Unsere letzte Nacht in Pahrump ist vorbei, und wir haben noch ausgiebig das Hotelfrühstück genutzt. Mit einem vollen Becher heißem Kaffee und einem vollen Tank geht es heute für uns nach Westen.

Zuerst folgen wir der schon bekannten Strecke über Amargosa ins Death Valley. An der Parkeinfahrt suchen wir zunächst einen kleinen Geocache. Weil das Wetter einiges besser ist als am Vortag, also mehr Sonne durch die ohnehin schon wenigen Wolken kommt, halten wir noch einmal am Zabriskie Point. Es gelingt uns auch tatsächlich, noch ein paar schönere Bilder zu machen.

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Am Visitor Center Furnace Creek vorbei geht es links zum Salt Creek. Der Trail führt auf Holzplanken am Salt Creek, der hier nur im Winter und im Frühling fliesst, entlang. Das Wasser kann salziger als Meerwasser sein und beherbergt mehr Lebensformen als gedacht. Diese Ecke und dieser Flusslauf hier ist für uns völlig unerwartet. Wer rechnet schon in der Wüste mit einem so hübschen kleinen Bach?

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Wir fahren weiter nach Norden und biegen dann nach Stovepipe Wells ab. Nicht weit von der Strasse sehen wir uns die Mesquite Flat Dunes an, auf denen auch Star Wars gefilmt wurde. Allerdings lassen wir den Trail auf die Dünen aus.

Wir wollen in den Mosaic Canyon. Eine Schotterstrasse führt auf den etwas erhöhten Parkplatz, an dem der Einstieg in den Canyon ist. Einstieg ist allerdings etwas übertrieben. Ein breites Flussbett führt in den dann enger werdenden Canyon. Den Namen hat der Canyon von dem von Wasser poliertem Marmor, aus dem die Felsen rund herum bestehen.

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Eine Viertel Meile ist der Haupttrail lang und führt durch die Windungen, die das Wasser hier hinterlassen hat. Noch mal knapp zwei Meilen weiter ist dann der Trail zu Ende, und man steht vor einem trockenen Wasserfall. Hier gibt es viel zu gucken, vor allem eben die Spuren, die das fliessende Wasser in den Fels gewaschen hat.

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Vom Mosaic Canyon fahren wir erst mal nach Stovepipe Wells zurück. Eine kalte Cola aus dem Shop erfrischt uns, und wir kaufen sogar Death Valley Kaffeebecher als Souvenir.

Weiter geht es mit dem Auto durch die Senke des Death Valley. Wir folgen der Strecke, bis der Abzweig zum Wildrose Campground kommt. Unser Ziel ist Ridgecrest, die Strecke durch die Berge ist kürzer und sicher auch schöner als die Variante des Highway 190 bis Panamint Springs und dann von da nach Süden.

Wir biegen also ab und folgen der engen, aber recht guten Strecke gut 45 Meilen bis zum Wildrose Campground. Hier biegt dann auch die Dirtroad nach Ridgecrest ab. Sogar ausgeschildert ist es, wenn auch klein.

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Drei Meilen sollen eine Schotterpiste sein, danach soll es wieder Asphalt werden. Hinter uns folgt ein Fahrzeug, doch es bleibt am Abzweig stehen. Die drei Meilen sind wirklich nur eine Schotterpiste. Unterwegs sind hier und da unter ein paar seltenen Bäumen Picknickplätze, doch die sehen aus, als wären sie lange nicht gepflegt worden.

Am Ende der Schotterstrasse wissen wir dann warum: Road Closed. Etwa 75 Kilometer nachdem wir von der Hauptstrasse abgebogen sind, kommt dieser Hinweis. Vorher stand es nirgends. Neben der Sperre ist allerdings eine Spurbreite mit Schotter aufgeschüttet, und darauf ist schon deutlich anhand Fahrspuren zu sehen, dass hier viele um die Absperrung gefahren sein müssen. Wir hadern mit uns. Das GPS zeigt noch etwa acht Kilometer Luftlinie bei fast gerader Strasse bis zu dem Abzweig, zu dem wir wollen. Dort führt die Hauptstrasse von Süden nach Panamint.

Dann entscheiden wir uns, es zu versuchen und weiter zu fahren. Acht Kilometer zu 75 plus noch den Umweg über Panamint sind das Hauptargument. Der Tank ist noch voll genug und ob wir jetzt die 75 zurück fahren oder noch ein paar mehr, sollten wir nicht weiter kommen, darauf kommt es auch nicht mehr an.

Hinter der Absperrung überrascht uns bald eine leere breite Aspahltstrasse in gutem Zustand. Wir wundern uns über die Sperre, aber wir kommen gut voran. Nach drei Kilometern sehen wir dann den Grund für die Sperre: Eine Hälfte der Strasse wurde weggespült. Doch der Rest ist breit genug, und wir kommen weiter. Immer wieder fehlt eine Hälfte, ab und zu hat es auch Schotter über die Strasse gespült, doch wir kommen gut voran. Hier und da halten wir und verschaffen uns erst einen Überblick über das, was vor uns liegt.

Wieder einmal fahren wir an, da hält nicht weit hinter uns das Fahrzeug, das schon am Abzweig des Campgrounds gehalten hat. Auch dieser Fahrer wollte wohl nicht zurück und hat die Absperrung umfahren. Nach fünf Kilometern stehen wir dann vor einem Flussbett. Die Strasse ist auf etwa 50 Metern komplett weg. Aber auch hier haben sich schon einige durchgekämpft, und eine Fahrspur ist zu sehen.

Auch wir schaffen es, und danach haben wir es geschafft. Glatter Asphalt ohne weitere Schäden liegt für die letzten drei Kilometer vor uns. Erst jetzt kommen uns Bedenken. Was ist, wenn die andere Seite abgesperrt ist?

Und sie ist es auch. Auf den letzten hundert Metern sehen wir die Sperre. Vor uns, wir sind auf einer Anhöhe und blicken in die Senke, liegt die Strasse, auf die wir wollen. Bauarbeiten sind im Gange, doch es fahren Autos durch. Wir fahren an die Sperre ran, stellen fest, dass es keine Schranke sondern nur Poller sind, und kommen gerade so mit unserer Fahrzeugbreite hindurch.

Puh, Glück gehabt. Erst jetzt stellen wir fest, dass wir weder Fotos noch ein Video gemacht haben. Wir denken uns, das wird uns so keiner glauben.

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Der Rest der Strecke ist dann fast komplett langweilig. Viel flache Wüste, ein zwei kleinere Berge, die es zu überwinden gilt und Trona, das ohne die Salzindustrie eine Geisterstadt wäre. Von acht Tankstellen hat noch eine auf und der Rest sieht auch aus, als wäre er vor zwanzig Jahren abgeschlossen worden.

Meilen von Ridgecrest entfernt fällt uns ein Zaun am Rand des Highway auf. Meilenweit sperrt dieser auch ab. Wir denken uns schon, dass es Militärgelände ist, doch erst später erfahren wir, das wir hier die Naval Air Weapons Station China Lake neben uns haben. Mit 4.500 qkm ist es das größte zusammenhängende Gebiet der Navy und deckt 12% des Luftraums von Kalifornien ab. Das ist in etwa so groß wie das Ruhrgebiet.

Nach dem ereignisreichen Tag machen wir es uns in unserem Motel gemütlich und waschen uns erst einmal den Staub der Strasse von der Haut.