In der Straße von Malakka liegt Pangkor an der Westküste von Malaysia. Die Insel ist gerade mal 12 km lang und 4 km breit. Doch für den Tourismus ist sie recht bedeutend, obwohl sie fast keiner kennt. Warum das so ist, haben wir vor Ort festgestellt.

Erste Bedeutung erlangte Pangkor in den 1680ern, als die Holländer hier ein Fort errichteten. 1874 fiel Pangkor dann an Malaysia. Einwohner hat die Insel 20.000. Diese leben hauptsächlich von den Touristen und von kleinen gesalzenen und getrockneten Fischen, lokal Ikan Bilis genannt.

Wir haben Pangkor für das genutzt, für das die meisten wohl dort sind. Wir haben eine Woche Strandurlaub gemacht. Lustig war, dass die Woche über fast kein Mensch auf der Insel war. Die Strände waren wie verlassen. Am Wochenende kamen dann die Malayen in Scharen. Die Insel war komplett ausgebucht. Sonntag nachmittag waren alle wieder weg.

Auf die Insel kommt man recht einfach. Es gibt einen Airport auf der Insel. Der wird auch von den bekannteren Airlines AirAsia und Berjaya Air angeflogen, doch günstiger geht es per Bus. Auf dem Festland liegt das Städtchen Lumut, wo die Busse nur wenige hundert Meter von der Fähre entfernt halten. Das Fährticket ist auch nicht teuer und die Taxis auf der Insel, pinke Kleinbusse, sind ebenfalls günstig und haben Festpreise.

Dabei hat die Insel mehr zu bieten als nur Strände. Es gibt noch einige Sehenswürdigkeiten:

Pangkor Town

Vielleicht ist es nicht direkt eine Sehenswürdigkeit, doch es ist die größte Ansiedlung auf der Insel. Die Auswahl an (Souvenir)-Shops und Restaurants ist hier am größten. Dennoch sollte allen klar sein, dass hier zwar von „Town“ die Rede ist, aber doch eher „Dorf“ raus kommt.

Fischerdörfer

An der Westseite der Insel gibt es mehrere Fischerdörfer. Diese sind zwar klein, aber interessant anzusehen. Die meisten Häuser sind in traditionellem Stil auf Pfählen in das Meer gebaut. Hier kann teilweise noch das wahre Leben der Einheimischen in Augenschein genommen werden. Ausserdem gibt es viele kleine Restaurants, in denen authentische Küche geboten wird.

Fu Lin Kong Tempel

Der Fu Lin Kong Tempel ist ein relativ neuer Tempel auf Pangkor. Am Fuße des Pangkor Hill steht der taoistische Tempel im Ort Sungai Pinang Besar. Er hat eine schönen Gartenanlage mit einer chinesischen Miniatur-Mauer. Im Garten sind einige Schildkröten zu finden.

Kali Amman Tempel

In Sungai Pinang Kecil liegt der Kali Amman Tempel. Er ist nicht nur der größte Tempel der Insel, sondern auch noch der einzige indische. Ausser ihm gibt es in ganz Malaysia nur noch einen anderen Tempel, auf Penang, dessen Eingang und der Schrein der Göttin Kali auf das Meer blicken.

Batu Bersurat oder Tiger Rock

Nahe des holländischen Forts liegt ein Felsen mit dem Namen Tiger Rock (oder auf Malay Batu Bersurat). Er enthält eine Inschrift von 1743 mit dem Zeichen der Veerenigde Oostindische Compagnie sowie der Zeichnung eine Tigers. Dazu gibt es dann noch eine Geschichte um ein verschwundenes Kind, das an dem Felsen gespielt hat.

Holländische Festung (Kota Belanda)

Direkt südlich von Pangkor Town liegt die 1670 gebaute holländische Festung. Sie wurde zur Lagerung von Zinn genutzt. Natürlich diente sie auch zur Verteidigung der Handelsroute und der -ware. Heute sind noch einige Fundamente zu sehen und es ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Insel.

The Tombs

Die Tombs sind nur ein Besuch wert, wenn man sowieso am indischen Tempel ist. Von hier ist es nicht weit zu den vier alten Grabsteinen aus der Zeit von 1911 bis 1917.

Der Geheimtipp

Der Lin Je Kong Tempel ist eigentlich nichts Großartiges. Er liegt nicht weit nördlich der Nipah Bay und hat neben einem hübschen Blick auf den Strand viele Comic-Figuren zu bieten.

Abgesehen von den kulturellen Sehenswürdigkeiten kann man auf Pangkor noch einiges anders anstellen. Neben Tauchen und diversen anderen Wassersportaktivitäten ist es für Trainierte kein Problem, die Insel mit dem Fahrrad zu umrunden. Auch diverse Trekking-Routen gibt es, die durch den Dschungel der Insel führen.

Die Woche über taugt Pangkor zum Entspannen. An den Stränden kann man in Ruhe die Seele baumeln lassen. Doch am Wochenende muss man sich auf Action einstellen. Wir haben die ruhigen Wochentage genossen und können damit Pangkor als eher unbekanntes und damit günstiges Strandziel nur empfehlen.