Rendsburg bietet gleich drei Dinge auf ein mal. Und das an einer Stelle. Die Rendsburger Hochbrücke ist schon ein mal einen Blick wert. Erbaut wurde sie 1911 bis 1913 als  eine bis zu 42 Meter hohe Stahlkonstruktion. Zusammen mit den beiden Auffahrtrampen ist sie 7,5 Kilometer lang und gehört zu den bedeutendsten Technikdenkmälern in Deutschland. Sie dient nur dem Zugverkehr. Damit dieser, vor allem schwere Güterzüge, die Steigung schafft wurde eine 360°-Schleife gebaut.

 

Bis 2013 wird die Brücke saniert. Es kann also im Moment vorkommen, dass Teile davon verbaut oder verkleidet sind oder der eine oder andere Zugang gesperrt ist.

Der zweite Punkt ist die Schwebefähre.

Sie hängt direkt unter der Brücke und wurde ebenfalls 1913 errichtet. Seit der Eröffnung am 02. Dezember 1913 fährt sie immer noch nach dem gleichen Fahrplan. Die Fährbühne hängt an einer Stahlseilkonstruktion unter der Hochbrücke. Zwei Minuten dauert die Fahrt über den Kanal, es passen 4 Fahrzeuge bzw. 60 Personen drauf. Die Überfahrt ist natürlich kostenlos. Wir können ja nichts dafür, dass uns hier der dritte Punkt vor die Nase gesetzt wurde.

Das ist der Nord-Ostsee-Kanal. Er quert Schleswig-Holstein auf gut 100 Kilometer von Brunsbüttel bis Kiel-Holtenau und erspart den etwa 900 km längeren Weg um die Nordspitze Dänemarks durch Skagerrak und Kattegat. Auch wenn es dort recht reizvoll ist.

Ein Paradies für Shipspotter ist er auch hier in Rendsburg. Sie können sich hier mit ihrer Kamera ans Ufer setzen und einfach abwarten. Die Pötte kommen im Minutentakt vorbei. Hier gibt es immer etwas zu sehen.

Ein besonderer Tipp für den großen und kleinen Hunger ist noch das Kanal-Cafe nur 600 Meter weiter. Den Hinweis auf das Kanal-Cafe haben wir aus dem Buch „Kann denn Süßes Sünde sein? Noch mehr leckere Rezepte aus norddeutschen Cafés„. Mit den Cafes darin lagen wir bisher immer richtig.