Wie angekündigt hatten wir uns Punkte bei IHG Rewards angespart und damit für unseren Singapur-Trip das Intercontinental Bugis gebucht. Die Nacht kostete uns 50.000 Punkte im Heritage Room und war damit nicht wirklich günstig. Aber in Euro wäre es auch nicht günstig gewesen.

Nun denn, es soll hier um das Hotel gehen. Wir kamen an und wurden an der Rezeption freundlich begrüßt. Doch erst mussten wir warten, die einzige Frau, die hier arbeitete, war mit einem komplizierten Gast beschäftigt. Sie beschaffte sich allerdings schnell Verstärkung, denn aus der Seitentür kamen plötzlich zwei weitere Angestellte.

Der Check-In ging zügig vonstatten. Daten bestätigen, Kreditkarte für eine Kaution, Zeitungswunsch, fertig. Wir wurden von einem weiteren Angestellten zu unserem Zimmer gebracht, was auch gut war, denn neben dem Hotelturm, der in Singapur mit seinem 16 Etagen eher klein wirkt, gibt es noch den historischen Teil des Gebäudes mit seinen Heritage Rooms. Mit dem Lift ging es in die dritte Etage, dann einen Gang lang, eine kleine Treppe runter, um die Ecke, durch eine Tür, weiter einen Gang im Freien entlang, um zwei Ecken und wir waren da.

Die Einrichtung des Zimmers entsprach der Beschreibung. Sie ist stimmig mit alten Möbeln dem Heritage-Thema angepasst. Das große Bett hat eine bequeme Matratze, und wir schliefen sehr gut.

Ein Schreibtisch für Business-Reisende lud zum Arbeiten ein. Trotz des alten Gebäudes wurde nicht mit Anschlüssen gespart. Neben viel Strom gab es noch Buchsen für Netzwerk und USB. Zudem VGA, HDMI, USB, Apple 30-Pin und eine Klinkenbuchse, die mit dem TV verbunden sind. Die Stromanschlüsse nahmen auch Euro-Stecker.

Hinter dem Schreibtisch luden die großen Fenster nicht so wirklich mit dem Ausblick ein. Wir blickten auf die Sitzplätze des Food Courts der Bugis Junction Mall. Hier ist man in den neueren Zimmern des Turms besser dran.

In einer Art Kommode versteckte sich die Mini-Bar. Dazu gab es kostenlos Wasser und den üblichen Kaffee und Tee. Der Tee kam von TWG, für den Kaffee gab es eine French Press. Sehr schön. Wir mussten nur alles suchen, da es in Schubladen und Seitentüren der Kommode versteckt war.

Der Fernseher mit seine 42″ gegenüber dem Bett verführte dazu, im Bett zu bleiben und nicht die Stadt zu erkunden. Neben TV-Programmen und Städte-Guides konnte man sich hier über das Menü des Fernsehers sogar extra Kissen oder Wasser oder  Eiswürfel bestellen.

Nicht nur das Zimmer, auch das Bad war für die Verhältnisse in Singapur geräumig. Eine große Dusche mit Regenschauer-Duschkopf auf der einen, eine Badewanne auf der anderen Seite des Raumes. Dazwischen Toilette und Waschbecken mit den Pflegeprodukten.

Wir hatten ohne Frühstück gebucht und nutzten auch das Restaurant nicht. In Singapur gibt es genug gute Quellen für Essen. Aber wir verbrachten einen Abend in der Bar und tranken einen Hochzeitstags-Cocktail.

Das Hotel musste wohl unsere Tweets mitgelesen haben, nachdem wir sie ein Mal erwähnt hatten. Als wir auf das Zimmer zurückkamen, erwartete uns eine Überraschung. Sehr aufmerksam. Von hier noch ein mal vielen Dank an die Crew des Intercontinental.

Die einzige Hoteleinrichtung, die wir sonst noch nutzten, war ab und zu der Pool auf dem Dach in der vierten Etage. Viele Liegen, allerdings kaum überdacht, stehen um ihn herum. Da es öfters regnete, waren es für uns immer nur kurze Ausflüge hier hin.

Das Intercontinental Bugis bietet einen Super-Service und ein schickes Ambiente. Doch ich kann vorweg sagen, es war nicht unser Lieblings-Hotel auf dem Trip. Wenn nicht die Kosten wären – so ein Interconti ist nicht billig – würden wir uns es aber durchaus öfters gönnen.