Auf unserer Strecke von Holbrook nach Flagstaff waren wir gezwungen Interstate zu fahren. Eine andere Strecke gibt es hier nicht und selten führt eine Seitenstrasse noch als Route 66 wenige Meilen neben der Interstate entlang um dann einfach zu enden. Um so mehr freuten wir uns über die Abwechslungen, die neben der Strecke lagen. Darunter auch der Meteor Crater.

Meteor Crater - Steinfenster

Meteor Crater ist aber eher ein allgemeiner Name. Man nennt ihn auch Canyon Diablo Crater oder Barringer Crater. Wissenschaftler benutzen den Namen Barringer Crater, da Daniel Barringer der erste war, der vermutete, dass dieser Krater von einem Meteoriteneinschlag stammt. Und so ist es auch. Vor etwa 50.000 Jahren schlug hier ein Eisenmeteorit ein, von dem Teile im angegliederten Museum ausgestellt sind.

Meteor Crater

Grover Karl Gilbert war 1891 der Erste, der hier Interessen zeigte. Er, ein Geologe, der den Krater untersuchte, schloss auf vulkanischen Ursprung. Damit war dann auch der Krater erst mal uninteressant. Dann kam Barringer, jedoch nicht als Geologe sondern als Geschäftsmann. Er hatte den richtigen Riecher, tippte auf einen Eisenmeteoriten und erhielt 1903 nach Antrag mit seinem Unternehmen Standard Iron Company den Zuschlag für einen Claim von 2,6 Quadratkilometern um den Krater herum. 27 Jahre wurde gebohrt. Bis in eine Tiefe von 419 Metern drang man vor, doch der große Eisenfund blieb aus.

Heute ist der Meteor Crater ein weit größeres Geschäft als damals, denn heute kommen die Touristen. Wir würden das ganze eher als Rip-Off bezeichnen. Der Eintritt kostet 16 US-Dollar. Das pro Erwachsener Person. Daran sieht man schon, dass hier ein Privatunternehmen dahinter steckt. Warum nun Rip-Off? Für die 16 Dollar darf ich auf die drei Aussichtspunkte am Kraterrand, ich darf in das kleine Museum, das, so muss ich zugeben, nicht schlecht gemacht ist, und ich darf mir dem Film im kleinen Kino ansehen. Abgesehen von den üblichen Souvenirshops war es das.

Lange bleibt man hier nicht. Krater ansehen, durch das Museum schlendern. Das sind 16 Dollar für maximal eine Stunde. Ich finde das übertrieben. Zumal an der Attraktion selbst nun gar kein Wartungsaufwand nötig ist. Der Blick auf den Krater ist zwar schon imposant. Vor allem, wenn man bedenkt, wie er entstanden ist. Hätte ich des vorher gewusst, wäre es mir den Preis aber nicht wert gewesen.