Unverhofft kommt oft. So sagt es ein Sprichwort. Für uns wäre es auch ein leichtes gewesen, die kurze Strecke vom Zion Nationalpark zum Bryce Canyon zu fahren. Wir hätten einfach die Nationalparksstraße, auf der wir auch angekommen sind, die Route 9 nach Osten nehmen müssen. Dann auf den Highway 89, einen Scenic Byway, und die Route 12 bis nach Bryce.

Doch auf der Karte des Zion Nationalparks entdeckten wir noch den Kolob Canyon, der zum Park gehört, allerdings ein ganzes Stück weit weg ist. Als fuhren wir die 9 nach Westen bis La Verkin und durch Toquerville auf den Interstate 15 nach Norden. Abfahrt 40 ist dann speziell für den Kolob Canyon. Anschliessend wollten wir noch zum Cedar Breaks National Monument, doch dass wir auf dem Weg dahin unverhofft im Schnee versanken, ist eine andere Geschichte.

Kolob Canyon RoadNun, wir wollten in den Kolob Canyon. Im Prinzip ist das kein Problem. Wer einen National Park Pass hat oder für Zion schon Eintritt gezahlt hat, der geht nur kurz an der Station hinter der Interstate-Ausfahrt zum Ranger und zeigt seine Karte vor. Alle anderen müssen nach 25 Dollar pro Fahrzeug zahlen, doch darin ist dann wieder der Eintritt für den Zion National Park mit drin. Und das für die nächsten sieben Tage.

Neben der Kolob Canyon Road, die man auf zehn Meilen mit dem Auto abfahren kann und die etliche Halteplätze bietet, gibt es noch über zwanzig Meilen an Trails in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Im Vergleich zu Zion ist es hier viel ruhiger und entspannter, vor allem in der Saison, wenn Zion überlaufen ist.

Wir haben auf die Trails verzichtet, das Wetter war nicht so toll, und wir wollten ja noch weiter. Wir näherten uns von unten und hielten hier und da an, um Fotos zu machen und den Anblick der Felswände zu geniessen. Hier und da blieben Wolken an den obersten Spitzen hängen und kämpften sich über die Felsen. Das war ein netter Anblick, den wir so noch nicht gesehen hatten.

Ganz oben am Viewpoint wollten wir dann eine längere Pause machen. Ausser uns war hier nur noch ein anderes Fahrzeug und dieses flüchtete genau so wie wir, als die erste große Regenwolke auf uns zu rollte. Wir hatten gerade die Spitze verlassen, als sie komplett von der Wolke verschluckt wurde.

Etwas weiter unten, mit Blick in einen Canyon blieben wir dann stehen um etwas zu essen. Im Canyon, in den wir hinein blickten, stauten sich auch die Wolken und verstärkten noch den Atemberaubenden Anblick.

Der Kolob Canyon lohnt sich auf jeden Fall für einen kurzen Ausflug, besseres Wetter vorausgesetzt. Wir sind froh, dass wir diesen spontanen Umweg gefahren sind und uns den Kolob Canyon so nicht haben entgehen lassen.