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USA2014 – Tag 17 – Death Valley Teil 2

Wir frühstücken im Draft Picks. Ein passender Name, denn es ist die Bar des Best Western, und das Frühstück ist inklusive. Hier haben wir zum ersten Mal Porzellantassen beim Frühstück (jedenfalls nehmen wir es hier das erste Mal bewusst wahr nach dem Styrofoam-Irrsinn der letzten zwei Wochen). Neben einem alten Nascar-Fahrzeug, einer Bowling-Bahn und ein paar Spielautomaten ist es an dem alten Holztisch hier richtig gemütlich. Der Rest des Frühstücks ist leider nur der nicht so gute Standard.

Da wir sehr früh los fahren, die Fahrt in das Death Valley ist weit, haben wir ein Problem, eine Tankstelle zu finden. Oder eher: eine zu finden, die unsere Kreditkarte nimmt. Hatten wir in Utah damit gar kein Problem, will in Kalifornien und Nevada wohl jede Zapfsäule den ZIP-Code, also die Postleitzahl. Leider geht das mit deutschen Karten nicht, und die Shops zu den Tankstellen haben auch noch zu. Erst an der dritten ist der Laden geöffnet, und ich kann im Laden im Voraus bezahlen.

Wir sind endlich auf dem Weg. Die gleiche Strecke, die wir am Vortag nach Pahrump gefahren sind, fahren wir jetzt ins Death Valley – vorbei am Ash Meadows Wildlife Refuge und dem Amargosa Opera House and Hotel in Richtung Parkeinfahrt. Dann der Schreck: Die entgegenkommende Highway Patrol ist gerade an uns vorbei gefahren, da sehe ich im Rückspiegel noch das blau-rote Licht auf dem Dach aufflackern.

„Was habe ich denn jetzt falsch gemacht?“ denke ich. Ein Blick auf den Tacho, alles ok. Im Rückspiegel taucht nichts auf, doch die Strasse ist wellig, und der Blick geht nicht weit. Ich fahre weiter, sehe aber im Sekundentakt in den Rückspiegel. Er scheint nicht gewendet zu haben, es scheint nicht uns gegolten zu haben.

USA 2014 - Tag 17 - Death Valley

Wir kommen nach einiger Zeit am Zabriskie Point an. Dieses Mal sind nur zwei Fahrzeuge hier, und wir haben den Aussichtspunkt fast für uns alleine. Die von Erosionsspuren geprägte Landschaft wurde nach Christian Brevoort Zabriskie, Vize-Präsident der Pacific Coast Borax Company, benannt.

USA 2014 - Tag 17 - Death Valley

Die Formation entstand aus den Sedimenten des vor 5 Millionen Jahren ausgetrockneten Furnace Creek Lake. Die Aussicht ist toll, und die Farbspiele, hier vor allem Gelbtöne, aber weiter hinten auch grünlich, sehen sehr schick aus.

USA 2014 - Tag 17 - Death Valley

Als dann ein Reisebus mit einer Gruppe Chinesen kommt, ziehen wir weiter.

USA 2014 - Tag 17 - Death Valley

Doch ein Stück zurück auf der Strasse ist die Zufahrt zur 20 Mule Team Road. Hier kann man direkt durch ein Stück der Badlands fahren. Die Dirt Road ist One-Way und sollte nicht nur mit einem Geländewagen befahrbar sein. Wir tun das, und finden noch viele andere, die sich Zabriskie Point lieber von hier aus ansehen. Auf dem Video sieht man den einen oder anderen winken. Am Anfang ist es noch etwas eintönig, das gibt sich aber gegen Ende hin. Leider hatten wir etwas viel Gegenlicht.

Als nächstes machen wir erst einmal wieder Strecke. Wir fahren bis Badwater. Das ist ein ganzes Stück nach Süden. Wir sind hier 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel, und hier kann man die Salzfläche betreten.

USA 2014 - Tag 17 - Death Valley

Wir wundern uns, warum viele auf der anderen Seite in den Felsen herumklettern, anstatt sich die Attraktion anzusehen. Doch als wir nach oben sehen, entdecken wir das Schild „SEA LEVEL“, eben gut 85 Meter über uns.

