Als wir einen Wochenendausflug planten, stand relativ schnell die kleine Stadt Hasselt in Belgien fest. Es lockte nicht nur ein günstiges Hotel, sondern auch das Jenevermuseum. Für uns ein idealer Ausflugsort.

So nahmen wir uns einen Vormittag Zeit und schlichen um das Museum herum, bis es endlich um zehn Uhr öffnete. Das Museum befindet sich in einer ehemaligen Brennerei, die von der Stadt Hasselt 1979 gekauft wurde, um ein Museum einzurichten.

Wir zahlten am Eingang den recht günstigen Preis von sechs Euro pro Person. Dafür erhielten wir nicht nur Zutritt und eine deutschsprachige Broschüre als Ergänzung zu den niederländischen Schildern im Museum. Wir bekamen auch einen Chip, den wir später in der zum Museum gehörigen Bar gegen einen Verkostungsschluck eintauschen konnten.

Rundgang durch das Museum

Das Museum ist grob in vier Teile gegliedert. Der Weg führt erst durch die noch immer funktionsfähige Destillieranlage aus dem 19. Jahrhundert. Hier sind alle Geräte gut beschriftet und die Funktionen sind genau erklärt. Zusätzlich gibt es Touchscreens, auf denen sich die Einzelheiten in verschiedenen Sprachen aufrufen lassen. Kleine Videos erklären zusätzlich die Funktionsweise.

Weiter geht es durch das Malzlager in die ehemaligen Wohnräume der Destillateurfamilie. Viele Flaschen, Etiketten und alte Werbeschilder und -Poster sind hier zu finden.

Schon zu Beginn konnte man an verschiedenen Destillatstufen schnuppern. Im dritten Teil befindet sich ein recht großer Bereich, in dem viele Zutaten, oder wie wir es beim Gin nennen, Botanicals, ausgestellt sind. Man kann hier die Reihen durchgehen und jeden einzelnen erriechen.

Der vierte Teil war dann für die Sonderausstellung reserviert. Auch diese fanden wir interessant und wählten das Museum auch teilweise deswegen als Ziel. „Booze in Hollywood“ sollte das Thema sein. Doch hier wurden wir enttäuscht. Ein im Verhältnis zum Museum kleiner Raum bot Bilder von Schauspielern, in der Regel mit Glas in der Hand. Dazu gab es einen Tisch mit Display. Hier konnte man sich Youtube-Videos von trinkenden oder betrunkenen Schauspielern ansehen. Dieser Teil war nicht überzeugend.

Direkt an das Museum angeschlossen gibt es dann noch die Bar. Sie kann ohne einen Museumsbesuch betreten werden und bietet eine sehr große Auswahl an Genevern. Er kann hier glasweise, aber auch gleich als ganze Flasche gekauft werden. Wir setzten unseren Chip ein und tranken einen sehr leckern Genever aus Hasselt und einen Orangenlikör auf Geneverbasis, der vom Museum direkt hergestellt wird.

Fazit

Ein Besuch des Jenevermuseum Hasselt lohnt sich für uns Wacholderfreunde auf jeden Fall. Die Einblicke in die Produktion, nicht direkt auf Gin sondern auf Genever bezogen, sind sehr gut gemacht. So wie auch das ganze Museum uns sehr gut gefallen hat. Lediglich die Sonderausstellung schwächelte, was aber mit der nächsten auch wieder anders sein kann.

Alle Bilder von unserem Besuch sind in unserem Flickr-Album zu finden.

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Dieser Beitrag erschien in gleichem Wortlaut auf unserem Partner-Blog Gin-Nerds.