Gleich zu Beginn muss ich schon ankündigen, dass dies der wohl kürzeste Bericht über unsere Reise wird. Wie schon am Tag zuvor geschrieben, Phoenix war nur Zwischenstation. Wir sind auch hier früh los und auf den Interstate nach Süden. Das Ziel war die nächst größte Stadt, Tucson, wo wir auch wieder übernachten wollten. Nach ereignisloser Fahrt standen wir dann auch schnell auf dem Parkplatz des PIMA Air and Space Museum.

Das PIMA Air and Space Museum war der einzige Grund für die Fahrt vom Grand Canyon hier runter. Wir wären sonst über den Yosemite National Park nach San Francisco gefahren. Doch dieses Museum ist für uns als Flugzeug- und Technik-Museums-Besucher Pflicht. Und was soll ich sagen. Es lohnt sich.

Im Mai 1976 wurde dieses Museum eröffnet. Damals waren immerhin schon 48 Flugzeuge in der Ausstellung. Selbst das wäre für uns schon viel gewesen, denn ausser Hermeskeil gibt es bei uns kein so umfangreiches Museum. Heute stehen hier über 300 Flugzeuge auf 320.000 m². Damit ist es das weltgrößte private Luftfahrtmuseum. Leider, und so muss man es trotz der Menge an Ausstellungsstücken sagen, gibt es fast nur Militärmaschinen.

Unter den Flugzeugen ist unter anderem eine SR-71A Blackbird, eine A-10 Warthog, einige B52s und ein Super Guppy. Natürlich gehört noch die Arizona Aviation Hall of Fame zum Museum und im Space Hangar eine schöne Raumfahrtausstellung. Das nahe dazugehörige Titan Missile Museum haben wir ausgelassen.

Dafür haben wir die angebotene Boneyard-Tour gemacht. Diese dauert ca. 1,5 Stunden und führt per Bus und Guide durch die gegenüberliegende Air Force Base. Hier sind viele Flugzeugtypen ausgestellt mit einem Schild mit Typenbezeichnung. Der Bus hält vor jedem Flugzeug und der Guide, in unserem Fall ein ehemaliger Air Force Pilot, der unter anderem F4, F14 und 14 Jahre F16 geflogen ist, erzählt so einiges. Spannender als die einzeln stehenden Flugzeuge sind aber die Lager der 309th Aerospace Maintenance and Regeneration Group (AMARG). Über 4.400 Flugzeuge stehen hier in Reihen nach Typen sortiert und harren der Dinge. Einige davon sind nur zwischengelagert, andere dienen als Ersatzteillager und viele werden verschrottet. Doch zu alle dem wird es noch mal einen eigenen Artikel geben.