Eigentlich ist das Navajo National Monument ganz einfach zu erreichen, auch wenn es etwas abgelegen ist. Es gehört zu dem Ort Shonto, welcher Touristen aber keine wirklichen Attraktionen zu bieten hat und auch noch ein paar Meilen entfernt liegt. Die nächsten drei Städte, in denen auch übernachtete werden kann, Tuba City, Page und Kayenta, sind dann schon ein ganzes Stückchen Fahrt weg.

Wir kamen auf dem Highway 89 aus Page und wollten die Indian Route 221 bis zum Navajo National Monument fahren. Diese ist größtenteils nicht asphaltiert, und als unser Navi sagte, wir müssten links ab, war die Abfahrt schon ein ganzes Stück vorbei. Also fuhren wir weiter auf dem Highway 89 und dann links auf die Route 564. Ein kleines braunes Schild sagt hier „Navajo National Monument 9 Miles“. Hier ist die Straße asphaltiert und führt direkt auf den Parkplatz, an den auch ein Campingplatz angeschlossen ist.

Der einzige anwesende Ranger war ein älterer Navajo, der gerne half und den einen oder anderen Vorschlag für Trails machte. Der Eintritt in den Park ist frei, ebenso wie zwei geführte Touren. Eine kleine Übersichtskarte gibt einen guten Überblick über die Trails.

Bevor es los geht, trifft man hinter dem Visitor Center auf Nachbauten von Navajo-Hogans und einen alten Wagen. Wir sind den Sandal Trail gelaufen, was sich als gute Wahl herausstellte. Auf etwas über einem Kilometer, was wirklich überschaubar ist, bietet der Trail erst ein mal einen Lehrpfad zu den Pflanzen der Region. Schilder erklären nicht nur die Pflanzen selbst sondern auch deren Nutzen für die Navajo. Am Ende des Trails liegt dann die Aussichtsplattform, von der aus man einen sehr guten Blick auf die Ruinen von Betatakin hat.

Tausende von Jahren lebten hier die Pueblo-Indianer. Die Ruinen, die wir gesehen haben, sind zwischen 700 und 1500 Jahre alt. Sie sind so gut erhalten, weil sie in einer Felsnische gebaut wurden.

Auch wenn man das Navajo National Monument erst mal nicht auf dem Plan hat, es lohnt sich, hier einen Stop zu machen. Im Vergleich zu den großen Touristenattraktionen rundherum ist es hier schön ruhig, und man kann die Umgebung auch geniessen.