Eine Geschäftsreise hat mir eine Übernachtung im Pentahotel in Trier eingebracht. Allerdings muss man das Hotel mit zwei Augenpaaren sehen. Es wird noch gebaut bzw. renoviert und der hier beschriebene Zustand kann sich jederzeit ändern.

Der Eingang ist etwas zurückliegend neben einer Tankstelle und der Parkplatzzufahrt. Hier muss man erst mal genau um die Ecke gucken, wer schnurstracks gerade aus sieht, läuft auch dran vorbei. Vor dem Eingang sieht alles noch nach Hotel aus. Drinnen hatte ich erst ein mal das Problem nicht zu wissen, wo ich hin musste. Rechts eine paar Sitzgelegenheiten mit Tisch und Speisekarte, links eine Bar. Doch die Bar ist gleichzeitig die Rezeption. Alles ist etwas dunkel gehalten, das wirkt erst mal abschreckend. Doch das freundliche Personal konnte dem entgegen wirken. Das Einchecken geht schnell, für die Zimmer gibt es die üblichen Karten.

Neben dem Treppenhaus stehen zwei recht kleine Aufzüge zur Verfügung von denen einer wegen der Renovierung ausser Betrieb war. Maximal acht Personen ist auf dem Schild angegeben, sechs passen rein, bei vier leuchtete schon mal die Anzeige „Überlast“. Ich kam trotzdem im dritten Stock an.

Mein Zimmer, ein Einzelzimmer, befand sich ganz am Ende das Ganges. Als erstes fiel mir auf, die Heizung war aus. Anfang März mit Aussentemperaturen um den Gefrierpunkt ist das vielleicht nicht so ideal, doch sie wärmte nach dem andrehen schnell. Die Einrichtung ist nicht gerade eine Augenfreude, es wirkt alles etwas bieder und hinterlässt den Eindruck von einem Jugendzimmer. Doch abgesehen von dem etwas abgewohnten Charme war alles sauber und ordentlich. Selbst das Bett und die dazugehörige Matratze war bequem.

Im Bad fehlten die Handtücher, auf Nachfrage wurden sie aber schnell gebracht. Dafür stand das übliche Hygiene-Päckchen mit Shampoo, Spülung, Seife usw. zur Verfügung. Der Hersteller fällt mir gerade nicht mehr ein, doch es war ein Bio-Produzent. Das dazugehörige Werbeschild machte auch Eindruck.

Durch die Renovierung werden wohl in nächster Zeit die Minus-Punkte, also die Einrichtung, behoben. Punkten konnte das Hotel mit dem Frühstück. Ein über fünf Meter langes Frühstücksbuffet erwartete die Gäste. Hier gab es alles, was das Herz begehrt. Was fehlte wurde frisch nachgelegt. Alles machte einen guten und frischen Eindruck. Und jetzt verstand ich auch, warum jemand in einer Internet-Bewertung bemängelte, er hätte keinen Kaffee von der Bedienung bekommen. Am Anfang des Buffets stand ein Kaffeevollautomat. Jeder konnte sich hier holen, was er wollte. Nur wer das Frühstück nicht im Zimmerpreis enthalten hat und trotzdem frühstückt, der dürfte sich wundern. Happige 16 Euro schlägt das alles zu Buche. Trotz des positiven Eindrucks wäre mir das viel zu viel.

Der Übernachtungspreis beginnt bei günstigen 50 Euro mit Frühstück. Passende Angebote lassen sich bei einer Online-Recherche sicher finden. Somit kann das Pentahotel für einen Kurzaufenthalt punkten, für den längeren Trip würde ich mir etwas anderes suchen.