So richtig haben wir nicht für den Tag in Santa Maria geplant. Doch einen Punkt haben wir uns schon vorher als Ziel ausgesucht. Das Santa Maria Museum of Flight.

USA 2014 - Tag 22-25

Was auf der Website groß aussieht, entpuppt sich als ein ziemlich kleines Gebäude am Flughafen von Santa Maria. Draussen stehen ein paar Flugzeuge. Wir sind etwas zu früh für die Öffnungszeiten und sehen uns noch den „Memorial Garden“ zu Frauen in der Luftfahrt an. Das kleine Steingärtchen hat viele Plaketten mit Informationen, kann aber nicht wirklich als Garten bezeichnet werden.

Wir gehen auf den Eingang zu und werden von einem älteren Herren empfangen, der uns fragt, ob wir von den Boy Scouts seien. Wir verneinen. und er erzählt uns, die wären heute früh hier, um freiwillig bei der Restaurierung zu helfen. Aber ab Mittag könnten wir in das Museum.

Nur wenig enttäuscht, ob des kleinen Gebäudes oder des ganzen Umfelds wissen wir nicht, wollen wir schon wieder abziehen, da bittet er uns hinein. Im Prinzip ist der Eintritt kostenlos, es wird aber eine Spende erwartet (Anmerkung: Inzwischen steht auf der Website 5$ Eintritt). Drinnen bekommen wir eine kleine Erklärung, wo was ist und den Hinweis, dass es hier die größte Ausstellung an Filmkulissen und Sammelstücken zum Film Rocketeer gibt. Hier erfahren wir auch, dass der „Hangar“, in dem das Museum seine Heimat hat, als Kulisse für den Film gebaut wurde.

USA 2014 - Tag 22-25

Während der ältere Herr seine Boy Scouts in Empfang nimmt und sie zum Balken streichen einteilt, nehmen wir den Hangar in Augenschein. Viele Modelle stehen hier neben dem ganzen anderen Memorabilia. Wenige Flugzeuge hängen von der Decke. Nach einer Weile fragen wir, wie wir auf die Außenfläche kommen. Der Herr lässt uns raus und öffnet dann noch den zweiten Hangar. Damit macht das Museum dann auch mehr Sinn. Leider stehen dort aber auch fast nur Nachbildungen oder, teils flugtaugliche, Modelle.

USA 2014 - Tag 22-25

Früher als erwartet verlassen wir das Museum und suchen uns ein neues Ziel. Viel hat Santa Maria dann doch nicht zu bieten. Wir fahren mitten ins Zentrum zur Santa Maria Town Center Mall. Aber auch hier fliehen wir schnell wieder. Die Mall erinnert uns an den Film Jackie Brown und die dortigen Mall-Aufnahmen. Doch auch hier scheint alles tot zu sein. Fast kein Geschäft hat au,f und am meisten ist der Geldautomat frequentiert. Hier scheinen die ganzen Feldarbeiter der umliegenden Plantagen ihren Wochenlohn abzuheben.

Wir versuchen es mit den Guadalupe Dunes an der Küste. Durch Farmland fahren wir zu den Dünen an der Küste, doch dort ist der Parkplatz überfüllt. Hier haben wir keine Chance. Also fahren wir wieder ein Stück zurück und dann auf dem Highway 1 nach Norden zu den Pismo Dunes und dem State Beach. Aber wieder haben wir kein Glück. Platz gäbe es, doch der komplette Abschnitt inklusive des Ortes Grover Beach liegen unter einer Nebelbank. Die Sicht ist gleich null. Die Motivation hier zu bleiben ebenso.

Die Mall von Pismo liegt weit genug oben, um aus dem Nebel heraus zu ragen. Wir  suchen uns für den Mittag einen Coffee Shop in der Mall und schreiben die letzten Postkarten.

USA 2014 - Tag 22-25

Wir beschliessen, schon dank des nicht so tollen Wetters, den Tag zu beenden. Doch erst machen wir noch einen Bummel durch den örtlichen Walmart incl. Gartenmarkt und besorgen uns dann im Trade Joes ein Abendessen. Dafür kennen wir dann aber auch die Folgen von Treehouse Masters und Storage Wars auswendig.

