Von Hamburg bis Hawaii

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USA2014 – Tag 3 – Joshua Tree National Park

Pünktlich zum Sonnenaufgang sind wir wach. Wir haben zwar für den Tagesproviant gesorgt, doch wir wollen mal richtig frühstücken. Ausgesucht haben wir uns das Crossroads Cafe. Es liegt in Joshua Tree an der Hauptstrasse direkt an der Abfahrt zum Visitor Center. Und es ist auch das einzige, was in diesem Ort heute so früh auf hat. So richtig im Diner-Style gibt es hier Kaffee aus der Kanne, und das ohne Ende. Dazu alles mögliche mit Kartoffeln und Ei und Bacon und…. Nicht ganz billig, aber es schmeckt besser als bei den Ketten.

Eigentlich wären wir ja schon im Park. Aber da war ja noch das Problem mit unserem „America the Beautiful Pass“ oder auch der Jahreskarte für die Nationalparks. Der Joshua Tree National Park hat rund um die Uhr auf, die Einfahrtsbutze ist aber erst um acht besetzt. Viertel vor acht stehen wir vor dem Visitor Center, das hat aber noch zu. Immerhin hängen aussen die Parkkarten zum Mitnehmen.

Viertel vor sind wir am Kassenhäuschen. Zu! An den Wasserspendern gegenüber füllen wir erst mal unsere Flaschen auf. Das geht in vielen Nationalparks, und kostet nichts. Um acht ist dann immer noch keiner da. Um zehn nach acht geben wir es auf. Wieder fahren wir in den Park, ohne bezahlt zu haben.

Unser erster Stopp ist wohl geplant. Die Geology Tour Road klang mit am spannendsten. Empfohlen ist diese Dirt Road für Allrad-Fahrzeuge. Einzelne Haltepunkte sollen die geologischen Features erläutern.

Am Start gibt es eine Karte dazu, die Pfosten, die unterwegs die Punkte markieren, sind nur schwer zu entdecken. Einige haben wir wohl einfach verpasst, von dem Rest sind zwei Orte interessant, und von denen ist nur einer in dem Faltblatt, der andere nicht als Haltepunkt vorgesehen. Wir fahren bis Squaw Tank und sehen uns die kleine Staumauer an, die hier vor langer Zeit mal gebaut wurde. Dann fahren wir zurück. Wir haben es uns spannender vorgestellt.

Auf der Haupt-Parkstrasse ist es nicht weit bis Skull Rock. Die Natur bzw. Wasser und Wind machen hier lustige Löcher in die Steine. Ein großer Felsblock sieht dann auch wirklich aus wie ein Schädel.

Weiter halten wir bei Jumbo Rocks und dann am White Tank Campground. Die einzelnen Campingplätze liegen hier schön zwischen Felsen. Wir gehen den Trail zum Arch Rock. Es gefällt uns hier richtig gut.

Auch wenn wir am Vortag schon am Cholla Cactus Garden waren, fahren wir noch mal hin. Zum einen hatten wir den Cache wohl übersehen, zum anderen ist es wirklich schön hier. Auch hier führt ein Trail durch. Die kleinen Kakteen, die wie Bäumchen aussehen, sind wirklich spannend.

Auf dem Rückweg zur Hauptkreuzung haben Ranger eine Strassensperre aufgebaut. Sie wollen kontrollieren, ob auch wirklich alle bezahlt haben. Wir stellen uns schon mal auf eine Diskussion über geschlossene Kassenhäuschen ein. Doch als wir erzählen, dass zu war, werden wir nur weiter gewunken. Nun gut.

Am Cap Rock geht es einen Trail um den Felsen herum. Spannend ist das nicht, und im Grunde hatten wir auch keinen weiteren Grund als den Virtual Cache, der sich am Ende als Letterbox herausstellt.

Am Ende der Strasse liegt Keys View. Hatten wir bisher den Park bis auf einige wenige andere Fahrzeuge für uns alleine, ist es hier eng mit den Parkplätzen. Erst als wir den steilen Weg zur Aussichtsplattform erklommen haben, sehen wir, warum. Der Blick geht weit die Little San Bernadino Mountains hinunter bis ins Tal. Gegenüber liegt Palm Springs und Palm Desert. Dazwischen ist die San Andreas Spalte zu sehen. Weder Worte noch ein Bild könnte ausdrücken, wie beeindruckend der Ausblick ist. Leider war es etwas dunstig.

Langsam wird es Abend. Wir machen auf dem Rückweg noch einen kleinen Abstecher zum Barker Dam, und dann geht es in Richtung Ausgang. Dieses mal ist das Kassenhäuschen besetzt, und wir können den National Park Pass erwerben. Für 80 Dollar haben wir jetzt ein Jahr lang Zugang zu allen National Parks, National Monuments, National Recreation Areas und was es noch alles gibt – könnten wir doch nur so lange bleiben.


Disclaimer: GoPro war so nett, uns eine GoPro Hero 3 Silver zur Verfügung zu stellen. Mit dieser wurde das im Artikel eingebettete Video erstellt. Wir danken vielmals für diese Unterstützung.

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1 Comment

  1. Klingt nach einem tollem Trip! Die Dirt Road wäre ich auch gern gefahren 😉

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