USA 2014 - Tag 17 - Death Valley

Unsere nächste Station ist Natural Bridge Canyon, eine kleine Nebenstrasse auf dem Rückweg. Vom Parkplatz aus führt ein Trail in den Canyon. Wir gehen ihn bis zur Natural Bridge, die durch das abfliessende Wasser hier entstanden ist. Dann kehren wir um.

USA 2014 - Tag 17 - Death Valley

Einer der berühmtesten Punkte im Death Valley dürfte sicher Devils Golf Course sein. Die Ebene hier ist mit Erdschollen und Salzkrusten übersät. Alles ist uneben, und jeder Schritt muss gut bedacht werden. Dazu sind die Salzkrusten teilweise so scharfkantig, dass eine kleine Berührung für einen schönen Schnitt reicht. Ist es warm, kann ein metallisches Knacken zu hören sein, das von den Salzkristallen erzeugt wird.

USA 2014 - Tag 17 - Death Valley

Natürlich wird die Fläche auch gerne mal für ein paar Fotoshootings genutzt.

USA 2014 - Tag 17 - Death Valley

Wir fahren lieber weiter zum Artist’s Drive. Dieser führt uns durch eine bergige Landschaft bis zu Artist’s Palette. Warum dieser Punkt so benannt wurde, sieht man hier deutlich am Farbenspiel der Mineralien auf den Felsen.

USA 2014 - Tag 17 - Death Valley

Auf der Weiterfahrt, auch diese Strecke ist One-Way, finden wir auch noch unterwegs bunte Flächen auf den Felsen. Am Ende denken wir uns, wir hätten ja mal die GoPro mitlaufen lassen können. Also fahren wir wieder zum Startpunkt und machen ein Video für Euch. Auch hier ist es erst wieder im letzten Teil spannend.

Das Borax Mine Museum, nicht weit vom Visitor Center entfernt, zeigt auf einem kurzen Rund-Trail, was und wie hier abgebaut wurde. Ein richtiges Museum darf hier keiner erwarten, denn es ist alles am Wegesrand im Freien aufgebaut.

USA 2014 - Tag 17 - Death Valley

In Furnace Creek gibt es noch ein Borax Museum mit ein paar Ausstellungsstücken zur Geschichte. Der Eintritt ist frei, wohl auch, weil hier Schmuck verkauft wird.

USA 2014 - Tag 17 - Death Valley

Hinter dem Gebäude stehen noch ein paar Fahr- und Werkzeuge und eine alte Lok.

Unsere letzte Station des Tages ist Dantes View. Die Fahrt dort hin dauert, wie so oft im Death Valley, lange. Schon an der Zufahrt steht eine deutliche Längenbegrenzung für Fahrzeuge, die jedoch erst auf den letzten paar hundert Metern Sinn macht. Die lange Zufahrt geht in die Berge, und wir machen bis zum Ende über 1.600 Höhenmeter im Vergleich zum Visitor Center in Furnace Creek.

USA 2014 - Tag 17 - Death Valley

Der Ausblick über das Death Valley mit Badwater und Devils Golf Course ist schon schick, doch so richtig lohnt es sich nur für diesen Blick nicht, die lange Anfahrt auf sich zu nehmen.

So langsam neigt sich der Tag dem Ende zu, und vor uns liegt noch über eine Stunde Fahrt nach Pahrump zurück. Fun Fact: Ein Großteil der Orte, an denen wir an diesem Tag waren, wurden in den alten Star Wars Filmen als Location benutzt.


Disclaimer: GoPro war so nett, uns eine GoPro Hero 3 Silver zur Verfügung zu stellen. Mit dieser wurde das im Artikel eingebettete Video erstellt. Wir danken vielmals für diese Unterstützung.

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2 Comments

  1. So sind Geschmäcker verschieden:
    Der Blick von „Dantes View“ ist für mich ein Muss (trotz langer Anfahrt), ich hätte ewig dort auf die Landschaft schauen können.

    LG Nathalie

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