Am nächsten Morgen ist es immer noch neblig. Wir fahren über die Route 166 nach Guadelupe und von da wieder auf Highway 1. Der Pacific Coast oder auch Cabrillo Highway ist hier nicht mehr so nahe an der Küste. Wieder einmal kommen wir an einer Air Base vorbei. Vandenberg schält sich aus dem Nebel und wir haben das Gefühl, halb Kalifornien scheint aus Militärgelände zu bestehen.

Wir passieren den Ort Lompoc und sehen erstmals wieder Sonne. Kurz danach ist eine Abfahrt zum Jalama Beach. Es sind ein paar Meilen und wir sehen auf Google Maps nach, ob es sich lohnt. Vom Strand aus scheint eine Strasse weiter an der Küste entlang zu führen. Also fahren wir die kurvige Strecke durch eingezäunte Farmen und landen an einem Strand, der hauptsächlich aus einem kostenpflichtigen Campingplatz besteht. Eine Strasse die Küste lang gibt es wirklich, wenn man die matschige Piste hinter verschlossenem Tor und „Army“-Schild so nennen will. Wir haben keine andere Wahl und fahren die gleiche Strecke wieder zurück.

Ein ganzes Stück hinter Lompoc trifft der Highway 1 dann auf die 101 und auch wieder auf die Küstenlinie. Mit Aussicht auf die Küste cruisen wir den Highway entlang und halten ein mal an einem Parkplatz, um eine alte Brücke anzusehen.

USA 2014 - Tag 22-25

Santa Barbara taucht vor uns auf, es ist Montag morgen und wir landen in der ersten Blechlawine, die man aus den Fernseher kennt. Alle wollen in Richtung Los Angeles und wir fahren in die gleiche Richtung.

Der Highway 1 führt mitten durch und dann wieder an der Küste entlang. Links gehen die Berge nach oben, rechts ist die Küstenlinie nicht wirklich hübsch, weil hier gebaut wird. Trotz des Verkehrs sind wir recht bald in Ventura. Auf Anhieb finden wir das „Inn on the Beach“, in dem wir ein Zimmer für eine Nacht gebucht haben.

USA 2014 - Tag 22-25

Wir sind zu früh für den Check-In und fragen einen älteren Herren, der vor der Tür steht und raucht, ob er zum Haus gehört. Ja, er gehört dazu. Und ja, wir könnten gerne schon unser Auto hier stehen lassen. Um die Ecke essen wir Fish and Chips und machen dann einen Strandspaziergang.

USA 2014 - Tag 22-25

Das „Inn on the Beach“ ist in der Tat direkt am Strand. Von der Terrasse im Erdgeschoss, die zu unserem Zimmer gehört, haben wir direkten Meerblick. Nachdem wir ein paar Dinge besorgt haben, unter anderem was zu Essen, unterhalten wir uns mit dem älteren Herren, der inzwischen an der Rezeption steht, noch eine gute Stunde über das Reisen.

So langsam heisst es Abschied nehmen. Am nächsten morgen schieben wir uns weiter in der Blechlawine den Highway 1 auf Los Angeles zu. Über Santa Monica und Venice Beach, wo wir noch eine sehr schönen Wholefoods finden, aber leider nicht alles ins Gepäck passt, geht es nach Inglewood. Wir geben das Auto bei Alamo ab, was recht effektiv geht. Mit dem Flughafenbus fahren wir zum Airport und von da mit dem Hotel-Shuttle zum Sheraton Gateway, wo wir die letzte Nacht verbringen um am nächsten Morgen früh für unseren Flug einzuchecken.

USA 2014 - Tag 22-25

Dreieinhalb Wochen haben wir viele tolle Orte gesehen, aber leider müssen wir jetzt wieder zurück. KLM bringt uns mit einer Boeing 747-400 Combi, der hintere Teil, in dem sonst Passagiere sitzen, wird für Fracht genutzt, nach Amsterdam.

USA 2014 - Tag 22-25

Beim Abflug haben wir noch ein mal einen sehr schönen Blick über die Orte, an denen wir waren. Wir sehen Lake Mead, Bryce, Capitol Reef und vor allem Canyonlands der Luft. Die Aussicht ist beeindruckend.

In Amsterdam schaffen wir es dann gerade noch so zu unserem Anschlussflug nach Hamburg. Unser Gepäck leider nicht. Das wird am nächsten Tag nachgeliefert.