Aus deutscher Sicht ist der Joshua Tree National Park eher unbeachtet. Fragt man nach amerikanischen Nationalparks, bleibt er praktisch unerwähnt. Dennoch bietet die Wüstenlandschaft in der Nähe von Palm Springs so einiges fürs Auge. Besonders Felskletterer besuchen den Park gerne, denn sie können hier an freigegebenen Felsen ihre Kletterkünste üben.

Der über 3.000 km² große Park liegt nordöstlich der San-Andreas-Spalte, bekannt als Erdbebenquelle, und reicht von 300 bis 1770 Metern in die Höhe. Von einem der höheren Aussichtspunkte hat man einen guten Ausblick nach Süden über die San-Andreas-Spalte nach Palm Springs und die San Jacinto Mountains.

Der Name des Parks stammt von den Mormonen, die in den Bäumen, den Joshua Trees, die Gestalt des Propheten Joshua sahen, der mit ausgestreckten Armen ins gelobte Land zeigte.

Neben Kletterern findet sich keine große Zielgruppe. Der Park ist erst seit 1994 Nationalpark und touristisch noch nicht groß entwickelt. Wenige Straßen führen hindurch, auch Wanderwege sind eher rar. Vielleicht gerade deswegen bietet sich der Park für einen Ausflug an, denn er ist dadurch auch nicht so überlaufen. Für Camper gibt es zudem einige schöne Campingplätze neben den bizarren Felsstrukturen.

Ein Tag sollte dem normalen Touristen für den Joshua Tree National Park reichen. Doch was macht man an diesem einen Tag?

Die wichtigsten Punkte liegen an der Hauptdurchgangsstraße. Um die genannten Punkte einordnen zu können, gibt es hier eine Karte zur Ansicht.

Wir kamen von Nordwesten in den Park und deswegen beginne ich auch da. Früh lohnt es sich bis zur Geology Tour Road zu fahren. Diese sollte allerdings nur mit einem Geländewagen mit Vierradantrieb befahren werden. Neben den netten Informationen gibt es hier einige schicke Felsformationen zu begutachten. Da ein Teil der Strecke Einbahnstraße ist, und man sich gerne in Ruhe umsieht, lohnt es hier wirklich, gleich früh hin zu fahren.

An der Hauptstraße, dem Park Boulevard, liegt dann auch gleich Skull Rock. Der Felsen, der nach einem Schädel aussieht, liegt direkt neben der Straße. Wer möchte, kann hier noch einen kleinen Rundweg gehen, der nicht nur Felsen sondern auch Flora zeigt.

Etwas weiter ist der Jumbo Rocks Campground zu finden. Der Name sagt alles. Große Felsen, spannende Formationen.

Am White Tank Campground, aus unserer Sicht der schönste der Campingplätze, startet der kurze Trail zum Arch Rock. Der Arch, der sich hier als Felsbrücke spannt, ist nicht so beeindruckend, aber trotzdem sehenswert.

Der Cholla Cactus Garden und der Ocotillo Patch bieten einen schönen Blick auf die ungewöhnlichen Kakteenarten hier. Auch hier führt ein kleiner Trail durch die Landschaft und lässt sie so näher an den Besucher heran kommen. Oder anders herum.

Von Keys View, genau am anderen Ende des Parks, bietet sich der schon oben beschriebene Blick nach Palm Springs.

Und auf dem Weg zu Barker Dam stehen am Trail die eine oder andere (Fahrzeug)-Ruine herum.

Die Auflistung ist natürlich nur ein grobes Programm. Für „längere“ Wanderstrecken bieten sich die Trails zu Lost Palm Oasis und Lost Horse Mine an.

Alle Bilder unseres Besuches sind hier im Flickr-Set zu finden. Auch schöne Bilder sind im Artikel von Ute vom Bravebird-Blog zu finden.