Für den heutigen Tag hatten wir uns vorgenommen auf die Toronto Islands zu fahren. Dazu mussten wir erst ein mal an die Fähre im Hafen kommen. Da wir unser Hotel aber perfekt ausgesucht hatten, war es für uns nur ein Katzensprung. Wären wir keinen Umweg gelaufen, hätten wir es locker in zehn Minuten geschafft.

Für 6,50 C$ pro Person kauften wir uns ein Ticket. Die Rückfahrt ist schon inklusive. Nicht mal fünfzehn Minuten dauerte es bis das Schiff bzw. die Fähre auf der anderen Seite auf Centre Island war. Alternativ hätten wir auch die Route zu Harlans Point (beim Toronto City Flughafen) oder nach Ward Island, dem südlichen Ende der Islands, nehmen können.

Sofort machten wir uns auf, den ersten Cache zu finden. Es dauerte ein bisschen bis sich die Dose zeigte. Dann ging es auf zum Spaziergang. Ein bisschen erinnerte uns das hier an Singapur und Sentosa Island. Der Städter fährt auf die vorgelagerte Insel um zu entspannen, an den Strand zu gehen oder sich im Vergnügungspark eben zu vergnügen. Aber auch hier wurde noch entrümpelt und hergerichtet und frühestens am nächsten Wochenende, eigentlich aber erst im Juni eröffnet. Das hatte den Vorteil dass trotz schönen Wetters nicht wirklich viel los war, bis auf ein paar Gruppen Schüler, die im Science Center Unterricht hatten, und eine KiTa-Gruppe die am Sandstrand spielte.

Nach etwas über einem Kilometer hatten wir den Leuchtturm erreicht und damit auch den zweiten Cache in der Tasche. Der weitere Weg führte uns quer über Wards Island hin zum dortigen Fähranleger. Vorher sahen wir uns aber noch die Bridge Boutique an, den bisher größten Cache, den wir bisher gefunden hatten, und den man aufgrund seiner Größe gar nicht als solchen wahr nimmt.

Von Wards Island dauerte die Überfahrt ein paar Minuten länger. Wir mussten nur eine halbe Stunde warten weil die Fähre gerade weg war. Auf dem Festland wieder angekommen, setzten wir uns in Richtung Steam Whistle Brewery in Bewegung. Ich hatte schon das alte Bahngebäude mit der Brauerei beschrieben. Mit unseren Freikarten kamen wir gleich auf die erste Tour. Doch zuvor gab es erst mal eine Kostprobe des Biers.

Dann lernten wir einiges über die Geschichte des Gebäudes und die Art, auf die hier Bier hergestellt wird. Wir mussten etwas grinsen, als uns unser Führer, von Typ und Aussehen Hoecker Junior, auf phonetischem Deutsch das „Deutsche Reinheitsgebot“ erklärte. Zum Abschluss der Tour gab es noch mal ein Glas aufs Haus.

Nach dem Bier auf leeren Magen aßen wir unter dem CN Tower ein paar Pommes, die hier ganz anders aussehen. Aber sie waren nicht aus der Tiefkühlung sondern frisch zubereitet und schmeckten ganz gut.

Unser letztes Ziel des Tages sollte der St. Lawrence Market sein. Ebenfalls in einem historischen Gebäude gelegen gibt es hier viele Lebensmittelstände mit richtig gut aussehender Ware. Dieser Stop empfiehlt sich für jeden, der sich nicht nur von Supermarkt-Fertiggerichten ernährt. Obwohl auch alle anderen hier sehen und schmecken können, was richtiges Essen ist. Der Markt in einer traditionellen Markthalle gelegen, ist so etwas wie das (teure) Gourmet-Mekka der Stadt, hier gibt es frischen Fisch und Meeresfrüchte in Top-Qualität, Feinkost aus aller Welt, Bio-Lebensmittel, Obst und Gemüse, Gewürze, Kaffee usw. in der Deluxe-Ausgabe. Zum St. Lawrence Market gehört auch noch ein farmers market, der hat aber nur Samstag geöffnet, da gibt es dann auch frische regionale Waren von den Bauern Ontarios.