Von Hamburg bis Hawaii

Unterwegs in aller Welt

Tag 7 – Trieste

Gleich nach dem Frühstück ging es für uns in Rakovice los. Wir wollten bis nach Trieste. Doch entgegen den Vorschlägen der Routings unseres Garmin sind wir einen Umweg gefahren. Bei der Hinfahrt hatte es uns über die wohl schlechteste Straße Kroatiens geführt und wir wollten das nicht noch toppen.

Obwohl es nicht zum Wetter passte, leichter Regen und Nebel, wollten wir die romantische Route nehmen. Die schnelle wäre nach Norden bis Karlovac und dann die Autobahn gewesen. Wir fuhren die D1 nach Süden, an den Plitvicer Seen vorbei, und ignorierten den Vorschlag des Garmin, auf eine enge Landstraße, die sich über den Berg schlängelte, abzubiegen. Weiter südlich führte dann die gut ausgebaute D52 über den Berg, teils mit drei Spuren.

Weiter im Westen, bei Vratnik, machten wir dann den ersten Stopp. Trotz des schlechten Wetters und den starken Windböen begutachteten wir die Festung auf dem Berg und suchten natürlich auch noch den Geocache, der uns als Waypoint in diese Richtung geführt hatte.

Von dieser Bergspitze hatten wir einen phantastischen Ausblick auf das Tal, das sich bis zur Adria schlängelte.

Weiter ging es die Serpentinen hinunter an die Adriaküste, die wir bei der nördlichen Route nicht wirklich richtig gesehen hätten. Wir folgten der Küstenstraße nach Norden, immer direkt am Meer entlang mit der Insel Krk gegenüber, bis wir zum Abzweig nach Rijeka kamen. Dort befuhren wir die Autobahn, die uns um die, von aussen gesehen, häßliche Stadt herumführte. Weiter nach Westen folgten wir nicht weiter der Autobahn in Richtung Triest sondern fuhren auf die B8, die wohl bald zur A8 wird. Die ersten Mautstationen stehen schon, man kann aber noch ohne zu bezahlen durchfahren. Dabei beobachteten wir auch den Brückenbau, bei dem eine ganze Abfahrt als großer Brückenbogen, der vom Berg wegsteht, gebaut wird. Wir folgten der B8 bis Vela Draga, einer Schlucht, die durch die Reibung der Europäischen und der Afrikanischen Erdplatte entstand. Ein grandioser Ausblick.

Von hier ging es über Land weiter nach Norden durch Slowenien nach Triest. Unser Hotel lag etwas ausserhalb, die Villa Alle di Banne. Bezahlhar, etwas heimelig in dem kleinen Vorort Banne vor Triest gelegen. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit einer Tour der historischen Straßenbahn Triestes. Nur die Linie 2 ist noch verblieben und wird auf historischer Strecke mit historischen Wagen betrieben. Die Fahrt ist mit 1,10 € recht günstig und führt über alte Gleise in malerischem Grün von Opicina bis in die Innenstadt in die Nähe des Hafens. Dabei wird ein Teil der Strecke mit nicht gerade unbeträchtlicher Steigung mit einem Seilzugsystem überwunden.

Unser Abendessen verspeisten wir in einem der ältesten Bistros der Stadt, dem Buffet Da Pepi, direkt in der Altstadt gelegen. Hier gibt es alles vom Schwein, reinster Fleischeslust kann man hier fröhnen. Sicher ist das ganze nicht ganz günstig, schon aufgrund der Lage, aber die Qualität holt es wieder heraus.

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1 Comment

  1. MacKenzie

    Rijeka ist nicht nur von außen hässlich 😉
    Die Stadt ist mir als regelrecht grauenhaft in Erinnerung, wobei ich zugeben muss das es schon ein paar Jährchen her ist, seit ich dort war.
    Ansonsten sehr schöne Berichte bislang.

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