Zusammen mit dem Partnermuseum in Sinsheim bietet das Technik Museum in Speyer eine ganze Menge. Vor ein paar Jahren hatten wir beide schon mal besucht. Inzwischen ist in Speyer die Raumfahrt-Ausstellung dazu gekommen, und das war der Grund, warum wir wieder dort waren. Auf der Website erfuhren wir, dass auch eine Transall zu den Ausstellungsstücken gehören soll. Leider konnten wir diese nicht aus der Nähe begutachten, denn sie war noch im hinteren Bereich abgesperrt abgestellt. Mehr als ein Blick von Parkplatz aus war nicht möglich.

In einer denkmalgeschützen Halle unweit des Speyrer Doms ist das Technik Museum beheimatet. Schon vor den Türen sind die erste Flugzeuge ausgestellt. Nach dem wir den Obulus von 14 Euro pro erwachsenem Besucher bezahlt hatten, betraten wir die Halle. Hier erwartete uns als Besucher eine große Ausstellung mit Oldtimern aller Art. Besonders in Erinnerung sind mit ein Mercedes Benz 300 SL, ein Porsche aus den 50ern und die vielen Bullis mit Brezelfenster geblieben. An den Rändern der Halle können noch einige Dampflokomotiven begutachtet werden. Eine komplette Reihe ist alten Feuerwehrfahrzeugen gewidmet. Sehr schöne Ausstellungsstücke sind hier dabei.

Was uns besonders interessierte, ist aber auf der Aussenfläche zu finden. Hoch über dem Museum thront eine Boeing 747, ehemals eine Lufthansa-Maschine. Es sind doch einige Treppenstufen, bis man auf der Plattform direkt unter dem Flugzeug ist. Hier gibt es für Kinder auch eine Rutsche, um schneller wieder herunter zu kommen. Eine Wendeltreppe führt dann nach oben zur Tür. Wir traten ein und, wir waren früh dran, hatten Yankee Mike komplett für uns alleine. Hier kann man nach Herzenslust durch alle Bereiche der Maschine gehen. Vom Passagierdeck ins Oberdeck, nach vorne ins Cockpit oder nach unten in den Frachtraum. Und als Besonderheit darf man durch einen Notausgang hinaus auf eine Tragfläche laufen und hat hier den besten Ausblick auf Speyer. So schön wie wir es hatten, dürfte es allerdings selten sein, denn dann strömen Besuchermassen durch das Flugzeug. Hier hilft nur ausserhalb der Saison und möglichst früh sein.

Die Raumfahrtausstellung, wir waren ja deswegen gekommen, ist direkt daneben in einer neu errichteten Halle zu finden. In hinteren Teil der Halle, vor der Rückwand, ist die Hauptattraktion zu finden. Buran, das russische Space Shuttle. Über eine kleine Treppe kann jeder den Kopf in den hinteren Teil stecken und die Brennkammern von innen betrachten. Wer daneben die Treppe besteigt, der geht direkt in die große, oben aufgeklappte Frachtluke. Hier sind ein paar Module eingehängt und ein Blick ins Cockpit ist auch möglich. Durch die Kacheln, die das Hitzeschild bilden, erweckt das alles den Eindruck eines Modells, doch hier steht ein echtes Raumfahrzeug vor einem. Absolut beeindruckend.

Um die Buran herum sind viele Schautafeln mit Ausstellungsstücken aus den verschiedensten Raumfahrtprogrammen wir Mercury, Apollo und Sojus. Auch verpackte Weltraumnahrung kann begutachtet werden. Hinter der Buran ist dann noch ein 1:1 Modell des Mondlanders von Apollo 11 zu sehen. Auch ein Nachbau eines Mondautos gibt es. Weniger interessant und auch nicht dazu passend sind die Motorräder, die auf den Galerien zu sehen sind. Auch die in der Halle untergebrachte Modellbahn reizt nicht so. Dafür wurden unter der Decke dann noch ein Ju52 und andere Flugzeuge und Hubschrauber aufgehängt. Auch ein kleiner Seitenabschnitt der Halle kann sich sehen lassen, denn hier stehen neben dem Bus der Kelly Family noch zwei Leiterwagen von US-Feuerwehren aus den 50ern.

Die meisten anderen Attraktionen ausser der Buran warten auf dem Freigelände. Neben der erwähnten 747 und einigen Kampfflugzeugen steht hier auf Stelzen eine Antonov AN-22. Hier kann man auch hinein und sich den riesigen Frachtraum ansehen. Daneben ist noch ein Seenotrettungskreuzer zu finden, auch begehbar und ein U-Boot, die U9, in deren Inneren jeder ein mal die beklemmende Enge eins U-Bootes erfahren kann.

Das Technik Museum in Speyer bietet nicht ganz so viele Ausstellungsstücke wie das Schwestermuseum in Sinzheim. Wer beide besuchen will erhält unter Vorlage einer Eintrittskarte im jeweils anderen Museum einen Rabatt von einem Euro. Was uns in Bezug auf Flugzeuge besser gefiel war die Flugausstellung Hermeskeil, dort sind allerdings nur Flugzeuge zu finden.