Von Hamburg bis Hawaii

Unterwegs in aller Welt

Schloss Dreilützow

Wohin fahren wir, lautete gestern die Frage, und angesichts der Wettervorhersage (von Westen / Nordsee her Regenschauer) war zumindest die Richtung klar: Osten, anders gesagt, Mecklenburg-Vorpommern.

Moment, dachte ich, da war doch noch dieser Rundgang durch einen Schloßpark Nähe Schwerin / Wittenburg, von dem ich bei den Dosenfischern gelesen hatte. Und richtig: Das Ziel war Schloss Dreilützow, knapp 80 km von hier.

Schloss Dreilützow, für mein Gefühl eher ein großes Herrenhaus denn ein „Schloss“ im klassischen Sinne, wurde um 1720 von der Grafenfamilie von Bernstorff erbaut, die ab dem 17. Jahrhundert die umliegenden Flächen erwarben. Um das Schlösschen herum gibt es einen „englischen“ Schlosspark.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde aus dem Schlösschen zunächst ein Behindertenwohnheim, dann ein Jugendwohnheim. Seit 1988 betreibt die Caritas das Haus als Schullandheim, Bildungs- und Begegnungsstätte.

Uns interessierte allerdings mehr der Rundgang durch den Park, umfasst das Gesamtgelände doch runde 10 Hektar.

Bei frischem, eher frühlingshaftem Wetter und Sonne begannen wir unsere Runde und wurden gleich von einem Mitarbeiter freundlich angesprochen, der sich erkundigte wo wir denn herkämen und sich bei Bedarf anbot, uns Fragen zu beantworten. Nach einem kleinen Schwätzchen ging es dann los.

Die ersten Stationen des Caches waren fix gefunden und gefielen ob ihrer schlichten Raffinesse, zunächst führte die Tour um die wesentlichen Gebäude herum, etwa zu diesem Pavillon (eigentlich eine Kapelle).

Dann ging es weiter durch den Park, an kleinen Teichen vorbei auf wohl gepflegten Wegen durch einen kühlen, schattigen Wald, der an heissen Sommertagen bestimmt wunderbar ist, vorbei an einem für das Schullandheim angelegten Klettergarten (und anderen spaßigen Items, wie einem in den Boden eingelassenen Trampolin), bis an die Grenzen des Grundes, wo wir diesen Ausblick genossen:

Ab hier führten dann noch ein paar verzwacktere Aufgaben weiter durch den Park zum Finale.

Angenehm war, dass der Park trotz offenkundig pflegender Hand sehr naturbelassen ist, so konnten wir am späten Vormittag noch zusehen, wie Wildhasen durch die tiefen Wiesen hoppelten, an den Ufern der Motel entlang schwirrten allerlei bunte Libellen und ähnliches, und die guten zwei Stunden, die die Cache-Tour mit allen Stationen dauert, vergingen wie im Flug. An diesem Montagmorgen war auch nichts los, ausser uns war nur noch ein weiteres Pärchen im Park unterwegs, so dasss wir die schöne Natur ganz für uns hatten. Wenn Schulklassen hier logieren oder Angebote wie die zwischen Bäumen gespannten Niedrigstahlseile zum Balancieren nutzen, ist sicher mehr Radau.

Schloss Dreilützow ist, wenn man an der A24 nach Wittenburg abfährt, nicht ausgeschildert – dafür kommt man an einem künstlichen Freizeitgelände namens Snow Fun Park vorbei, das seltsam tot wirkte (ich habe gerade festgestellt, die haben nur Mi-So auf). Dafür kann man ganz in der Nähe der Abfahrt neben Dr. Oetker noch eine alte Mühle bewundern, und wenn man nach Dreilützow hineinkommt ist man sofort mitten im Landleben, auf den Wiesen schnatternde Gänse inklusive.

Ein ausgesprochen hübscher Ausflug, den ich Hamburgern (und ganz besonders den Geocachern unter ihnen) sehr für einen entspannten Spaziergang empfehlen kann.

Update: Die Doppel-O-Agenten schreiben in einem schönen Bericht über ihren Besuch in Dreilützow (via Dosenfischer)

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2 Comments

  1. aba

    vielen dank fuer das tolle feedback. da huepft das owner-herz vor freude 😉

    ein hinweis: die dosenfischer. wir sind doch mehrere 😉

  2. Ja, das war ein sehr schöner Ausflug.

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