Wir starten in Friedrichshafen am Bodensee. Wie schon zwei Tage zuvor verlassen wir in Lindau wieder die Autobahn und fahren im Ort über die Grenze und dann auf einer österreichischen Bundesstrasse weiter. So sparen wir uns erneut die Vignette. Bei Hohenems tanken wir noch schnell günstig, erwerben eine Schweizer Vignette und überqueren den Rhein.

Wir haben ein großes Stück vor uns und wir kommen auch zügig voran. Auf der Schweizer Autobahn geht es nach Süden. Vorbei an Chur, durch den San Bernadino über Lugano bis zur Grenze bei Chiasso. Das Wetter ist so lala, es regnet, und hier und da liegt in den Höhenlagen sogar neben der Strasse Schnee. Bei der Abfahrt hinter dem San Bernadino Tunnel können wir die Aussicht nicht wirklich geniessen, denn es hängen große Wolkenfetzen an den Bergen.

Auf der italienischen Autobahn ist es dann trostlos. Immer gleichmässiger Regen begleitet uns auf der Strecke an Mailand vorbei bis kurz vor Turin. Die Openstreetmap auf dem Garmin spinnt, und wir verhaspeln uns. Plötzlich will sie für 8 Kilometer Luftlinie 110 Kilometer Strasse fahren. Ich bin vom italienischen Stadtverkehr genervt. Dazu kommt eine Baustelle, die sich kilometerlang durch die Stadt zieht und jegliches Linksabbiegen verhindert. Also genau die Richtung, in die wir müssten.

Nach einigen Verwirrungen erreichen wir dann doch unser Ziel, das Museo Nazionale dell’Automobile in Turin. Verwundert stellen wir fest, dass ein Automuseum keine Parkplätze hat. Es gibt zwar einige öffentliche Parkplätze rund herum, doch die sind natürlich alle belegt. Erst zwei Ecken weiter finden wir einen Parkplatz neben einem Krankenhaus. Uns ist egal, wie viel das Parken hier kostet, und wir fahren hinein. Die untere Ebene sieht recht eng für unseren langen Kombi aus ,und so fahren wir nach oben. Auf dem Knick der Rampe setzen wir natürlich auf. Gebaut wurde das wohl für kurze Fiats. Passiert ist zum Glück nichts.

Das Museum stellt sich als besuchenswert heraus und versöhnt uns mit dem Stadtverkehr in Turin. Die Sammlung auf drei Etagen ist sehr interessant.

Unser Hotel haben wir uns strategisch ausgesucht. Vom Museum sind es nur wenige Minuten mit dem Auto und praktisch auch nur ein Abbieger bis wir am Hotel sind. Das NH Lingotto hat kostenlose Parkplätze, was uns zu Gute kommt. Wir checken ein, ruhen uns kurz im Zimmer aus , und gehen shoppen. Nicht, wie jetzt jeder in Italien erwarten würde, Kleidung und Schuhe. Nein, wir gehen die wenigen Minuten zu Fuß zum Eataly, einem italienischen Feinkostsupermarkt. Dort essen wir auch lecker bevor wir ins Bett fallen.