Bei einem Aufenthalt im Ex-Holiday Inn Seaport Beach IJmuiden nutzten wir schon wegen der Lage zwei mal das im Haus befindliche Restaurant. Dabei probierten wir von der Mittags- und von der Abendkarte.

Nach unserer Ankunft und einem Strandspaziergang hatten wir Hunger, und das Restaurant Beaufort war eines der wenigen vor Ort, welche geöffnet hatten. Die Strandrestaurants lassen wir mal außen vor, denn da gab es nur Frittiertes oder Süßes. Und danach war uns nicht.

Durch die dunklen Scheiben waren wir uns erst nicht sicher, ob geöffnet war. Doch die Tür stand offen. Wir gingen hinein und sahen eine Angestellte, die den Raum saugte. Wir waren noch unsicher, da sah sie uns schon und versicherte uns, dass geöffnet sei. Man würde noch vom Frühstück sauber machen.

Wir suchten uns also einen Platz am Fenster mit schöner Aussicht und bekamen von ihr die Karte. Sie war demnach nicht nur Putzfrau sondern auch Bedienung. Wir bekamen die Karte und bestellten Wasser. Dann orderten wir den „Boulevard Burger“ – Black Angus auf Brioche, mit Salsa, Bacon, Käse und Fritten.

Wir warteten recht lange auf unseren Burger. Das sprach dafür, dass er frisch zubereitet wurde. Die Präsentation hatte schon was: So im Papier eingewickelt und mit den Fritten daneben. Das Fleisch war lecker, ebenso das Brötchen. Insgesamt gefiel er uns sehr gut. In der Zwischenzeit musste wohl die Schicht gewechselt haben, und eine andere Bedienung fragte zwischendurch, ob alles ok sei. Als wir zu Ende gegessen hatten, räumte sie noch ab. Wir sagten, wir würden gerne zahlen. Dies war dann für lange Zeit auch das letzte Mal, dass sie an den Tisch kam. Nach einer gefühlten halben Stunde stellte ich mich dann demonstrativ an die Theke der Bar, um nicht zum Zechpreller zu werden.

Trotz des durchwachsenen Services beschlossen wir, am Abend noch einmal im Restaurant zu essen – schon aus Bequemlichkeit. Jetzt wirkte das Restaurant schon etwas gastfreundlicher. Zwei Bedienungen waren anwesend. Wir setzten uns auf die andere Seite, um einen schönen Blick auf die abendliche Marina zu haben.

Wir bestellten Dry Aged Entrecote mit karamellisierten Kartoffeln und Pastinakenpüree. Wir wollten uns einen Wein dazu empfehlen lassen und merkten schnell, dass es hier keine Ausbildung dafür gab. Wir wurden gefragt, wie es denn mit Rebsorte X wäre. Als wir nicht ganz begeistert waren, wurden uns Rebsorte Y vorgeschlagen. Nicht empfohlen, vorgeschlagen. Wir zögerten etwas, und plötzlich war noch Rebsorte Z im Angebot. Dieser sollte Tempranillo sein, und wir nahmen ihn. Es wurde eine offene Flasche an den Tisch gebracht, wir hatten nur je ein Glas bestellt, und wir konnten probieren. Er schmeckte ganz gut, und wir bekamen am Ende nicht nur den ganzen Rest aus der Flasche, er wurde noch nicht mal berechnet.

Das Fleisch hatte eine ungewohnte Konsistenz, was aber am Dry Aged liegen könnte. Es wirkte, als sei es sous-vide vorgegart und dann noch fertig gebraten (Reverse Sear). Jedenfalls war das Gericht recht ordentlich, und wir konnten nicht wirklich meckern. Auch der Service war jetzt etwas aufmerksamer als am Mittag.

Zum Abschluss zogen wir uns noch an den Kamin mit Sofa zurück und genehmigten uns einen Gin Tonic.

Würden wir wieder kommen? Obwohl das Restaurant nicht schlecht war und wir es als gute Mittelklasse durchgehen lassen würden, wohl eher nein. Das liegt allerdings eher daran, dass wir uns in Zukunft ein anderes Hotel aussuchen würden.

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