet. Ein Grossteil der Restaurants wurden als Franchise betrieben. Howard Johnson war auch der erste, der das Franchise-System anbot und dieses Geschäftsmodell somit praktisch erfunden und eingeführt hat. Dann dauerte es bis 1954. Etwa 30 Jahre nach dem Aufstieg in der Gastronomie wurde die erste Motor Lodge, also ein Motel, eröffnet. Heute gehören zur Howard Johnson Kette über 1000 Motels in den USA und Kanada.

Flagstaff hat drei davon. Wir hatten im voraus über das Internet gebucht. Dabei achteten wir darauf, dass unser Motel verkehrsgünstig gelegen ist. Nach Abwägung der Lage und der Preise haben wir uns für das Howard Johnson an der Abfahrt 198 der I-40 entschieden. Auch die Adresse gefiel uns: Lucky Lane.

Wir hatten uns auch gut vorbereitet, um auch das richtige Motel an der I40 in der Lucky Lane zu erwischen. Abfahren, nächste rechts und dann sollte es schon irgendwann am Strassenrand auftauchen. Doch wir änderten unsere Fahrtstrecke und kamen nicht über die Interstate sondern über die Überreste der Route 66. Wir fanden nach einiger Zeit auch ein Howard Johnson. Vollkommen überzeugt, wir wären hier richtig, gingen wir an die Rezeption. Dort wurden wir von einem brummigen Alten begrüßt, der unsere Reservierung nicht finden wollte, sich aber auch keine große Mühe gab. Er kam auch erst nach einigem undeutlichen Gebrumme auf die Idee, es doch in einem der anderen beiden Motels der Kette in Flagstaff zu versuchen. Dummerweise fiel seine Wegbeschreibung noch vager aus und wir kurvten eine ganze Weile im industriellen Bereich Flagstaffs herum, bis wir endlich dass richtige Howard Johnson fanden.

Hier wurden wir dann etwas freundlicher von einer jungen Inderin begrüßt. Ein Punkt, der uns sowohl auf dieser Reise, als auch ein paar Jahre zuvor in Kanada aufgefallen war. Franchise-Motels schienen überwiegend von Indern betrieben zu werden. Schnell wurde dann auch bestätigt, dass wir hier richtig sind. Wir erhielten unsere Keycard und fuhren mit unserem Wagen ein mal um das Gebäude. Standesgemäß, wie es sich für einen Motel-Aufenthalt gehört, parkten wir direkt vor der Tür. Hier eine Etage darunter, denn dieses Motel bestand aus zwei Etagen. Vom Aufbau entsprach es der üblichen Motel-Gestaltung mit einer langen Reihe von Zugängen, nur dass es eben noch eine weitere Etage oben drauf gab. Wir waren oben einquartiert.

Howard Johnson Flagstaff Hotel

Das Zimmer selbst war geräumig mit einigem Platz um das recht bequeme Bett herum. In einer Ecke stand noch ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen. Am Fenster war der Fernseher untergebracht und daneben ein kleines Klimagerät, da hier keine Klimaanlage verbaut war. Wir vermissten eine Mikrowelle und einen Kühlschrank. Die Versorgung mit freiem WLAN war allerdings gesichert.

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Das Bad entpuppte sich als der übliche Motel-Aufbau, den wir auf unserer USA-Tour schon öfters gesehen hatten. In einem Vorraum befand sich das Waschbecken. Daneben stand auf der Ablage die PAD-Maschine, die inzwischen sehr oft den Wasserkocher abgelöst hat. Dazu gab es Tee und Kaffee. Auch die kleinen Pröbchenpackungen mit Shampoo und Seife fehlten nicht. Ebenso gab es Becher, leider Plastik und den Behälter für Eis. Die Eismaschine stand hinter der Rezeption, von unserem Zimmer aus also ein etwas weiterer Weg.

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Direkt neben dem Vorraum gab es dann das richtige Bad mit einer flachen Badewanne, wie wir sie schon öfters kennengelernt hatten. Auch hier reichte sie nicht wirklich für ein Bad. Genutzt wurde der Raum sowieso eher als Dusche.

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Zum Motel gehört noch ein recht großer Pool, der allerdings nicht mehr genutzt wurde. Nachts wurde es hier schon recht kühl und er war schon im Winterbetrieb. Im Oktober wartete man in den Höhenlagen Flagstaffs zwar noch nicht auf Schnee, aber Tags zuvor hatten wir im nahen Holbrook schon niedrige einstellige Temperaturen.

Das große Fenster, durch das wir freien Blick auf den Pool hatten, war in Richtung Interstate ausgerichtet. Wir konnten den Verkehr sehen, doch zu hören war er praktisch nicht. Die Isolierung konnte sich sehen lassen.

Neben der Rezeption gibt es einen Frühstücksraum. Hier wird morgens das übliche pappige US-Motelfrühstück aufgebaut. Von Muffins über Bagels bis zu Toast in massiv schwankender, aber meist niedriger Qualität bis zu Waffeln und Cornflakes mit totsterilisierter Milch. Dazu gibt es ein Kaffeeähnliches Getränk und Saft, der als Zucker-Limonade durchgeht. Doch es ist im Preis mit drin und wer sich nicht so hat, der wird auch satt.

Übernachten kann man hier ab etwa 30 Euro die Nacht. Wir hatten auch nicht viel mehr bezahlt, doch wir waren ausserhalb der Saison unterwegs. Zwei Nächte hatten wir im Howard Johnson Lucky Lane Flagstaff übernachtet.


Wie komme ich hin?

  • Von der Interstate 40 Abfahrt 198 auf die East Butler Avenue in Richtung Flagstaff. Gleich danach rechts in die Lucky Lane, dort ist das Motel nach wenigen hundert Metern.
  • Adresse: 198 E Lucky Lane

Was schreiben andere?

  • Tripadvisor über das Howard Johnson Lucky Lane Flagstaff

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