Der dritte Tag unserer Reise begann ähnlich wie der letzte geendet hatte. Zwar regnete es nicht, das Wetter war sonst aber auch nicht besser. Bedeckt und kalt war es, als wir in Niagara Falls losfuhren. Über den ganzen Tag wurde es nicht besser.

Zuerst liessen wir uns vom Garmin über den Highway bis hinter St. Catherines führen. Dort hatten wir uns ein TB-Hotel als Ziel gesucht, um in das Land einzutauchen. Wir verliessen den Highway, fanden natürlich auch den Cache, und folgten dann weiter den Nebenrouten in Richtung Hamilton

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Wir waren von Weinbergen umgeben, nicht so steil, wie man es aus Deutschland kennt, dafür aber größer. Mit dem Lake Ontario im Rücken und den Weinreben um uns herum kamen wir uns fast vor wie am Bodensee. Dazu kamen noch die Obstbäume, die sich immer wieder dazwischen mischten. Es war nur alles um einiges größer.

Dank des nicht so tollen Wetters stoppten wir nicht so oft für einen Cache. Dafür sahen wir uns hiesige Supermärkte und andere lokale Läden an. Abgesehen von Wal-Mart geht es hier nicht so in Richtung Supercenter. Auch das Angebot ist anders, teils vielseitiger und es gibt einiges mehr an frischer und lokaler Ware. Erst nach einer Weile kamen wir an einem der Highlights an.

Devils Punch Bowl nennt sich ein Earthcache nahe dem entsprechenden Wasserfall. Dieser ist auch ein Horseshoe Fall, doch einiges kleiner als der in Niagara, und die Wassermenge ist dagegen ein Rinnsal. Dafür ist auch dieser hier beeindruckend und hübsch anzusehen.

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Der weitere Weg führte uns zum Canadian Warplane Heritage Museum, dem Flugzeugmuseum am International Hamilton Airport. Hierfür werden wir noch einen getrennten Bericht veröffentlichen. Schon daran sieht man, dass sich ein Besuch lohnt.

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Nachdem wir in Hamilton in unserem Hotel eingecheckt hatten, wieder einem Days Inn, wollten wir uns etwas umsehen. Doch Hamilton als Stadt fanden wir nicht so ansehnlich und übersichtlich war sie auch nicht. Direkt gegenüber dem Hotel gibt es einen Feinkostladen. Denningers, World of Foods. Hier gibt es alles, wonach des Einwanderers Herz gelüstet. Selbst viele deutsche Produkte in der Originalverpackung waren dabei, es gab selbstgebackenen Apfelstrudel, den Mengen nach sehr gefragt, Bratwurst usw.

Unser weiterer Weg führte uns in den Hafen zur HMCS Haida, einem alten Kriegsschiff, dass hier liegt. Leider konnten wir es uns nur von aussen ansehen, weil es nur zur Sommerseason geöffnet ist und die leider erst eine Woche später begann. Überhaupt macht vieles in Ontario erst zum Victoria Day Ende Mai auf.

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Auch der Bayfront Park war nicht sonderlich interessant. So kamen wir darauf, uns eine typische kanadische Mall anzusehen. Wir waren auf der Fahrt nach Hamilton schon in einer gewesen, die keinen Unterschied zu anderen Einkaufszentren weltweit zeigte. Doch hier, in der Golf Links Road, war alles anders. Über Kilometer erstreckten sich Parkplätze mit Läden, alle einzeln stehend und nicht als ein großes Einkaufszentrum zusammengefasst. Das erklärt, warum wirklich jeder hier ein Auto zu haben scheint.

Danach liessen wir den Tag ausklingen. Was uns auffiel, waren die leicht geänderten Verkehrsregeln in Kanada – und die im allgemeinen sehr gelassene Fahrweise der Kanadier. Kein Drängeln, kein Rasen und alle scheinen vorsichtig zu fahren. Zu den Regeln: Man darf an roten Ampeln immer rechts abbiegen, ausser ein Schild verbietet es. Ich habe nur ein einziges gesehen. Und an Stopschildern, meist stehen sie an allen vier Seiten der Kreuzung, gilt nicht rechts vor links, sondern nach einem vollständigen Halt fährt der zuerst, der auch zuerst an der Kreuzung ankam. Auf den ersten Blick ist das gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber erstaunlich gut. Aber nun ab ins Bett