Am Hamburger Flughafen ging unsere Reise los. Auch wenn wir den Flughafen nun schon einigermassen kennen entdecken wir immer wieder etwas neues. Dieses mal die Ladestationen an den Gates, die nicht nur normale Steckdosen sondern auch USB-Buchsen haben. Ausserdem gibt es von mobilcom-debitel kostenloses WLAN. Leider sind es zu wenig, wie viele es genau gibt, weiss ich nicht, aber ich habe nur zwei Stationen mit je vier Plätzen gesehen.

Eine A319 von British Airways bringt uns dann noch London. Hierzu gibt es nicht viel zu sagen. Die Sitze sind ganz bequem, ein Getränk und was zu knabbern gibt es dazu und die Bordunterhaltung fehlt gänzlich. Für gut eineinhalb Stunden lässt sich das verkraften. Heathrow ist im Vergleich zu Hamburg dann doch was anderes. Nach einigen Warteschleifen landen wir und müssen erst mal feststellen, dass Passagieren, die aus einem Flugzeug kommen generell nicht zu trauen ist. Nicht dass wir das Flugzeug einfach so ohne Sicherheitsvorkehrungen hätten betreten können. Trotzdem müssen wir uns in Heathrow anstellen, Pässe werden noch mal kontrolliert und einen Sicherheitscheck gibt es auch noch mal. Dummerweise landet der Zufallsgenerator bei mir und der komplette Inhalt meines Rucksacks wird einzeln kontrolliert.

Hunger. Gordon Ramsay soll mit seinem Restaurant Plane Food im Sicherheitsbereich des Flughafens gutes Essen liefern. Zu erst stellen wir fest, gute Messer liefert er nicht, denn damit könnte ich ja noch böses anstellen. Das Essen überzeugt dann nicht wirklich. Für einen Flughafen ist es vielleicht ganz gut, für den Namen Gordon Ramsey enttäuschend. Dumm nur, dass man dafür auch noch den Ramsey-Preis bezahlt.

Mit ein wenig Verspätung betreten wir eine schraddelige Boeing 747-400, auch von British Airways. Man könnte in Neudeutsch auch sagen „Das Economy-Produkt ist outdated“. Anders gesagt, wir sind von Emirates besseres gewöhnt. Enge Sitze in der Breite, der Sitzabstand nach vorne geht gerade so. Das einzig clevere an den Sitzen ist die Kopfstütze, deren Seiten sich nach vorne drehen lassen und so einen guten Halt bieten. Das Display mit dem man sich während des Fluges, ganze 10,5 Stunden sind es bis Las Vegas, unterhalten könnte, ist klein und dunkel. Spaß macht das so keinen. Das Essen dagegen ist besser als erwartet. Nach diesem Flug ist British Airways für zukünftige Flüge gestrichen, sollten sie nicht mit einem neueren, deutlich verbesserten Produkt auf den Markt kommen.

In Las Vegas mussten wir dann noch durch die Border Protection. Im Prinzip kein Problem, hat man die Schlange erst mal hinter sich und einen netten Beamten erwischt. Wir hatten Glück. Gepäck geholt und ab zum Ausgang. Da wartete auch schon ein Bus mit der Aufschrift „Car Rental“. Dieser brachte uns drei Meilen weiter zum Parkhaus der Autovermieter. Schnell Alamo den Gutschein vorgelegt, den wir mit der Vorausbuchung über billiger-mietwagen erhalten haben und alle Nachfragen zu Zusatzverkäufen verneint. Obwohl wir sämtliche Versicherungen inklusive hatten, wurde trotzdem versucht, sie uns zu verkaufen. Allerdings nicht penetrant, damit geht das dann noch. Wir bekamen also unsere Dokumente und dann ging es auf in das Parkhaus.

Wie wir es aus Toronto kannten gab es eine Choice Line. Übersetzt bedeutet dies, dass wir aus allen zu Verfügung stehenden Fahrzeugen der gebuchten Kategorie eines aussuchen konnten. Wir hatten Midsize-SUV gebucht, in USA ist das schon small. Die Beispielangabe bei der Buchung, Jeep Liberty, stimmte überein. Vor Ort standen davon dann auch ganze zwei Libertys, die bei uns wohl Patriot heissen. Nebendran standen noch zwei Jeep Compass, ein Kia und ein Fahrzeug, an das ich mich nicht mehr erinnere. Wir nahmen einen der Libertys, weil sie die einzigen mit zuschaltbarem Allradantrieb waren. An der Parkhausausfahrt wurde noch unser Fahrzeug zum Mietvertrag erfasst, das war es.

Weiter ging es zum Hotel. Die Sunset Station in Henderson hatten wir gebucht. Ein Hotel mit Casino. Als wir ankamen hatten wir den Eindruck, es wäre anders herum. Casino mit Hotel. Es gab zwar einen Hoteleingang, der war aber nur für Gäste mit Karte. Die Rezeption fanden wir dann in einer kleinen Ecke Im Casino. Wir checkten ein, begutachteten unser Zimmer im neunten Stock, gingen noch schnell etwas im Hoteleigenen Fatburger essen und fielen dann ins Bett. Der Tag war lang genug gewesen.